Wechsel an der Spitze beim KTex

Der Verein zur Förderung der Konfektion technischer Textilien (KTex) stellt sich personell neu auf. Weitere Schwerpunkte bei der Mitgliederversammlung im niedersächsischen Emsdetten bildeten die Themen Digitaldruck und Ladungssicherung.

So verabschiedet sich Gertrud Müller, Geschäftsführerin des KTex, zum 31. Januar 2019 in den Ruhestand. Ihre Nachfolge übernimmt die Geschäftsstelle des Industrieverbands Technische Textilien – Rollladen – Sonnenschutz (ITRS) in Fulda, vertreten durch Geschäftsführer Lars Rippstein. Natalino Labate, Vorsitzender des KTex, dankte Müller für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement und wünschte ihr für die Zukunft alles Gute.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte Stefan Ruholl (s. Foto), Geschäftsführer von Schmitz Textiles und Gastgeber der Veranstaltung, dar, welche Anforderungen Gewebe für den Einsatz im Digitaldruck erfüllen müssen. Bei einem Betriebsrundgang konnten sich die rund 20 Teilnehmer von der technologischen Kompetenz des Unternehmens in den Bereichen Outdoor, Sonnenschutz, Möbelbezüge, Mobilität, Dekoration und Maritim überzeugen. Unter den Kernmarken swela, drapilux und mobiltex stellt Schmitz pro Jahr rund 6,5 Millionen Quadratmeter Stoff her.

Wohin die Reise beim Digitaldruck geht, zeigte Joachim Rees von Multi-Plot Europe auf. „Prognosen zufolge hat der Home-Decor-Markt großes Potenzial“, sagte der Diplom-Ingenieur. „Wir sprechen hier von Wachstumsraten um 14 Prozent bis 2021.“ Welchen logistischen Herausforderungen sich die Textilbranche im Bereich der Ladungssicherung am Lkw stellen muss, veranschaulichte Martin Keller vom TÜV Nord Mobilität Hannover. Die zurzeit in der Überarbeitung befindliche DIN EN 12641-2 legt die Mindestanforderungen an die Festigkeit und Befestigung von Schiebeplänen fest.

Den vollständigen Bericht über die Mitgliederversammlung lesen Sie in der Februar-Ausgabe von sicht + sonnenschutz.

Foto: Friedrichs


Hartig: Insektenschutz wird weiter nachgefragt

„Die Zeiten der großen Steigerungen ist vorbei, aber die Nachfrage ist gleichbleibend hoch“, sagt Elrico Hartig, Geschäftsführer des Allgäuer Unternehmens Hartig. Vor zirka 15 Jahren spezialisierte der Schreiner sich erfolgreich auf Insektenschutzgitter. „Mit dem Allgäuer Insektengitter bedienen wir heute Endkunden und Hartig Aluminium-Systeme verkauft ausschließlich an Händler“, sagt er.

Hartig kennt sich aus mit den Wünschen und Anforderungen seiner Kunden. „Qualitativ hochwertiger Insektenschutz, mit besseren und langlebigeren Funktionen ist gewünscht“, sagt Hartig. „Günstige Produkte vom Discounter sind gute Einsteigerprodukte. Nach einer kurzen Weile ist der Wunsch nach professionellen Lösungen da.“ Auch Optik und Transparenz rücken laut dem Experten immer weiter in den Vordergrund.

Mehr über Trends im Insektenschutz und worauf es ankommt, wenn ein Betrieb Insektenschutz in sein Portfolio aufnehmen will, lesen Sie in der Februarausgabe von sicht+sonnenschutz. Einen kleinen Vorgeschmack erhalten Sie außerdem im Videointerview, dass in Kürze auf unserer Website erscheint, und unserem Newsletter, für den Sie sich hier anmelden.



Warema: ästhetisch übers Eck verschatten

Warema präsentiert auf der Bau mit Raffstores ohne Führungselemente an der Ecke eine ästhetische Verschattungslösung für Ganzglasecken. Die technische Ausführung über verbindende Clips ist raffiniert wie einfach zugleich. Auch sein Fenstermarkisen- Programm hat Warema modifiziert. Die Besonderheit: Ab April 2019 gibt es die neue einteilige Führungsschiene, die für die Führungsarten easyZIP, Schiene und Markisolette verwendet wird. Die identisch aufgebauten Führungsschienen sind für verschiedene Montagesituationen und unterschiedliche Baugrößen einsetzbar. Daraus ergibt sich für Architekten maximale Planungsfreiheit.


Bau 2019: Glaser des Jahres kümmert sich um Digitalisierung

Jürgen Simon (re., mit Chefredakteur Reinhold Kober – unser Bild; Foto: Metzger) hat im großen Messefilm zur Bau über seine Beweggründe für den Besuch in der bayerischen Landeshauptstadt gesprochen: „Ich habe einen Tag für die Messe eingeplant und suche gezielt nach Lösungen, zeitintensive Abläufe in unserem Betrieb zu digitalisieren“, verriet der Glasermeister aus Mannheim; der auch in anderer Hinsicht Herausforderungen proaktiv angeht: „Wir haben die Betriebsnachfolge frühzeitig als Aufgabe erkannt, dazu habe ich seit diesem Jahr einen R+S-Handwerker im Unternehmen, der in Kürze seine Fortbildung zum Glasermeister in Angriff nimmt und Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernehmen soll.“ Auch dessen junges Alter von 22 Jahren trage dazu bei, dass die Digitalisierung in der ältesten Glaserei Mannheims immer wichtiger wird.

Unseren großen Messefilm, für den wir neben dem Glaser des Jahres Jürgen Simon Schüco-CEO Andreas Engelhardt und Alumat-Chefin Claudia Rager-Frey vor die Kamera geholt haben, erleben Sie ab dem 16.1. exklusiv auf www.gff-magazin.de sowie in der kommenden Ausgabe des Emailnewsletters GFF Report.


Bau: Alukon verpasst sich Facelifting

Am Abend des ersten Messetages präsentierte die Hörmann Gruppe auf einer Pressekonferenz Informationen zu Unternehmen und Produktneuheiten. Persönlich haftender Gesellschafter Martin J. Hörmann (unser Foto) zeigte sich mit der Unternehmensentwicklung in den vergangenen Jahren zufrieden bzw. – das gilt immer dann, wenn er einen guten Tag gehabt habe – sehr zufrieden; er ließ sich aber keine Details entlocken. Insgesamt erwirtschaftet Hörmann einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Produktseitig konzentriert sich das Unternehmen auf der Bau u.a. auf SmartHome-Lösungen. Insgesamt gibt es 77 Neuheiten zu entdecken.

In der Sonnenschutzsparte sprach Alukon-Geschäftsführer Klaus Braun u.a. über die Entwicklung des Unternehmens am Standort Konradsreuth. Neben Baumaßnahmen gibt es auch Änderungen nach außen. Seit heute tritt Alukon mit neuem Logo auf.


Bau 2019: Barrierefreiheit in Bewegung

Das Thema Barrierefreiheit (unser Bild; Foto: Kober) ist an vielen Ständen auf der Münchner Leitmesse präsent. Dabei mutet es kurios an, dass just in dem Augenblick, da die viel diskutierte Nullschwelle – wenngleich mit abweichender thermischer Performance – das Sortiment so gut wie aller Lösungsanbieter bei Profilen erreicht hat, das ift auf Ergebnisse eines öffentlich finanzierten Forschungsprojekts verweist, nach denen stattdessen nun die sog. Überrollbarkeit als conditio sine qua non an deren Stelle trete; mit anderen Worten: Wurde jahrelang die in der DIN 18040 genannte Voraussetzung technischer Machbarkeit als Feigenblatt für Pseudobarrierefreiheit mit zwei Millimeter hohen Schwellen genutzt, werden Lösungen wie die Magnetdoppeldichtung von Alumat nun ausgebremst, indem die Schwellenhöhe als Kriterium gleich ganz in den Hintergrund zu rücken scheint.

Claudia Rager-Frey von Alumat hat dazu im offiziellen Messefilm von GFF/sicht+sonnenschutz zur Bau 2019 Stellung genommen, sie finden diesen ab dem 16. Jänner auf www.gff-magazin.de sowie in der nächsten Ausgabe des Emailnewsletters GFF Report.


Bau 2019 – bei Kneer Holz im Kommen

„Wir haben ein Umsatzplus von fünf Prozent erwirtschaftet“, blickt Florian Kneer (unser Bild; Foto: Kober) auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Dabei gilt die gleiche Einschränkung wie – in anderer Größenordnung – bei Schüco: einen besser funktionierenden Bauablauf bei den Vorhaben vorausgesetzt, an denen Kneer beteiligt war, hätte es ein noch besseres Ergebnis sein können. Übrigens: In Sachen HR legt der Fensterproduzent selbst die Basis für die personellen Ressourcen der Zukunft, mit einer beeindruckenden Ausbildungsquote von 45 Lehrlingen bei 700 Beschäftigten. „Besonders freut mich persönlich, mein Großvater Alois war Schreiner, dass die Holzelemente 2018 überproportional zu unserem Plus beigetragen haben“, sagt der Unternehmensinhaber und verweist stellvertretend auf die Haustürrange HT 82.

Wir berichten in unserer Februarausgabe über die Topthemen von der Bau 2019.


Bau 2019: GFF/sicht+sonnenschutz startet Messe-TV

„Die Bau ist für uns die Leitmesse“, sagt geschäftsführender Gesellschafter Andreas Engelhardt (re., mit Chefredakteur Reinhold Kober; unser Bild – Foto: Metzger) beim großen GFF/sicht+sonnenschutz-Videointerview am Schüco-Stand. Mehr als 10.000 seiner Kunden bringt der weltweite Trendsetter in der Bautechnik nach München, die Buchung im Löwenbräu Keller an der Nymphenburger Straße läuft praktischerweise die Woche über durch. Wie wichtig die Partner sind, weiß der CEO: „In Europa hätten wir 50 Millionen Euro mehr Umsatz machen können, ohne die Engpässe bei den personellen Kapazitäten.“ Über alles ist die Unternehmensgruppe 2018 um fünf Prozent gewachsen.

Um die neuen Entwicklungen von Schüco bei schmalen Profilansichten mit der erforderlichen Systemintegration und dem außen liegenden, textilen Sonnenschutz kümmert sich sicht+sonnenschutz in seiner Februarausgabe – und um viele andere Topthemen der Bau 2019.


Mehr Berufung als Beruf

Antonia Hangls Einstieg in den Familienbetrieb Hangl Rollladen und Sonnenschutz war eher ein Zufall. Die junge R+S-Meisterin wollte eigentlich zur Polizei, als es mit ihrem Wunschberuf nicht klappte, schnupperte sie in mehrere Handwerksberufe hinein. Als sie im väterlichen Betrieb aushalf, kam ihr die Erkenntnis in der Branche Fuß fassen zu wollen.

Es folgte die Lehre und im Anschluss die Ausbildung zur R+S-Meisterin, weil sich das anbot und sie sich schon im schulischen Betrieb zurecht fand, wie sie im Gespräch mit der sicht+sonnenschutz erzählte. In Zukunft möchte sie gerne auch selber ausbilden und den Zwei-Personen-Betrieb etwas vergrößern und das R+S-Handwerk bekannter machen – bei möglichen Azubis, aber auch bei der Kundschaft, die mit Fragen rund um Sicht- und Sonnenschutz häufig noch Fensterbauer aufsucht.

In der Februarausgabe der sicht+sonnenschutz erfahren Sie mehr über den kleinen Familienbetrieb aus dem Unterallgäu, für dessen Besuch wir unseren Firmenwagen erst einmal aus einem Schneeberg befreien mussten. Einen kurzen Vorgeschmack lesen Sie im nächsten Newsletter sicht+sonnenschutz aktuell, der am 23. Januar erscheint. Wenn Sie noch kein Newsletterabonnent sind, können Sie sich hier anmelden.

Antonia Hangl (li.) und Geschäftsführer Markus Trapp vor dem R+S-Betrieb Hangl Rollladen und Sonnenschutz. Foto: Krause


Sonnenschutz und Heimtex – doch ein Happyend?

Die Heimtextil verzeichnet ausweislich der Frankfurter Presse die höchste Zahl an Ausstellern seit 15 Jahren! Das gibt schon mal eine Ahnung davon, wie wenig in den zurückliegenden Jahren die spezifischen Branchenaussagen zur Halle 5.1 ins Gesamtbild des Veranstalters passten – umso bemerkenswerter ist, dass nun mit dem Umzug der „Fensterdekoration“ in die 8.0 (siehe neue Aufplanung; unser Bild – Foto: Kober) das Großreinemachen erfolgte. Eines kann man nach diesem Jahr sagen: Damit entfällt der Verweis auf den unattraktiven Standort als Begründung für eine geringe Besucherfrequentierung. Denn alleine die Präsentation der großen Stoffverlage wie JAB Anstoetz erfolgt auf einem Niveau, das zwangsweise auf die in die Megahalle integrierten Sonnenschützer abstrahlt; aber auch die Unternehmen selbst – der außen liegende Sonnenschutz Solix (MHZ), das japanische Designthema Wabi Sabi (Kadeco) oder die Cross Product-Kollektion von Unland – scheinen hinsichtlich der vom Jahresauftakt ausgehenden Impulse durch den Umzug in das neue Umfeld motivierter denn je. Unser Fazit: So kann die nächste Heimtex gerne kommen!

sicht+sonnenschutz berichtet im Februar ausführlich über die Messe.