Nachhaltige Entwicklungen Hella investiert in neues Lamellendach und Infrastruktur

Mit einem neuen Lamellendach sowie Investitionen in seine drei Produktionsstandorte will Hella die Basis für neues Wachstum legen. So möchte der Sonnenschutzspezialist den prognostizierten Nachfrage-Steigerungen in der Branche, allen voran im Outdoor Living-Segment, zeitnah und nachhaltig gerecht werden.

Hella plant für 2026 den Marktstart eines neuen, modularen Lamellendachs, das in wenigen Wochen bei einem Launch-Event in Stuttgart vorgestellt wird.
Hella plant für 2026 den Marktstart eines neuen, modularen Lamellendachs, das in wenigen Wochen bei einem Launch-Event in Stuttgart vorgestellt wird. - © Hella

Hella treibt im Jahr 2026 sowohl seine Produktentwicklung als auch seine Produktions- und Energieinfrastruktur voran. Das österreichische Familienunternehmen kündigt eine neue Version seines Lamellendachs an und investiert parallel in seine Standorte in Werne, Abfaltersbach und Geislingen.

"Effektiv, individuell anpassbar und nachhaltig – so sollen die Sonnenschutzlösungen der Zukunft sein", formuliert Andreas Kraler, CEO und geschäftsführender Gesellschafter der Hella Gruppe, den Anspruch, den das Lamellendach künftig erfüllen soll.

Modulares Lamellendach mit PV-Option

Die modulare Lösung lässt sich mit Glaselementen ergänzen und schützt so jede Art von Außenbereich vor intensiver Sonneneinstrahlung, Wind und Regen. Optional integriert das gemeinsam mit einem namhaften Designstudio entwickelte Pergola-System Photovoltaik-Elemente auf den Lamellen. Das Modell schließt laut Unternehmen nahtlos an verschiedene Wandkonstruktionen an oder kann freistehend montiert werden. Des Weiteren hebt Hella revisions- und reparaturfreundliche Details hervor, die eine lange Lebensdauer garantieren sollen. Das Produkt-Launch-Event findet in wenigen Wochen in Stuttgart statt.

Diese strategische Stoßrichtung begründet Hella mit aktuellen Marktdaten: Die positive Trendwende in der Baubranche soll 2026 auch in der Sonnenschutzbranche wirken und vor allem die Prognosen für den Outdoor-Living-Bereich seien optimistisch. Begünstigt durch das wachsende Bedürfnis nach privaten Erholungsräumen und dem eigenen Garten und der Terrasse als neue Statussymbole, soll sich der Trend zum zusätzlichen Wohnraum unter freiem Himmel weiter fortsetzen. Die Vorhersagen für das Marktwachstum bewegen sich zwischen einem Plus von knapp vier (IMARC) bis rund 13 Prozent (MarketGrowthReports).

Auch das allgemeine Bewusstsein für Klimawandel und Umweltschutz soll weiter steigen und wird laut Hella langlebige, flexible und damit nachhaltige Sonnenschutzlösungen wie Lamellendächer, vor allem solche mit optionalen PV-Modulen, am Markt umso attraktiver machen.

Investitionen für mehr Kapazität und eine nachhaltige Energieversorgung

Parallel zur Produkteinführung setzt Hella deswegen auch gezielt auf Investitionen in seine Standorte. Am Standort Werne erweitert das Unternehmen im Jahr 2026 seine Produktions- und Logistikflächen um knapp 35 Prozent. Dafür investiert Hella nach eigenen Angaben zirka eine Million Euro. Mit dem Ausbau schafft der Sonnenschutzspezialist zusätzliche Kapazitäten für die Fertigung des neuen Lamellendachs und kann künftig noch mehr textile Fassadenprodukte produzieren. Dadurch kann Hella die steigende Nachfrage auch in diesem Segment der außen liegenden Beschattung bedienen und Durchlauf- und Lieferzeiten verkürzen.

Auch die Energieinfrastruktur rückt stärker in den Fokus. Die Konzernzentrale in Abfaltersbach erzeugt nach Unternehmensangaben bereits heute mehr Energie, als sie verbraucht. Um die Energieautarkie des Hauptstandorts zu sichern, plant Hella im Jahr 2026 weitere Investitionen in die Energieversorgung.

Am Standort Geislingen investiert das Unternehmen zirka 1,5 Millionen Euro in eine Dachsanierung einschließlich Photovoltaik-Anlage. Diese Anlage deckt künftig mehr als ein Drittel des Eigenbedarfs des Standorts. Grundlage bildet das am Hauptsitz in Abfaltersbach definierte Energiekonzept "Energie sparen, erzeugen und speichern", das Hella schrittweise auf weitere Werke überträgt.

"Die letzten Jahre waren für die Baubranche und ihre Zulieferer von großen Herausforderungen geprägt“, sagt er. „Umso wichtiger ist es jetzt, positiv nach vorne zu blicken und weiterhin mit Weitblick zu investieren, damit wir die Chancen, die sich abzeichnen, für unser Unternehmen nutzen können", resümiert Kraler.