Zehn Teilnehmer aus fünf Nationen haben das erste Smartshell-Jahrestreffen Anfang Juni am Aschenbrenner Haus in den Tiroler Bergen zu einem Europa-Gipfel des energieeffizienten Bauens gemacht; Organisator und Veranstaltungsleiter war Franz Freundorfer von Pro Passivhausfenster.

Die von ihm gemeinsam mit dem steirischen Fensterbauer Sepp Lorber ins Leben gerufene Kooperation Smartshell ist eine Weiterentwicklung der Elementehersteller auf allen Kontinenten einschließenden Lizenzpartnerschaft Smartwin, die erstmals über das Fenster hinausgreift; so präsentierte Franz Freundorfer, ein gelernter Schreiner und studierter Ingenieur aus dem oberbayerischen Oberaudorf, auf der zurückliegenden Passivhaustagung in München eine mit 5.000 Euro bezahlbare Lüftungslösung. Gebaut hat den Prototypen der ebenfalls aus Oberaudorf stammende Fensterschreiner Andreas Binder, der neben Lorber ebenso am Aschenbrenner Haus dabei ist wie die Passivhaus-Aktivisten Mare Mitrevica und Janis Mitrevics (Lettland), Richard Hauskrecht und Zimmermann František Adamčák von DetailDom (Slowakei), Passivhausplaner Peter Kozma (Ungarn), der Münchner Architekt Martin Delker und sicht+sonnenschutz-Redakteur Reinhold Kober. Freundorfer verordnet den Teilnehmern zum Start die exemplarische Berechnung ihrer jeweils aktuellen Passivhausprojekte in Gruppenarbeit mit dem nützlichen Onlinetool phquick sowie die Formulierung von neun programmatischen Leitlinien für die künftige Entwicklung von Smartshell.
Smartwin – von China bis in die USA
Dass es sich bei der Veranstaltung auf 1.128 Meter Höhe über Kufstein um das erste Zusammentreffen der Gruppe handelt, kann den regelmäßigen Gewinner des Passivhaus Component Awards und erfolgreichen Fensterentwickler nicht schrecken. "Als wir vor zehn Jahren mit Smartwin angefangen sind, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass wir heute Partner von China bis in die USA haben", sagt der Organisator, der natürlich selbst im Passivhaus daheim ist. Die Projekte gehen der multinationalen Truppe dabei nicht aus: So hat Franz Freundorfer, Geschäftsführer von Pro Passivhausfenster, den Prototypen eines von seinem Sohn für dessen Diplomarbeit selbst entworfenen Brettspiels mit auf die Hütte gebracht, bei dem es – klar – darum geht, Kohlendioxid zu vermeiden. In Zusammenarbeit mit sicht+sonnenschutz-Vertreter Reinhold Kober trainierte die Gruppe am zweiten Tag vor der Videokamera Gesprächssituationen und -führung im Dialog mit Bauherren, Handwerkern und der Presse. Des Weiteren übten die Teilnehmer in zwei Gruppen das Formulieren von Bausteinen für Success Stories zur Illustration bestehender oder noch zu etablierender regionaler Netzwerke.
sicht+sonnenschutz übernahm beim Smartshell-Treffen das Marketingthema und veröffentlicht in seiner Juli-August-Ausgabe eine kompakte Zusammenfassung der Veranstaltung.