Die Bauarbeiten am Firmensitz des Herstellers Schlotterer in Adnet im Salzburger Land können entgegen der Planung nicht beginnen, weil noch nicht alle Genehmigungen vorliegen. Das teilte die IFN-Firmengruppe mit, zu der Schlotterer gehört.

Laut IFN liegen inzwischen die meisten Bewilligungen der Behörden vor, nur eine stehe noch aus. Das sagte IFN-Finanzvorstand Johann Habring bei der Bilanzpressekonferenz am Sitz der Firmengruppe in Traun bei Linz.
Eigentlich sollten die Bauarbeiten in diesem Jahr beginnen, teilt Schlotterer auf der Website mit. Mit dem Bau der Zufahrtsstraße soll den Angaben zufolge nun im Herbst 2025 und mit dem Gebäude im Sommer 2026 begonnen werden. Die Inbetriebnahme des Werks III soll Anfang 2029 erfolgen, heißt es.
Geplant ist eine Halle mit einer Gesamtfläche von rund 21.000 Quadratmeter.
Marktführer in der Alpenrepublik
Schlotterer ist laut IFN der österreichische Marktführer für außen liegenden Sonnenschutz. "Schlotterer hat durch den kontinuierlichen Ausbau des Firmenstandortes in Adnet und Investitionen in umfangreiche Digitalisierungsmaßnahmen seine Entwicklung zum Hightech-Unternehmen in den letzten Jahren kontinuierlich vorangetrieben", heißt es in einer IFN-Mitteilung.
Über IFN
Die IFN-Unternehmensgruppe versteht sich als Netzwerk für Komplettlösungen rund um Fenster, Türen, Fassaden und Sonnenschutz. Der Markenverbund, bestehend aus den Unternehmen Internorm, Schlotterer, GIG und Topic, alle mit Sitz in Österreich, HSF aus der Slowakei, Kastrup und Skanva aus Dänemark, Skaala aus Finnland sowie Neuffer mit Sitz in Deutschland, bietet spezielle Lösungen für die intelligente Gebäudefassade.
Schlotterer hat im Geschäftsjahr 2023 13 Prozent weniger Umsatz erzielt als 2022. Die gesamte IFN-Firmengruppe erreichte 2023 einen Umsatz von 841 Millionen Euro. Das entsprach einem Rückgang um 2,4 Prozent im Vergleich zu 2022.
Die Umsatzentwicklung im IFN-Netzwerk variierte 2023 bei den Unternehmen: Internorm legte sogar um ein Prozent zu, der slowakische Spezialist für Kunststoff- und Aluminiumprodukte HSF blieb mit einem Minus von zwei Prozent ebenfalls stabil. Das deutsche Unternehmen Neuffer Fenster + Türen ist seit Anfang 2022 Teil des IFN- Netzwerks und steigerte den Umsatz um 55 Prozent.
GIG, der oberösterreichische Fassadenspezialist, steigerte die Betriebsleistung um 44 Prozent. Der finnische Fensterbauer Skaala verzeichnete den Angaben zufolge einen Umsatzrückgang um zehn Prozent. Kastrup, Spezialist für den skandinavischen Markt, verbuchte im vergangenen Geschäftsjahr ein Umsatzminus von 23 Prozent, bei der Haustüren-Manufaktur Topic waren es 24 Prozent.