Der Sonnenschutzhersteller Valetta investiert in den Ausbau seines Standorts in Linz. Das Ziel ist es, mit einer zeitgemäßen Fertigungsstätte langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben – und die Wertschöpfung konsequent in Oberösterreich zu belassen.

Valetta hat am 21. Juli 2026 den Spatenstich für die Erweiterung und Kernsanierung seiner Produktionshalle gesetzt. Das Familienunternehmen steckt nach eigenen Angaben zirka sieben Millionen Euro in das Vorhaben. Bis Ende 2027 sollen zirka 10.000 Quadratmeter neue und sanierte Nutzfläche entstehen – insgesamt stehen dann zirka 16.000 Quadratmeter Produktions- und Logistikfläche zur Verfügung. Die beiden Geschäftsführer Andreas und Christian Klotzner gaben Einblicke in das Projekt.
"Mit der Erweiterung unseres Produktionsstandorts setzen wir ein klares Bekenntnis zu Linz und zu Oberösterreich als Industriestandort. Mehr als sechs Jahrzehnte fertigen wir hier langlebige Sonnenschutzsysteme – diese Investition schafft die Grundlage dafür, unsere Produktion noch effizienter zu machen und gleichzeitig Arbeitsplätze langfristig zu sichern", sagt Andreas Klotzner. Vizebürgermeisterin Merima Zukan und Leo Jindrak, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ) begleiteten den Festakt.
Betrieb läuft während der Bauphase weiter
Das bestehende Gebäude durchläuft in den kommenden 16 Monaten eine umfassende Kernsanierung. Der Betrieb laufe während der gesamten Bauphase weiter – präzise geplant, um Lieferzeiten und Qualität nicht zu beeinträchtigen. Das Vorhaben verbindet bauliche Erneuerung mit ökologischen Maßnahmen: Hochwertige Wärmedämmung, energieeffiziente Gebäudetechnik, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und eine verbesserte Tageslichtnutzung in der Produktion sollen das Gebäude nachhaltiger machen. Valetta modernisiert die Fassade, vergrößert bestehende Fenster und bringt die gesamte technische Infrastruktur auf den aktuellen Stand.
Besonderes Augenmerk legt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die Arbeitsbedingungen für die Belegschaft: Ein neu gestalteter Innenhof, großzügige Sozialräume mit zirka 170 Quadratmeter – inklusive Küche, Garderoben und Duschen – sowie ein klimatisierter Pausenbereich mit Außenzone gehören zum Konzept. „Als Familienunternehmen tragen wir Verantwortung – für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für unsere Kunden und für den Standort", sagt Christian Klotzner. Die Produktionsstätte sei so ausgelegt, dass Valetta die Kapazität bei Bedarf verdoppeln könne.
Zip-Systeme als Wachstumstreiber
Der klimatische Wandel verändert nach Einschätzung von Valetta den Markt für Sonnenschutz grundlegend. Besonders Zip-Fenstermarkisen und Zip-Beschattungssysteme verzeichneten eine stark wachsende Nachfrage: windstabil, energieeffizient und ästhetisch anspruchsvoll, seien sie die Antwort auf immer heißere Sommer und steigende Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz in Wohn- und Gewerbegebäuden. Im Zuge des Umbaus entsteht für diese Produktgruppe eine eigens angepasste Produktionsumgebung mit komplett neu aufgestellten Prozessen, die Qualität und Liefergeschwindigkeit gleichermaßen steigern sollen.
"Die Zukunft des Sonnenschutzes liegt in intelligenten, energieeffizienten Lösungen. Besonders im Bereich der Zip-Systeme sehen wir enormes Marktpotenzial. Mit der Erweiterung unserer Kapazitäten können wir diesen Bereich gezielt ausbauen", sagt Andreas Klotzner. Damit biete Valetta Lösungen, die Komfort, Energiebilanz und Klimaschutz gleichermaßen verbesserten.
Digitale Werkzeuge für den Fachhandel
Parallel zum Ausbau der Fertigungskapazitäten treibt Valetta auch die digitale Transformation voran. Mit dem hauseigenen Produktkonfigurator visualisieren Interessierte nach Herstellerangaben einfach und rasch den individuell auf sie abgestimmten Sonnenschutz. Ab August 2026 ergänze ein Technikkonfigurator dieses Angebot: Damit ließen sich technische Zeichnungen individuell konfigurieren und direkt als DWG- oder PDF-Datei herunterladen – ein Mehrwert für den Fachhandel und planende Fachleute. Solche Werkzeuge seien Teil der strategischen Ausrichtung der dritten Generation.
Familienunternehmen seit mehr als 65 Jahren
Seit der Gründung im Jahr 1960 hat sich Valetta vom Hersteller einfacher Sonnenschutzprodukte zu einem Industrieunternehmen mit nationaler und internationaler Präsenz entwickelt. Zirka 210 Beschäftigte arbeiten am Standort Linz. Sie entwickeln, produzieren und vertreiben jährlich zirka 220.000 Einheiten – darunter Raffstores, Rollläden, Markisen, Insektenschutz, Jalousien, Rollos und Objektlösungen. Der Jahresumsatz liegt nach Unternehmensangaben bei zirka 37 Millionen Euro. Mit der dritten Generation rücken Digitalisierung, automatisierte Produktionsprozesse und digitale Vertriebswerkzeuge stärker in den Mittelpunkt.
