Griesser ist seit 25 Jahren führender Hersteller von Aluminium-Fensterläden. Nun plant er an seinem Produktionstandort in Nenzing eine umfangreiche Erweiterung seiner Produktionsstätte. Der Spatenstich fand am 5. Juli statt.

Ein zentraler nachhaltiger Aspekt der Produktionsstätten-Erweiterung von Griesser ist die Installation einer Hybrid-Pulverbeschichtungsanlage. Griesser plant mit einer Photovoltaikanlage den Beschichtungsprozess mit selbst produzierter, umweltfreundlicher Energie zu betreiben. Für Spitzenzeiten steht zusätzlich eine externe Stromversorgung zur Verfügung. Die auf dem Hybridprinzip basierende Pulverbeschichtungsanlage ist eine der Ersten ihrer Art in Europa. Neben der Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze biete sie den Mitarbeitern ein angenehmeres Arbeitsumfeld im Vergleich zu herkömmlichen Beschichtungsanlagen mit extrem hohen Temperaturen.
Reduzierung des Energieverbrauchs
Durch den Einsatz einer Wärmepumpe wird zudem der Energieverbrauch reduziert. Die Wärmepumpe wird sowohl für die Vorbehandlung als auch zur Wärmerückgewinnung für die Hallenkühlung eingesetzt und nutzt die vorhandene Abwärme. Die gesamte Abwärme einschließlich der Druckluft und der Beschichtungsanlage wird in das System zurückgeführt, was zu einer Energieeinsparung von zehn bis 15 Prozent führt. Die Anlage wird eine Kapazität von 700 kWp haben, wobei überschüssige Energie in Zeiten geringer Nachfrage – wie an Wochenenden oder außerhalb der Arbeitszeiten – in das Stromnetz eingespeist wird. Eine mögliche Lösung zur Energiespeicherung wird ebenfalls in Betracht gezogen.
Griesser lege nicht nur bei diesem Projekt, sondern in allen Unternehmensbereichen großen Wert auf Nachhaltigkeit. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Planer Johannes Tiefenthaler und örtlichen Baufirmen sowie der Bezug der Beschichtungsanlage aus der Schweiz zeigen das Engagement für die lokale Wirtschaftsentwicklung und die Suche nach den besten Lösungen über geografische Grenzen hinweg.
Spatenstich Anfang Juli
Der Spatenstich mit anschließendem Aushub erfolgte am 5. Juli – gefolgt von den Baumeisterarbeiten und dem Holzbau im Herbst. Mitte Januar beginnt die Montage der Pulverbeschichtungsanlage, die bis Ende März abgeschlossen sein soll. Danach wird die Anlage getestet. Bis März wird ein vollautomatisches Lagersystem für das Pulver der Beschichtungsanlage installiert. Diese kann der Hersteller auch für andere Lagerzwecke in der Anlage nutzen. Bis Juli 2024 soll alles voll funktionsfähig sein.