Sonnenschutztechnikermeister Moritz Reiser – zwischen Büro und Baustelle: Trotz guter Auftragslage steht die RSR GmbH zunehmend unter Druck. Wie sich der Wasserburger Fachbetrieb in diesem schwierigen Markt behauptet – und warum ein neuer Mitarbeiter aus Palästina für das Team ein echter Gewinn ist.
"Es ist viel zu tun, die Auftragslage ist gut", sagt Moritz Reiser, Geschäftsführer der Wasserburger RSR GmbH, als der sicht & sonnenschutz-Redakteur ihn Anfang Mai am Telefon erreicht. Gleichwohl sei es ein immer härterer Kampf, einen Auftrag zu gewinnen. "Die Endkunden holen mittlerweile deutlich mehr Vergleichsangebote ein. Für uns bedeutet das mehr Aufwand im Büro, da wir mehr Angebote schreiben müssen, bis ein Auftrag zustande kommt", sagt Reiser. Aufgrund des starken Preisdrucks durch Billiganbieter gelinge es dabei immer seltener, die Listenpreise der Hersteller durchzusetzen.
Als wäre der Preiskampf nicht genug, berichtet der R+S-Profi, dass die erwähnten Billiganbieter – darunter Baumärkte – die Dreistigkeit besäßen, ihn und andere Fachbetriebe als Montagedienstleister für ihre Produkte anzufragen, und dies auch noch als vermeintliche Win-win-Situation darstellten. "Das ist schon frech", sagt Reiser und betont die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, die eigenen Produkte zu angemessenen Preisen zu verkaufen. "Wir müssen gewisse Gelder verdienen, um unsere Mitarbeiter zu bezahlen und auch selbst leben zu können."
Apropos Mitarbeiter: Seit mehreren Wochen gehört ein 34-jähriger geduldeter Flüchtling aus Palästina zum RSR-Team, der in seiner Heimat bereits mehr als 15 Jahre in der Fenster- und Sonnenschutzbranche gearbeitet hat. "Er unterstützt uns in der Montage und ist eine große Bereicherung für unser Team", betont der Geschäftsführer.

