Ein frischer Wind bei Reflexa Miriam Albrecht: "Eigenständiger durch Produktentwicklungen"

Dreieinhalb Jahre ist es her, dass Miriam Albrecht bei den Reflexa-Werken Albrecht von ihrem Vater Hans Peter, dem Firmengründer, die Verantwortung als Geschäftsführerin übernommen hat. sicht+sonnenschutz-Online hat mit ihr über wichtige Weichenstellungen für das Profil des Unternehmens gesprochen.

Miriam Albrecht und Ingo Legnini
Hatten Zeit für sicht+sonnenschutz-Online: Miriam Albrecht und ihr Stellvertreter Ingo Legnini - © Kober

Zusammen mit ihrem Stellvertreter Ingo Legnini, der sich ebenfalls Zeit nahm für das Gespräch Anfang September, und ihrem Mann Ronald Anich, dem Chef der hauseigenen Entwicklungsabteilung, hat sie, die in Kindertagen noch heute aktive Mitarbeiterinnen bereits im Kinderwagen über das Firmengelände schoben, im bayerisch-schwäbischen Rettenbach längst erkennbar Spuren hinterlassen. Miriam Albrecht verweist nicht ohne Stolz auf Entwicklungsergebnisse wie das Insektenschutzprogramm, die preisgekrönte Designmarkise Aeria und den mit dem Innovationspreis zur R+T ausgezeichneten asymmetrischen Raffstore mit Führungsschiene: "Reflexa will eigenständiger werden. Deshalb sind wir nicht mehr nur Konfektionär", gibt die geschäftsführende Gesellschafterin im Gespräch mit sicht+sonnenschutz-Online klar die Zielsetzung vor.

7.000 Kunden und kein Ende

Klarheit ist überhaupt etwas, was die Führungsspitze des Unternehmens auszeichnet; während andernorts verschwurbelt über Wachstumschancen im Ausland oder den Vertriebsweg Online fabuliert wird, bringt es Ingo Legnini auf den Punkt: "Wir beliefern 7.000 deutsche Schreiner/Tischler, Zimmerer, Fensterbauer, Rollladen- und Jalousiebauer. Und wir glauben, dass wir da noch jede Menge Potenzial haben." Dagegen habe Reflexa nicht die richtigen Produkte, um sie Laien oder beauftragten Hausmeisterservices über Internethändler zugänglich zu machen; zumindest unterstützt der Lieferant etwaige Begehrlichkeiten vonseiten seiner Kunden nicht und untersagt beispielsweise nach Angaben des stellvertretenden Geschäftsführers die Verwendung von Verkaufsunterlagen/Einbauanleitungen mit Reflexa-Copyright für derartige Verwendungszwecke.

Die schönste Zeit

Zwar biete der Vollsortimenter mit einem Umsatz von 40 Millionen Euro und 330 Beschäftigten nicht wie andere Marktführer Betrieben einen Gebietsschutz; dafür sieht sich die Profimarke im bayerisch-schwäbischen Rettenbach im Vorteil, was die Nähe zum Kunden angeht. Je nach Bedarf hat der Bezieher die Optionen, auf einen Aufmaßservice seines Lieferanten zurückzugreifen – abhängig vom Auftragsvolumen bezahlt er dafür 80 oder 200 Euro und lässt sich vom Außendienstler gleich die Bestellung bei Reflexa ausfüllen – oder die Montagekapazitäten des Herstellers mit fünf eigenen Installationstrupps à zwei Mann plus 35 verfügbaren Subunternehmern in Anspruch zu nehmen. Auch die Präsenz auf den großen Messen FENSTERBAU FRONTALE sowie R+T ist gesetzt: "Das ist die schönste Zeit des Jahres", versichert Miriam Albrecht im sicht+sonnenschutz-Online-Talk glaubhaft.

sicht+sonnenschutz veröffentlicht in seiner Oktoberausgabe vom 21.10.16 ein Wortlautinterview mit Miriam Albrecht und Ingo Legnini; auf www-sicht-sonnenschutz.com finden Sie ein Videogespräch mit dem stellvertretenden Geschäftsführer.