Sonnenschutztechnik -

Darauf müssen Sie als Monteur achten Antriebe für textile Systeme

Bei textilem Sonnenschutz ist die Schonung des Tuchs besonders wichtig, vor allem kräftige Windböen beanspruchen das Material erheblich. Aus diesem Grund sind Antriebe für diese Sonnenschutz-Lösungen eine besondere Herausforderung.

Bei Antrieben für textilen Sonnenschutz ist Feingefühl gefragt. Von Geiger gibt es spezielle Antriebe für Screens und Markisen. "Die Herausforderungen bei Markisen liegen in der Schonung des Tuchs, um Fischgrätmuster und wellige Säume zu vermeiden", sagt Dr. Marc Natusch, Geschäftsführer von Geiger. Bei Screens sei darauf zu achten, dass Antriebe bei Wind den Behang sicher nach oben bewegen. Zudem würden Zip-Systeme eine Hinderniserkennung benötigen, um beispielsweise Beschädigungen durch ein Auflaufen auf einen Blumentopf zu vermeiden.

Schutz bei Wind

Für Geiger sind Antriebe für den textilen Sonnenschutz ein Schwerpunkt in der Entwicklungsarbeit geworden. Neben den Raffstores stehen Markisen, Screens und Zip-Systeme im Fokus. Dazu bildete sich laut Natusch eine Fachgruppe Textiler Sonnenschutz, die Kunden bei der Auswahl der geeigneten Antriebe umfassend unterstützt. Die Markisenantriebe von Geiger verfügen laut Natusch über eine Soft-Close-Funktion und eine Powertronic, mit der sich die Motoren an die Schließkraftbedürfnisse der jeweiligen Markisenanlage anpassen. Mit den Antrieben Easy-Screen bedient das Unternehmen den Markt der außen liegenden Screenanlagen, die bei Windexposition sicher nach
oben fahren. "Hier haben wir erkennen müssen, dass Screenanlagen, die nicht mit einer Zip-Führung ausgestattet sind, eine besondere Intelligenz benötigen, um bei Wind nicht zerstört zu werden", erklärt Natusch.

Bei Wind registriere die Dual-Stop-Control präzise die Position, an der ein Hindernis oder eine Windböe den Behang gestoppt hat. Durch wiederholtes Anfahren dieser Position erkenne der Antrieb, ob das Hindernis noch den Fahrtweg versperrt oder ob es doch nur ein Windstoß war. In Ab-Richtung stoppe der Behang zudem sensibel. "Da reicht bereits ein Sektkelch im Weg aus, der dabei aber nicht zu Bruch geht", schildert der Geiger-Geschäftsführer. Darüber hinaus verfügen die Antriebe über einen Behanglängenausgleich. "Die Elektronik erkennt Tuchveränderungen durch eine exakte Messung der Endlagen", berichtet Natusch. Trete eine Differenz auf, korrigiere der Antrieb die Endlagen und sorge auf diese Weise für eine optimale Schließung der Anlage, ohne Überbeanspruchung des Behangs und Verschiebung der Endlagen.

Präzise Montage nötig

Eine einheitliche Montage für textilen Sonnenschutz ist laut Natusch nicht möglich: "Jede Anlage, ob Markise oder Screens mit Zip-Führung, hat ihre Eigenarten." Daher gelte: Je präziser die Montage, desto besser funktioniert der Behang und umso länger behält er seinen Wert. Bei Screens mit Zip-Führungen seien die rechtwinklige Montage, eine saubere Ausrichtung der Anlage und des Endstabgewichts sowie die richtige Dimensionierung des Antriebs unabdingbar.

Falls es für den Monteur nötig ist, die Endlage zu ändern, gibt es je nach Anwendung und eingesetztem Antrieb unterschiedliche Wege, sie zu korrigieren oder neu einzustellen. "Bei Markisen wird, wie z.B. bei unseren Qi-Antrieb, der Motor mittels des vorhandenen Bedienschalters oder der Fernbedienung in den Lernmodus versetzt und die äußere
Endlage kann neu eingestellt werden", sagt Natusch.

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