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Sicherheit am Arbeitsplatz Neue Norm für sicheres Arbeiten in der Höhe

Bei einer Funktionsprüfung eigener Produkte stellte das Unternehmen der Sicherheitsbranche MSA Saftey ein Problem bei der Norm für die Prüfung senkrechter Auffangsysteme (EN 353-1:2014) fest. In diesem Jahr trat eine neue Version in Kraft.

Der Aufstieg zur Arbeit in der Höhe ist gefährlich, und Abstürze bleiben laut Gesundheits- und Sicherheitsbeauftragten eine der Hauptursachen für arbeitsbedingte Verletzungen und Todesfälle. Deshalb ist es MSA Safety zufolge wichtig, die neuesten Normen, die zur Gewährleistung der Sicherheit von Mitarbeitern in der Höhe beitragen, zu erfüllen. Das Unternehmen der Sicherheitsbranche erfülle diese Normen und habe sie auch mitgestaltet.

Funktionsprüfung deckt Fehler auf

Die erste Version der aktualisierten Norm für die Prüfung senkrechter Auffangsysteme (EN 353-1:2014) wurde laut MSA im Oktober 2014 veröffentlicht und enthält im Vergleich zur EN 353-1:2002 viele Änderungen für mitlaufende Auffanggeräte. MSA investiere kontinuierlich in die Prüfung seiner Produkte. Bei der Durchführung von Funktionsprüfungen am LadderLatch und TowerLatch nach Vorbehandlung mit Kälte habe das Unternehmen ein Problem mit der Norm in der Ausgabe von 2014 festgestellt.

Simon Platzer, Leiter der Geschäftsentwicklung für Absturzsicherung, CER, sagt: "Die Prüfung schrieb vor, das mitlaufende Auffanggerät in Wasser einzutauchen und anschließend einer Temperatur von -30 Grad Celsius auszusetzen. Leider entsprach dies nicht den realen Arbeitsbedingungen, sodass bei der Normungsbehörde eine Korrektur beantragt wurde."

Neue Verordung in Kraft getreten

Das Ergebnis dieser Korrektur ist die Veröffentlichung der EN 353-1:2018, berichtet MSA. Die neue Norm ist jetzt in Kraft getreten. Am 21. April 2018 wurde die neue Verordnung 2016/425 über persönliche Schutzausrüstung wirksam, und MSA gibt bekannt, dass seine mitlaufenden Auffanggeräte nach der PSA-Verordnung in Verbindung mit der Prüfung nach EN 353-1:2018 die EU-Baumusterzulassung erlangten.

Das EU-Baumusterprüfverfahren für die EN 353-1:2018 beinhaltet laut MSA eine Reihe dynamischer Prüfungen, die alle Eventualitäten abdeckten und alle Ausrüstungsteile für Arbeiten in der Höhe prüften. Dazu gehörten:

  • Dynamischer Leistungstest – Prüfung der maximalen Auffangkraft
  • Funktionsprüfung nach Vorbehandlung mit Kälte – Überprüfung der Verriegelungsfunktion bei Kälte
  • Mindestabstandsprüfung – Simuliert einen Absturz des Benutzers in der Nähe der beweglichen Führung
  • Rückwärts-Absturzprüfung – Simuliert einen Absturz des Benutzers nach hinten und hinunter
  • Führungshalterprüfung – Prüfung der Festigkeit von Halterung und beweglicher Führung sowie der Verriegelungsfunktion des Auffanggeräts im Fall eines Absturzes
  • Seitwärts-Absturzprüfung – Simuliert einen Absturz des Benutzers in seitlicher Richtung
  • Schrägwinkeltest – Prüfung der Verriegelungsfunktion des Auffanggeräts bei nach vorne und zur Seite geneigter beweglicher Führung
  • Statische Festigkeitsanforderungen – Prüfung der Gesamtfestigkeit des Systems

"Als Wegbereiter bewährter Methoden und Prozesse für Ausrüstungen zur Arbeit in der Höhe sind wir natürlich froh, dass wir zur Etablierung eines robusten Normerfüllungsprozesses beitragen konnten. Wir sind davon überzeugt, dass wir wieder einmal die Normen übertreffen, die zur Sicherheit der Benutzer unserer Produkte für Arbeiten in der Höhe beitragen", sagt Platzer.

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