Breitere Geschäftsaufstellung Grewa und Selve: Gemeinsam durch schwierige Zeiten

Grewa Sonnenschutzsysteme hat vor zwei Jahren einen Generationswechsel vollzogen – mitten in einer schwierigen Marktphase. Wie der Komplettanbieter sein Produktportfolio gezielt weiterentwickelt und welche Rolle die Partnerschaft mit Selve dabei spielt.

Michael Wilmering (li.), Prokurist von Grewa wird, von Selve-Vertriebsprofi Tim Fahrenholz betreut und beraten. - © Selve

Die Unternehmensnachfolge gehört zu den zentralen Herausforderungen für Fachbetriebe der Rollladen- und Sonnenschutzbranche. Bei Grewa mit Sitz im niedersächsischen Lengerich stellte die Eigentümerfamilie frühzeitig die Weichen: Seit Herbst 2024 führen Pia Wilmering als Geschäftsführerin und Michael Wilmering als Prokurist den Konfektionär und Komplettanbieter. Der Betrieb blieb damit in Familienhand – doch die Übernahme fiel in eine Phase, die der gesamten Branche erhebliche Schwierigkeiten bereitete.

Das Marktumfeld bleibt nach Angaben des Unternehmens anspruchsvoll: Die Auslastung ziehe zwar wieder spürbar an, doch die Erträge stünden unter Druck, der Wettbewerb nehme zu und die Aufträge seien hart umkämpft. Hinzu kamen rückläufige Umsätze und der Verlust von Fachkunden durch Insolvenzen seit dem Jahr 2024. "Trotz aller Herausforderungen haben wir viel bewegt und erreicht", sagen Pia und Michael Wilmering mit Blick auf die vergangenen zwei Jahre. Unterm Strich habe der Fachbetrieb seine positiven Zahlen gehalten und zusätzliche Kunden gewonnen.

Breitere Aufstellung bei Screens und Raffstoren

Ein bloßes Weiter-so kam für das Führungsduo nicht in Frage. Stattdessen setzte Grewa auf eine gezielte Erweiterung des Produktportfolios. "Durch neue Lösungen und eine verstärkte Aufstellung bei Raffstoren und Screens konnten wir uns neue Bereiche und zusätzliche Fachkunden erschließen", berichten die beiden. Diese Sonnenschutzsysteme liefert der Betrieb stets vorkonfektioniert inklusive Antriebs- und teils Steuerungstechnik aus. Künftig sollen Screens und Raffstoren noch stärker in den Mittelpunkt rücken, da das Führungsduo eine wachsende Nachfrage verzeichne.

In den drei Produktionshallen in Lengerich entstehen darüber hinaus einbaufertige Rollläden, Rollladenkästen sowie maßkonfektionierte Vorbau- und Aufsatzelemente. "Auch hier ist die Umsatzentwicklung stabil, aber nicht auf dem Niveau vor 2024", erläutert Michael Wilmering. Ein Schwerpunkt liege auf Neubauaufsatzkästen: Grewa biete eine große Vielfalt verschiedener Fabrikate an – sowohl stabile als auch schlanke Lösungen.

Selve als starker Partner in schwierigen Zeiten

In den Rollläden werden zahlreiche Produkte von Selve verbaut, darunter SE-pro- und Funk-Antriebe sowie diverse Rollladenbauteile. Auch bei Funktechnik und SmartHome-Anwendungen greife Grewa auf Unterstützung des Lüdenscheider Herstellers zurück – von passgenauen Produkten bis hin zu fundierter Hilfestellung.

Für schwierige Marktphasen braucht es nach Einschätzung des Unternehmens effektive Partner. Grewa verstärkte sich deshalb mit einem eigenen Außendienstler und profitiert gleichzeitig von der Zusammenarbeit mit Selve-Vertriebsprofi Tim Fahrenholz. Der Key Account Manager unterstützte das Führungsduo mit Produktexpertise, informierte über Trends und gab Hinweise für Zusatzumsätze. "Wir haben gemeinsame Verkaufsaktionen gestartet, Schulungen mit Monteuren sowie Fachkunden gemacht oder auch professionelle Social-Media-Posts zu Commeo 2.0 auf den Weg gebracht", sagt Fahrenholz.

Solar als Wachstumsfeld

Zum erweiterten Portfolio gehöre inzwischen auch das Thema Solar. "Das ist ganz klar ein wichtiger Branchentrend", betont Fahrenholz. Selve biete hier eine einfach montierbare, vollständig autarke Lösung an. Nach ersten Erfahrungen von Grewa in diesem Bereich plane man demnächst spezielle Solar-Verkaufsaktionen.

Grewa trägt mit seinem 18-köpfigen Team die Verantwortung für zirka 350 Fachkunden, die dem Komplettanbieter hohe Qualitätsansprüche, flexible Umsetzung individueller Wünsche und schnelle Lieferzeiten zuschreiben. Dass Pia und Michael Wilmering diese Herausforderung neben der Betreuung zweier kleiner Kinder meistern, unterstreicht den Einsatz, mit dem das Ehepaar den Familienbetrieb in die Zukunft führt.