Der Markt für außen liegenden Sonnenschutz wuchs in Österreich im Jahr 2021 rasant. Rollläden werden zunehmend durch Jalousien und Raffstores ersetzt, das zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie zu Beschattungssystemen des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com.

Rasch steigende Preise bescherten dem Markt für Außenbeschattungen im vergangenen Jahr ein ungewöhnlich starkes Umsatzplus. Laut aktuellem Branchenradar Sonnenschutzsysteme in Österreich wuchs der Herstellerumsatz im Jahr 2021 um 11,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 256,3 Millionen Euro.
Wachstum war zu 70 Prozent preisgetrieben
Das Wachstum war zu zirka siebzig Prozent preisgetrieben. Zuwächse gab es in allen Produktgruppen. So stieg im Vergleich zum Jahr davor der Umsatz etwa mit Außenjalousien und Raffstores um 13,4 Prozent, mit Gelenkarmmarkisen um 15,8 Prozent und mit Wintergartenbeschattungen um 29,2 Prozent. Vergleichsweise flach entwickelte sich hingegen das Geschäft mit Rollläden und Vertikalmarkisen, nicht zuletzt weil die Nachfrage stagnierte und das Erlösplus ausschließlich auf die Teuerung zurückzuführen war.
Bei Rollläden lag der Preisauftrieb bei zirka sechs Prozent, bei Vertikalmarkisen bei zwei Prozent gegenüber Vorjahr. Vertikalmarkisen fehlten zweifelsohne die Wachstumsimpulse aus dem Nicht-Wohnbau, der sich durch die coronabedingten Bauverzögerungen vielerorts erst in der Rohbauphase befand. Der Markt für Rollläden litt unter der zunehmenden Kannibalisierung durch Jalousien bzw. Raffstores, insbesondere im Eigenheimsektor. Zwischen 2015 und 2021 sank der Absatzanteil um zirka sechs Prozentpunkte.
Schlotterer, Warema und Markilux Marktführer
Auf Anbieterebene unterschieden sich die Kräfteverhältnisse in den einzelnen Produktgruppen zum Teil markant. Bei Jalousien, Raffstores und Rollläden führte Schlotterer den Markt an, bei Vertikalmarkisen Warema und bei Gelenkarmmarkisen und Wintergarten-Beschattung Markilux .