Tang-Jensen zur Philosophie beim Marktführer Velux-CEO: "Wir wollen als Unternehmen ein Vorbild sein"

Velux feiert in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag. Pünktlich zum Jubiläum erzielte der Konzern einen Rekord bei Umsatz und Gewinn. Dennoch sei es nicht das vorrangige Ziel von Velux, einen möglichst hohen Profit zu erwirtschaften, erläutert CEO Jørgen Tang-Jensen.

Velux-CEO Jørgen Tang-Jensen blickt entspannt in die Zukunft. - © Metzger

Ein Dachfenster zu entwickeln, das in jeder Hinsicht so gut sein sollte wie das beste Vertikalfenster: Dieses Ziel hatte sich Velux 1942 gesetzt. Zirka 75 Jahre später scheint die Qualität der Velux-Fenster über jeden Zweifel erhaben, wie CEO Jørgen Tang-Jensen mit einem Augenzwinkern erläutert: "Auf einer Messe in den USA hat ein Fensterhersteller damit geworben, er wolle ein Fenster bieten, das so gut sei wie das beste Dachfenster."

Nutzen für die Gesellschaft

Tatsächlich hat sich die Zielsetzung des Unternehmens über die Jahrzehnte hinweg geändert. Seit 2005 ist es der Anspruch von Velux, Entwicklungsführer zu sein, wenn es darum geht, den Wohnraum über das Dach mit Tageslicht und Frischluft zu verbessern. "In den Augen unserer Kunden wollen wir dabei als bestes Unternehmen gelten“, sagt Tang-Jensen. Unterworfen sind die Geschäftsaktivitäten dabei der 1965 niedergeschriebenen Leitlinie, Produkte anzubieten, die der Gesellschaft einen Nutzen bringen. "Wir wollen als Unternehmen ein Vorbild sein."

Langfristige Planung statt des schnellen Profits

Die Strategie scheint aufzugehen. 2015 erzielte die VKR Holding, zu der Velux gehört, einen Rekord bei Umsatz und Gewinn. Der Umsatz lag bei 2,4 Milliarden Euro, der Gewinn bei 268,7 Millionen Euro. Für den Erfolg verantwortlich ist laut Tang-Jensen auch die Konzernstruktur. Die VKR Holding befindet sich maßgeblich in Besitz zweier gemeinnütziger Stiftungen, die Velux-Gründer Villum Kann Rasmussen ins Leben gerufen hat, um den Gesellschaften, in denen Velux tätig ist, etwas zurückzugeben. "Es geht uns nicht um den schnellen Profit. Die Planung erfolgt sehr langfristig", sagt Tang-Jensen. Priorität in der täglichen Arbeit habe das Ziel, der Unternehmensvision zu folgen.

Für die Zukunft sieht der CEO Velux gut aufgestellt, zahlreiche Wachstumsmöglichkeiten seien vorhanden: So steige u.a. der Bedarf an Lösungen, die den Energieverbrauch von Gebäuden senken. Velux bietet dafür unterschiedliche Produkte, wie z.B. das neue Modulare Oberlicht-System. Ferner stecke viel Potenzial in der Sanierung von Bestandsgebäuden.

Mehr zur Unternehmensstrategie von Velux, ein Kurzinterview mit CEO Jørgen Tang-Jensen sowie einen Referenzbericht zum Modularen Oberlichtsystem lesen Sie in der Doppelausgabe November-Dezember der sicht+sonnenschutz, die am 18. November erscheint.