Sonnenschutz ab Werk: Vorkonfektionierte Zarge spart Zeit

Somfy hat auf der FENSTERBAU FRONTALE eine intelligente Sonnenschutzzarge für Wärmedämmverbundsysteme vorgestellt, die im Zusammenarbeit mit drei weiteren Unternehmen entstanden ist. Warum das System besonders für Fensterbauer interessant ist, die bisher vor automatisierter Beschattung zurückschreckten, erfahren Sie hier.

Vorgefertigt, passgenau, zeitsparend: Die Sonnenschutzzarge wird komplett vormontiert auf die Baustelle geliefert und direkt in das WDVS eingesetzt.

Maxit, Folgner, Hilzinger und Somfy bringen gemeinsam eine intelligente Sonnenschutzzarge auf den Markt, die bereits vollständig vorkonfektioniert auf der Baustelle ankommt. Das System vereint Fenster, Zarge, Sonnenschutz und Antriebstechnik in einem aufeinander abgestimmten Gesamtkonzept und eignet sich sowohl für Neubauprojekte als auch für serielle Sanierungen in Verbindung mit Wärmedämmverbundsystemen (WDVS).

Vormontage reduziert Schnittstellenprobleme

Die Besonderheit liegt in der Vorfertigung: Maxit liefert die Sonnenschutzzarge passgenau für das jeweilige WDVS vormontiert. Im Rahmen der Dämmarbeiten wird sie direkt vor das außenbündig am Mauerwerk montierte Fenster aufgesetzt. Das zugehörige Sonnenschutzmodul von Folgner – mit Rollladen, Raffstore oder Zip-Screen ausgestattet – kommt inklusive Somfy-Antrieb auf die Baustelle und wird in die vorbereitete Zarge eingeschoben.

Der Ansatz zielt darauf ab, Abstimmungsprobleme zwischen verschiedenen Gewerken zu vermeiden. Statt aufwändiger Koordination gibt es ein definiertes System, das technisch ineinandergreift. Nachträgliche Anpassungen und Haftungsrisiken sollen sich dadurch deutlich reduzieren.

Solarantrieb macht Elektriker überflüssig

Das System nutzt den solarbetriebenen Antrieb RS100 Solar io von Somfy. Ein Anschluss durch den Elektriker entfällt damit. Oliver Rilling, Leiter Strategische Initiativen und Partnerschaften bei Somfy, sieht darin eine Chance für Fensterbauer: "Bei den Fensterbauern liegt die Verkaufsquote für automatisierte Beschattung beispielsweise bei gerade einmal zehn bis 15 Prozent im Vergleich zu 45 Prozent bei den Sonnenschutzspezialisten. Viele Betriebe scheuen bisher den Verkauf, um mögliche Komplikationen zu vermeiden, die zwischen den Gewerken entstehen können." Mit der neuen Sonnenschutzzarge können Fachbetriebe nach seinen Angaben ein komplettes System aus Fenster, Sonnenschutz und Automatisierung als Ganzes verkaufen – und auch montieren. Sie setzen damit eine intelligente, klimawirksame Lösung bei ihren Kunden um.

Vorteile bei serieller Sanierung

Besonders in der seriellen Sanierung soll sich der hohe Vorfertigungsgrad auszahlen: Montage- und Gerüstzeiten verkürzen sich, Bauabläufe werden planbarer, Nacharbeiten minimiert. Gleichzeitig verbessere sich die energetische Qualität der Gebäudehülle. Für Wartungsarbeiten lässt sich das Beschattungsmodul komplett herausnehmen und entweder vor Ort reparieren oder in der Werkstatt eines Montagebetriebs instandsetzen.

Die vier Unternehmen begründen die Entwicklung mit steigenden Anforderungen an sommerlichen Hitzeschutz und Energieeffizienz. Außen liegender Sonnenschutz fange die Wärme bereits an der Gebäudehülle ab, bevor sie ins Innere gelange – eine Alternative zur energieintensiven Klimaanlage.