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Fachmessen mit bislang größten Ausgaben Techtextil und Texprocess: Hightech vom Material bis zur Maschine

Vom 14. bis zum 17. Mai zeigen die Leitmessen Techtextil und Texprocess, in welchen Alltagsbereichen technische Textilien stecken und wie Textilien verarbeitet werden. Die Messen versammeln insgesamt 1.818 Aussteller aus 59 Ländern.

Transportkapseln für den Hyperloop, textile Rauminstallationen, intelligente Mode und 3D-Avatare, die Kleidung anprobieren: Vom 14. bis zum 17. Mai zeigen die Techtextil und die Texprocess in Frankfurt am Main, in welchen Alltagsbereichen technische Textilien stecken und wie Textilien verarbeitet werden. Die internationalen Leitmessen für technische Textilien und Vliesstoffe sowie die Verarbeitung textiler und flexibler Materialien versammeln insgesamt 1.818 Aussteller aus 59 Ländern, davon 1.501 aus 57 Ländern auf der Techtextil und 317 aus 34 Ländern auf der Texprocess. Beide Fachmessen eröffnen nach Angaben der Messe Frankfurt damit morgen ihre bislang größten Ausgaben.

Gestiegene Internationalität und neue Länder

Mit 421 Ausstellern aus Deutschland und 1.080 Ausstellern aus dem Ausland liegt die Internationalitätsrate der Techtextil 2019 bei 72 Prozent. Nach Deutschland sind Italien (134), China (113), Frankreich (103), die Schweiz (63) und Großbritannien (62) die größten fünf Ausstellernationen. Neu dabei oder nach Abwesenheit zurück sind Brasilien, Sri Lanka, Nepal, die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko und Tunesien. Zudem sind 14 Länder mit nationalen Pavillons vertreten. Ausstellerzuwachs kam vor allem aus der Türkei, Tschechien, China, den USA und Taiwan.

Mit 212 Ausstellern aus dem Ausland und 105 Ausstellern aus Deutschland beträgt der Internationalitätsgrad der Texprocess 67 Prozent. Nach Deutschland sind Italien, China, Taiwan, Japan und die Türkei die größten fünf Ausstellernationen. Neu dabei oder nach Abwesenheit zurück sind Finnland, Dänemark, die Ukraine, die Dominikanische Republik und Singapur. Zudem sind China, Japan und Taiwan mit nationalen Pavillons vertreten.

Avatare, Roboter und 3D-gestrickte Schuhe

Ob in der Architektur, Automobilindustrie, Medizin, Modebranche oder im Personenschutz: Die Techtextil ist laut Messe Frankfurt Spiegel für die Anwendungsvielfalt textiler Materialien. Im Sonderareal Urban Living – City of the Future der Techtextil und Texprocess sehen Fachbesucher unter anderem eine Kapsel aus Karbonfasern der Technischen Universität Delft für den Hyperloop, 3D-Textilien zur Verbesserung der Raumakkustik in Innenräumen, experimentelle Mode aus nachhaltigen Materialien und Motorräder aus recycelten Militäruniformen. Die Aussteller der Techtextil zeigen mitunter Sensortextilien, mit denen sich im Auto bald Spiegel, Fenster und Beleuchtung steuern lassen, textilbewehrte Betonfassaden, LED-Textilien für die Inneneinrichtung oder Funktionsstoffe aus recycelten Fasern und Daunenersatz für Outdoormode.

Auf der benachbarten Texprocess dreht sich an vier Messetagen alles rund um die aktuellsten Verarbeitungstechnologien für Produzenten von Bekleidung und Mode, Polstermöbeln oder Zubehör für die Autoindustrie. Hier probieren 3D-Avatare virtuell Kleidung an, transportieren Roboter Materialzuschnitte von einer Maschine zur nächsten und färben Stickmaschinen Garne während des Stickens. In insgesamt fünf Microfactories werden innerhalb kurzer Zeit serienmäßig individuelle Kleidungsstücke entworfen, zugeschnitten, genäht und digital bedruckt und entstehen Schuhoberteile per 3D-Strick. Auch das Leder für Autositze führender Automarken wird hier verarbeitet.

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