Renson: Wachstum bei Outdoor in Deutschland

Der belgische Lüftungs- und Sonnenschutz-Spezialist Renson („Creating healthy spaces“) kommt gut voran, was die Zielsetzung für den deutschen Markt betrifft. Beim Besuch unserer Redaktion am Unternehmenssitz in Waregem (v.li. Sprecher Roel Berlaen, sicht+sonnenschutz-Chefredakteur Reinhold Kober, DACH-Marketingleiterin Sofie Boxstaele; unser Bild – Foto: Renson) sagte Inhaber Paul Renson im Exklusivinterview, Deutschland sei für die Gruppe derzeit die sich am besten entwickelnde Region; die Rede ist bei Outdoor-Lösungen von einem 40 Prozent-Plus. In Italien hatte Renson neben einem komplementären Produktportfolio durch die Corradi-Akquisition auch vom Zugriff auf ein funktionierendes Distributionsnetz profitiert – die Zielsetzung zwischen Garmisch und Flensburg ist die Marktführerschaft bei Outdoor Living, wo die Belgier auf starke deutsche Player treffen. Derzeit läuft für die Region die intensive Suche nach Country Managers für beide Business Units, also auch für das Geschäftsfeld der Innenanwendungen.

sicht+sonnenschutz erhielt die Möglichkeit zu Interviews mit Dieter Heymann, Leiter BU Sunprotection Screens & Outdoor, und Paul Renson. Das Video zum Gespräch mit dem Inhaber steht morgen auf www.sicht-sonnenschutz.com – die Printberichterstattung erfolgt in unserer großen Sommerausgabe.


KTex: Fachkräfte-Ausbildung und Standortfrage

Die Markisentuchkonfektionäre reisen heute zur Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung der Konfektion technischer Textilien (KTex) bei der Firma Multiplot Europe in Bad Emstal, unweit des ICE-Halts Kassel-Wilhelmshöhe. Unter den 64 Mitgliedsfirmen sind alle Highstakes der Sonnenschutzbranche, wie die Schmitz-Werke, Sattler, Erwilo (Kadeco) und Weinor. Am Tagesplan (unser Bild; Foto: Kober) nimmt die Frage der Personalrekrutierung breiten Raum ein; Fachlehrerin Ruth Pütz für die technische Konfektion berichtet aus den Fachklassen des Richard-Riemerschmid-Berufskollegs in Köln, Marc Pearson (TÜV Nord) über ein Projekt des Bundes für die Ausbildung textiler Fachkräfte für NRW. Im vorgeschalteten, nicht öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung geht es nach sicht+sonnenschutz-Informationen darum, ob der KTex Fulda den Rücken kehrt und künftig wieder in Köln angesiedelt sein soll. Gertrud Müller, die Geschäftsführerin des Verbands, schied erst kürzlich aus der gleichen Position beim Industrieverband Technische Textilien – Rollladen – Sonnenschutz (ITRS) aus, der unter ihrem Nachfolger Lars Rippstein (ehedem Dickson-Constant) wiederum gerade von Mönchengladbach nach Fulda gezogen war.

sicht+sonnenschutz ist in Bad Emstal vor Ort und plant für seine große Sommerausgabe eine Zusammenfassung des Termins sowie eines Gesprächs mit dem neu gewählten KTex-Vorsitzendem Natalino Labate; eine Veröffentlichung erfolgt zudem im Emailnewsletter sicht+sonnenschutz aktuell.



Smartshell: Auf der Alm, da gibt’s koa Bausünd’

Zehn Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Ungarn, Lettland und der Skowakei haben Anfang Juni das erste Smartshell-Jahrestreffen am Aschenbrenner Haus, auf 1.128 Meter Höhe über Kufstein gelegen, zum europäischen Gipfel energieeffizienten Bauens gemacht. Alle Teilnehmer, Passivhausprojektierer, Handwerker, Architekten und Pro Passivhausfenster-Geschäftsführer sowie Veranstaltungsleiter Franz Freundorfer (unser Bild, mit Fensterschreiner Andreas Binder re. – Foto: Kober) aus dem benachbarten Oberaudorf, eint die sehr hohe Affinität zu dem von Prof. Dr. Wolfgang Feist formulierten Baustandard Passivhaus. Während Smartshell-Initiator Freundorfer, selbst ein gelernter Schreiner, mit den Teilnehmern an Tag eins auf der Grundlage des Onlinetools phquick die Gebäudedaten zu deren ausgewählten Bauvorhaben erarbeitete, übernahm den Marketingteil an Tag zwei sicht+sonnenschutz-Chefredakteur Reinhold Kober; dabei ging es unter anderem um die Konzeption regionaler Netzwerke in Verbindung mit erfolgreichem Storytelling und die Arbeit vor der Kamera.

sicht+sonnenschutz veröffentlicht zum Smartshell-Jahrestreffen in den Tiroler Bergen einen Bericht in seiner großen Sommerausgabe und eine Meldung in einer der nächsten Nummern des Emailnewsletters sicht+sonnenschutz aktuell.


ift: Nachweispflichten enden nie

Vielleicht finden die Tür- und Tortage am ift Rosenheim im zweijährigen Rhythmus statt, um den Teilnehmern ausreichend Gelegenheit zu geben, das Gehörte in der Zwischenzeit zu verarbeiten – und partiell umzusetzen. Was die zentrale Aussage des Eröffnungsvortrags von DIBt-Präsident Gerhard Breitschaft am zweiten Tag angeht – danach sind 20 Prozent der europäischen harmonisierten Normen in Bezug auf die nationalen Bauwerksanforderungen „mangelhaft“ – braucht der eine oder andere aus dem Auditorium vielleicht auch ein wenig, bis der Ärger darüber verraucht ist, wie diese Lücke zu füllen ist; etwa durch ein freiwilliges DIBt-Gutachten, das die im Idealfall vorliegenden Nachweise in Hinblick auf die Einhaltung besagter Bauwerksanforderungen beurteilt. Zwei Drittel aller Zuhörer, so lautet das Ergebnis des von ift-Referent Florian Stich (unser Bild; Foto: Kober) eingesetzten Livevotings, erhielten in jüngerer Vergangenheit Anfragen zu nachhaltigem Bauen; erstaunliche 100 Prozent davon bewerteten die Anforderungen, die in diesem Kontext an sie gestellt wurden, als komplex. Das ist einerseits bedenklich, wenn man sich die durchschnittliche Unternehmensgröße der Tortage-Teilnehmer ansieht; andererseits gibt es eben auch hier Lücken im Kriterienkatalog der Zertifizierer – als da wären fehlende Vorgaben für Lebenszykluskosten und Barrierefreiheit (LEED), Ausführungsqualität (LEED, BREEAM), eine regionale Lieferkette (DGNB!). Übrigens: Glaubt man dem DIBt-Präsidenten, steht die BauPVo schon wieder vor der Überarbeitung: Es muss ja weitergehen, auf dass es auch für die nächsten Veranstaltungen ausreichend Änderungen gibt.

sicht+sonnenschutz veröffentlicht in seiner Juniausgabe ein mehrseitiges Wortlautinterview mit Institutsleiter Prof. Ulrich Sieberath (siehe verfilmte Fassung exklusiv bereits auf www.sicht-sonnenschutz.com) sowie einen Nachbericht zu den Liveeindrücken von den diesjährigen Tür- und Tortagen; eine Kurzfassung enthält die nächste Ausgabe unseres Emailnewsletters sicht+sonnenschutz aktuell.


ift: 260 Teilnehmer bei Tür- und Tortagen

260 Teilnehmer sind zu den Mitte Mai im oberbayerischen Rosenheim stattfindenden Tür- und Tortagen gekommen; laut Gaby Tengler vom veranstaltenden ift ist die größte Gruppe mit zirka 40 Vertretern erwartungsgemäß die der (Komponenten-)Lieferanten, knapp dahinter rangieren mit zirka 30 Personen die eigentlichen Hersteller – der Termin überschneidet sich dieses Jahr laut Kai-Uwe Grögor mit der Mitgliederversammlung des Bundesverbands Tore, wie der Geschäftsführer im Vorfeld sicht+sonnenschutz bestätigte. Wie Grögor und viele seiner Mitglieder fehlt Institutsleiter Prof. Ulrich Sieberath, der aber aus Anlass des Termins unserem Magazin für ein Exklusivinterview zur Verfügung stand, an seiner statt eröffnete Geschäftsleitungskollege Dr. Jochen Peichl (unser Bild; Foto: Kober) den passenderweise mit dem Raumfahrtmotiv eines schwebenden Astronauten beworbenen zweitägigen Event.

Bitte finden Sie in der Juniausgabe unserer Zeitschrift sicht+sonnenschutz das mehrseitige Wortlautinterview mit Prof. Ulrich Sieberath, die Vorort-Nachberichterstattung zu den Tür- und Tortagen 2018 sowie eine Zusammenfassung in der aktuellen Ausgabe unseres Emailnewsletters sicht+sonnenschutz aktuell und noch heute auf www.sicht-sonnenschutz.com das vorab aufgezeichnete Videointerview mit dem Institutsleiter.


Faltenbacher: Sonnenschutz, Passivhaus-kompatibel

Mit Thomas Schlosser (re., Produktionsleiter Isolette, mit ProPassivhaus-Geschäftsführer Franz Freundorfer; unser Bild – Foto: Kober) und seinem Kollegen Hardy Danel von der oberpfälzischen Firma Faltenbacher ist im Passivhauskreis eine Einbaulösung für ein außen liegendes Lamellensystem entstanden, die es erlaubt, das Fenster so wärmebrückenneutral wie möglich zu montieren, in der Dämmebene. Weil das oft an der Dimensionierung des Jalousiekastens scheitert, war der Durchbruch für die heute von Faltenbacher produzierte Konstruktion ein Kunststoffblock, den der Monteur in die Kopfleiste der Verschattung verschraubt; anstelle eines herkömmlich auf die Leiste gesteckten Trägersystems, das den Platzbedarf für den Kasten bislang signifikant erhöht. 500 bis 1.000 Anlagen mit dem smart im Kopfleisteninnenleben versteckten Kunststoffblock für die Befestigung betrachtet in Erbendorf Firmenchef Kurt Faltenbacher für die nächsten Jahre als realistische Zielgröße.

sicht+sonnenschutz berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über den Vororttermin bei Faltenbacher, hat für den Film auf www.sicht-sonnenschutz.com (ab Montag) den Chef und Passivhaus-Entwickler Franz Freundorfer vor die Kamera geholt und stellt die Neuentwicklung zusätzlich im Emailnewsletter sicht+sonnenschutz aktuell vor.


Moritz Reiser montiert Shadeone Sonnensegel

Ein rollbares Sonnensegel Shadeone Twister von Shadesign hängt seit heute an der Fassade von Moritz Reisers Privathaus in Wasserburg. Der R+S-Profi nutzt es aber nicht nur zu privaten Zwecken, es soll potenziellen Kunden auch als live erlebbares Muster dienen. Verbunden mit der Montage war gleichzeitig eine Inhouse-Schulung durch Shadesign-Fachmann Konrad Forster, der dem Team Details zur Funktion der Anlage und zur Montage vermittelte.

Apropos Team: Inzwischen verfügt Moritz Reiser, der sich vor etwas mehr als zwei Jahren selbstständig gemacht hat, über zwei festangestellte Mitarbeiter und eine Zusatzkraft auf 450 Euro-Basis. Das Geschäft läuft. Den Schritt in die Selbstständigkeit bereut er nicht im geringsten.

Wie die Montage ablief und wie sich Reisers Betrieb entwickelt, lesen Sie in der Juniausgabe der sicht+sonnenschutz. Außerdem finden Sie ein Videointerview auf unserer Homepage.


Tür- und Tortage: Normen haben Branche Schub gebracht

Die erste Tornorm EN 13241 aus dem Jahr 2003 hat der Branche „einen Schub gebracht“, wie Prof. Ulrich Sieberath (unser Bild; Foto: Kober) im Vorgriff auf die wichtigen Tür- und Tortage im Mai in Rosenheim im Exklusivinterview mit sicht+sonnenschutz formuliert. Begründung: Zuvor habe es nur einzelne Vorgaben der Bau Berufsgenossenschaft für Tore gegeben, erst die Normung habe Aspekte wie Wärmedämmung und Schallschutz auf die Agenda gebracht „und damit einen Innovationsschub ausgelöst“. Vor der zweitägigen Kongressveranstaltung mit Schwerpunkten wie der Montage einbruchhemmender Bauelemente und den ersten CE-gekennzeichneten Brandschutzabschlüssen weist der Leiter des Instituts für Fenstertechnik (ift) darauf hin, dass besagte Tornorm zur Bearbeitung anstehe und mit einer Entwurfsfassung im Lauf des kommenden Jahres zu rechnen sei. Gerade die Punkte Nachschließsicherheit und Dekodierbarkeit von Toranlagen könnten Eingang in das Papier finden.

sicht+sonnenschutz berichtet ausführlich über die Tür- und Tortage in Rosenheim und veröffentlicht in dem Zug das komplette Wortlautinterview mit Prof. Ulrich Sieberath.


Ein neues Leben für Markisentuchreste

Brichbags sind Rucksäcke und Taschen, gefertigt aus Zuschnittresten von Markisentüchern. „Vor ungefähr drei Jahren kam Warema auf mich zu. Der Sonnenschutzhersteller hat nach einer Möglichkeit gesucht, die Stoffreste, die bei der Produktion von Markisen anfallen, weiter- bzw. wiederzuverwerten“, sagt Sina Trinkwalder im Gespräch mit sicht+sonnenschutz. Etwa ein Jahr später kam ihr die Idee, aus dem wasserabweisenden und schmutzresistenten Material Taschen für Obdachlose herzustellen. Um ihr Vorhaben zu finanzieren, verkauft sie die Taschen online. Mit jeder gekauften Brichbag finanzieren die Käufer einen Obdachlosenrucksack inklusive Inhalt wie Desinfektionsspray und Kaffee mit. Brichbag ist eine non-profit-Organisation „von der jedoch Menschen und Umwelt profitieren“.

Hinter der Produktion steckt viel Arbeit. Nach der Ankunft der Stoffreste rollen die Brichbag-Mitarbeiter die Stoffe zunächst auf und sortieren sie farblich. Anschließend schneiden sie die Tuchreste händisch zu und verarbeiten sie zu Taschen. „Alle Brichbags sind Unikate, aber sie sollen gleichzeitig genauso neuwertig aussehen, wie Rucksäcke anderer industrieller Hersteller“, erklärt Trinkwalder.

Mehr zur Zusammenarbeit von Brichbag und Warema sowie der Taschenproduktion lesen Sie in der Juni-Ausgabe von sicht+sonnenschutz.

 

Geschäftsführerin Sina Trinkwalder in der Brichbag-Produktionsstätte (Foto: Mateja)


Terrasse und Balkon als zweites Wohnzimmer

Den Wohn- oder Lebensraum nach draußen zu verlagern, liegt im Trend. „Terrasse und Balkon sind zum zweiten Wohnzimmer geworden“, sagt Marcus Dessaûles, Inhaber des gleichnamigen Meisterbetriebs im niedersächsischen Vechelde bei Braunschweig. Der Fachbetrieb hat sich mit der Planung, Verarbeitung und Montage von hochwertigen Outdoor-Living-Lösungen einen Namen gemacht. Zum Repertoire gehören Terrassendächer, Wintergärten, Markisen und Pergolen. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein 40-jähriges Firmenjubiläum.

Zu dem Gewerbestandort gehört auch eine rund 800 Quadratmeter große Ausstellung. Dort erhalten die Kunden Tipps und Anregungen für das eigene Zuhause erhalten. Der Showroom stoße auf große Resonanz, sagt Dessaûles. Um sich von seinen Mitanbietern abzuheben, setzt der Betrieb auf Veranstaltungsformate wie Tage der Offenen Tür und Dämmerschoppen.

Welche weiteren Alleinstelllungsmerkmale den Betrieb auszeichnen und was für Produkte in dieser Saison gefragt sind, lesen Sie in der Maiausgabe von sicht+sonnenschutz.

Foto: Friedrichs