BVRS rückt Insektenschutz in den Fokus Warum Fachbetriebe jetzt über Insektenschutz sprechen sollten

Steigende Temperaturen, längere Sommer und häufigere Starkregenereignisse lassen wirksamen Insektenschutz an Fenstern und Türen immer wichtiger werden. Der Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS) sieht deshalb einen wachsenden Beratungsbedarf für das Fachhandwerk und positioniert baulichen Insektenschutz als präventive Maßnahme an der Gebäudehülle.

Fachbetriebe des Rollladen- und Sonnenschutzhandwerks planen passende Insektenschutzlösungen für Neubau und Bestand und montieren sie fachgerecht.
Fachbetriebe des Rollladen- und Sonnenschutzhandwerks planen passende Insektenschutzlösungen für Neubau und Bestand und montieren sie fachgerecht. - © BVRS

Der Klimawandel verändert die Lebensbedingungen für Stechmücken in Deutschland – und damit auch die Anforderungen an den Insektenschutz an Fenstern und Türen. Längere Hitzeperioden und mehr stehende Gewässer schaffen günstige Bedingungen für einheimische wie invasive Mückenarten, was Folgen für die Gesundheit und die Wohnqualität hat. Der Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz (BVRS) rückt deshalb den baulichen Insektenschutz als Bestandteil der Gesundheits- und Klimavorsorge in den Mittelpunkt.

Wärmeres Klima lässt Mückenpopulationen wachsen

Von den steigenden Temperaturen profitieren dem BVRS zufolge sowohl die einheimische Hausmücke (Culex pipiens) als auch invasive Arten wie die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus) und die Koreanische Buschmücke (Aedes koreicus). Diese Arten breiten sich zunehmend in siedlungsnahen Gebieten aus und nutzen selbst kleine Wasseransammlungen in Gärten und auf Balkonen als Brutplätze. Die Tigermücke gelte als tagaktive, besonders stechfreudige Art, die einfach in Wohn- und Schlafbereiche gelange. Culex-Mücken stechen hingegen vor allem nachts und dringen häufig durch gekippte oder offene Fenster in Schlafräume ein.

Höhere Temperaturen und längere Wärmeperioden ermöglichen nach Angaben des Bundesumweltministeriums und des Robert Koch-Instituts (RKI) mehr Mückengenerationen pro Jahr und halten Erreger länger aktiv. Das Risiko mückenübertragener Erkrankungen wie West-Nil-Fieber, Dengue oder Chikungunya steige damit potenziell an. Selbst eine Übertragung bestimmter Malariaformen durch heimische Anopheles-Mücken sei unter veränderten Klimabedingungen zukünftig denkbar.

"Potenziell gefährliche Stechmücken sind eine unmittelbare Folge des Klimawandels. Deswegen muss baulicher Insektenschutz an Fenstern und Türen noch stärker in den Fokus der Klimavorsorge rücken", sagt Simon Schmid, Hauptgeschäftsführer des BVRS. Wer sich wirksam schützen wolle, brauche eine dauerhafte Barriere an der Gebäudehülle.

Insektenschutz ergänzt die Klimavorsorge am Gebäude

Sowohl Hauseigentümer als auch Mieter benötigen nach Einschätzung des BVRS Lösungen, um Mücken dauerhaft aus Wohnräumen fernzuhalten. Professioneller Insektenschutz ermögliche es, in warmen Nächten auch bei geöffnetem Fenster ungestört zu schlafen. Für die Bewohner bedeute das weniger Belästigung, einen besseren Schutz vor gesundheitlichen Risiken durch Insektenstiche und einen geringeren Bedarf an Sprays sowie anderen chemischen Abwehrmitteln.

"Insektenschutz ist mehr als ein Komfortdetail. Er schützt die Gesundheit, verbessert die Wohnqualität und ergänzt die Klimavorsorge am Gebäude", sagt Schmid.

Chancen für die Kundenberatung im R+S-Fachbetrieb

Der BVRS sieht in dieser Entwicklung konkrete Ansatzpunkte für die Kundenberatung: Rollladen- und Sonnenschutz-Fachbetriebe können und sollten sich damit als erste Adresse für Klimavorsorge am Gebäude positionieren. Insektenschutz sei nicht länger nur eine Frage des Komforts, sondern Teil der Gesundheitsvorsorge im Wohnumfeld.

Ein entscheidendes Argument im Kundengespräch stellt dem Verband zufolge die Maßarbeit dar. Insektenschutz vom Fachbetrieb bedeute passgenaue, dichte Lösungen für Fenster und Türen. Robuste Gewebe halten Sonne und Witterung dauerhaft stand. Systeme vom Fachbetrieb unterscheiden sich damit deutlich von einfachen Standardrahmen und provisorischen Lösungen – und bieten einen besseren und langfristigen Schutz vor Insekten. Über die Fachbetriebssuche des BVRS finden Eigentümer und Mieter qualifizierte Adressen in ihrer Region.