Erfolgreiche Weiterentwicklung Selve feiert 160. Jubiläum

Selve blickt auf sein 160. Jubiläum zurück. Wie sich Produktsortiment und Fertigung über die Jahrzehnte entwickelt haben – und welche Treiber die Weiterentwicklung des Komplettanbieters für Rollladen- und Sonnenschutztechnik bestimmen.

Nicht nur die Doppelspitze Christian Hoffmann (li.) und Andreas Böck setzt auf ein hohes Maß an Innovationskraft. Auch Firmengründer Ernst Selve hatte vor 160 Jahren neue Ideen. - © Michael Bahr

Im Jahr 1866 gründete Ernst Selve in Lüdenscheid-Augustenthal ein Unternehmen, das zunächst mit Wasserkraft Draht- und Metallwaren herstellte – darunter Eisendraht, Springfedern, Haken sowie Strick- und Haarnadeln. 160 Jahre später umfasst das Produktsortiment nahezu 6.000 Artikel. Selve hat sich vom Metallwarenproduzenten zum Komplettanbieter für Rollladen- und Sonnenschutztechnik entwickelt und befindet sich mittlerweile in der fünften Generation in Familienhand. Der Hauptsitz liegt nach wie vor am ursprünglichen Gründungsort. Die Ortsbezeichnung Augustenthal geht dem Unternehmen zufolge auf die Gattin und die Schwester des Firmengründers zurück, die beide den Vornamen Auguste trugen.

Von Gurtwicklern bis zu Antriebs- und Steuerungstechnik

Die Wurzeln im Bereich Rollladentechnik reichen bis in die 1920er-Jahre zurück, als Selve erste Gurtwickler fertigte – anfangs noch mit einem Gehäuse aus Gusseisen und in Einzelfertigung von Hand. Seitdem hat das Unternehmen die Gurtwickler-Produktfamilie stetig erweitert und weiterentwickelt. Nach eigenen Angaben ist Selve heute der größte Hersteller und Weltmarktführer im Bereich Rollladentechnik. Seit 1994 verfügt das Unternehmen über eine eigene Motorfertigung, seit dem Jahr 2003 ergänzt ein Programm moderner Steuerungen das Portfolio. Neben mechanischen Bauteilen umfasst das Sortiment leistungsstarke Antriebe und Steuerungen für Rollläden sowie Sonnenschutz. Die Produkte seien auch international stark gefragt.

"Ständige Weiterentwicklung ist der entscheidende Treiber der Selve-Erfolgsgeschichte", sagen die beiden Geschäftsführer Christian Hoffmann und Andreas Böck. "Auf die lange Firmenhistorie und die damit verbundene Kontinuität und Verlässlichkeit ist unser zirka 220-köpfiges Team stolz." Es gelte, die Marktposition des Unternehmens auszubauen und Kunden weiter zu begeistern.

Große Marktnähe, kurze Entscheidungswege

Um die Bandbreite im Rollladen- und Sonnenschutzmarkt bieten zu können, setzt Selve eigenen Angaben zufolge auf mehrere Faktoren: die konsequente Ausrichtung an künftigen Anforderungen, Marktnähe, Umsetzung von Kundenwünschen, kurze Entscheidungswege, eigene Produktentwicklungsabteilungen und schnelle Lieferzeiten. Generationsübergreifendes Denken und verantwortungsvolles Handeln gehörten fest zur Unternehmens-DNA, betont die Geschäftsführung.

Zu den aktuellen Entwicklungen zählen autarke Solar-Lösungen, Notöffnungsantriebe für Zip-Screens, das intelligente System Selve Home 3 sowie bidirektionaler Funk im Steuerungsdesign Commeo 2.0. "Selve bietet alles aus einer Hand und steht für Produkte mit großer Funktionsvielfalt, die für Montagevereinfachung sorgen", betont das Geschäftsführer-Duo. Alles, was die eigenen Entwicklungsabteilungen konzipieren, sei genau auf den jeweiligen Anwendungsbereich abgestimmt; spezifische Kundenanforderungen fließen ein.

Made in Germany und Lean-Fertigung

Mit dem Anspruch Made in Germany verbindet Selve hohe Qualitätsstandards. Sowohl am Hauptsitz in Lüdenscheid als auch im Zweigwerk in Bad Arolsen fertige das Unternehmen seit Jahren nach Lean-Maßgaben. Dies ermögliche die kurzfristige Umsetzung von Kundenwünschen. Zielgerichtete Investitionen in die Produktion bilden nach Unternehmensangaben die Basis dafür.

Hoffmann und Böck möchten die Rollladen- und Sonnenschutzbranche als Vorreiter aktiv mitgestalten – "mit nutzenstiftenden Produkten und immer wieder neuen Lösungen für vielfältige Einsatzbereiche", wie beide unterstreichen.

160 Bäume für die Region

Zum Jubiläum plant Selve eine besondere Aktion: Im April pflanzen Geschäftsführer und Mitarbeiter gemeinsam 160 Bäume in der Region. Die Pflanzaktion dient der Wiederaufforstung von Waldflächen, die durch Trockenheit und Käferbefall geschädigt sind und zuvor primär aus Fichten bestanden. Das Unternehmen setzt damit ein nachhaltiges Zeichen – passend zur Bodenständigkeit und festen Verwurzelung mit dem sauerländischen Standort, die Selve nach eigenen Angaben seit jeher prägen.