Im Jahr 2024 verschlechterte sich die Konjunktur für außen liegenden Sonnenschutz in Deutschland ein weiteres Mal. Neben einem erkennbar schwächelnden Neubau sank auch das Ersatzgeschäft signifikant. Das zeigt eine aktuelle Marktstudie zu Beschattungssystemen von Branchenradar.

Die Herausforderungen für Hersteller von Sonnenschutzsystemen wurden im vergangenen Jahr nicht weniger. Laut aktuellem Branchenradar Sonnenschutzsysteme in Deutschland schrumpfte im Jahr 2024 der Herstellerumsatz um 12,0 Prozent gegenüber Vorjahr nach einem Minus von 15 Prozent im Jahr 2023. Insgesamt wurden somit im letzten Jahr nur noch knapp 1,06 Milliarden Euro mit Außenverschattungen umgesetzt. "Dass es im Neubau schwierig wird, war allen bewusst", fasst Andreas Kreutzer, Studienautor und Geschäftsführer von Branchenradar.com Marktanalyse die Stimmung in der Branche zusammen. "Doch dass auch das Ersatzgeschäft weiter erodiert, ließ so manchen verzweifeln."
Klimaschutz: Den Nutzen von Sonnenschutz stärker kommunizieren
Mit nur noch 615 Millionen Euro wurden zuletzt mehr als 210 Millionen Euro weniger umgesetzt als noch 2023. Im Jahresvergleich sanken die Ersatzinvestitionen nochmals um nahezu sieben Prozent – seit 2022 um atemberaubende 27 Prozent. "Die negativen Folgen der Erderwärmung sind zwar in aller Munde. Wachstumsimpulse für außen liegenden Sonnenschutz resultieren daraus aber nicht", so Kreutzer. Aus seiner Sicht sollten Hersteller den Nutzen von Sonnenschutzsystemen stärker in diesem Kontext kommunizieren. Die Politik wäre gut beraten, sie mit einer effektiven Förderpolitik dabei zu unterstützen.