
Sonnenschutztechnikermeister Moritz Reiser und sein Team haben den Auftrag erhalten, die Raffstores im sechsten Stock eines Krankenhauses zu warten und abgerissene Texbänder zu erneuern. Eine Aufgabe, die an dem Betriebsinhaber nicht mehr spurlos vorübergeht.
In einem kleinen Korb fährt Moritz Reiser nach oben. Der Teleskoparm des Raupenfahrzeugs, das selbst nicht mehr als 1,80 Meter in der Breite misst, bringt ihn auf die Höhe des sechsten Stockwerks des Krankenhauses. "Diesen Nervenkitzel brauche ich nicht mehr unbedingt", sagt Reiser. Ob es mit dem Alter zu tun hat? Vielleicht liegt es aber auch an der neuen Verantwortung, die er im privaten Bereich trägt: Reiser ist vor Kurzem Papa geworden.
"Das Vatersein ist schön, mit Blick auf die Arbeit ist es aber auch eine Zusatzbelastung", sagt der Geschäftsführer der RSR GmbH. Aktuell mache sich das besonders bemerkbar, da extrem viele Aufträge abzuarbeiten sind. Überhaupt sei das gesamte Jahr sehr gut gelaufen. "Im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr hat sich der Absatz von Terrassendächern verdreifacht", berichtet Reiser. Geholfen habe hier die unbeständige Witterung zu Sommerbeginn. "Wenn das Wetter schlecht ist, ist das gut für den Verkauf von ganzjährig nutzbaren Terrassendächern." Um sich und sein Team zu entlasten, ist der Betrieb auf der Suche nach einem weiteren Monteur. Aktuell besteht RSR aus fünf Personen plus einer Aushilfe.