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Blitzinterview 3/2019 Griesser bleibt verlässlicher Partner

Urs Neuhauser, früherer Schüco-Manager, hat zum 1. Februar 2019 das Ruder bei der Griesser Gruppe übernommen.

sicht+sonnenschutz: Herr Neuhauser, bei Schüco Schweiz haben Sie „bemerkenswerte Renditesteigerungen erzielt“ (Quelle: Griesser). Wie ist das gelungen? Lässt es sich auf Griesser übertragen?

Neuhauser: Es war eine Vielzahl von Maßnahmen notwendig. Nennen möchte ich strategische Wachstumsimpulse und ein strafferes Kostenmanagement. Griesser befindet sich in einer anderen Situation. Der Schwerpunkt wird auf der Weiterentwicklung der erfolgreichen Marktposition liegen. Dass ich für die Funktion breite Erfahrungen mitbringe, ist sicherlich ein Vorteil.

sicht+sonnenschutz: Die Griesser Gruppe ist einer der großen Sonnenschutz-Player in Europa, mit den Marken Griesser und Weinor. Wie bewerten Sie die strategische Positionierung, wie sehen Sie die Aktivitäten in Deutschland und der DACH-Region?

Neuhauser: Große Vorteile sind die marktführende Rolle bei automatischem Sonnenschutz oder der hohe Qualitätsanspruch. Das ist eine geschickt und gezielt realisierte Positionierung. Darauf aufzubauen, ist vielversprechend – für mich, aber auch für potenzielle Kunden in den Märkten. Unser Leistungsangebot wollen wir weiter ausbauen.

sicht+sonnenschutz: Nach 28 Jahren übernimmt Miteigentümer Walter Strässle, Ihr Vorgänger, im Verwaltungsrat den Vorsitz von Ulrich Graf. Was bedeuten die personellen Änderungen für Ihre Kunden? Spielt es für Sie eine Rolle, dass die Griesser Gruppe in Familienbesitz bleibt?

Neuhauser: Familienunternehmen bieten langfristige Perspektiven. Das ist für Kunden wichtig, etwa in Hinblick auf Wartung oder Produktergänzungen. Und es prägt die Unternehmenskultur. Griesser wird ein verlässlicher Partner bleiben, für unsere Kunden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

sicht+sonnenschutz: SmartHome, Digitalisierung, aber auch Handwerkermangel – welche Auswirkungen haben diese Phänomene auf den Sonnenschutz und die Griesser Gruppe?

Neuhauser: Dem Handwerkermangel mit Lösungen der Digitalisierung zu begegnen, ist eine große Chance in der Bauindustrie. Produktivitätsfortschritte durch die Digitalisierung ermöglichen es uns, den Handwerkermangel zu kompensieren und Zusatzleistungen für den Kunden zu schaffen. Hier sind wir über das Anfangsstadium hinaus, bieten unseren Kunden SmartHome-Lösungen und sind in der Digitalisierung als Produktionsunternehmen weit vorangeschritten. Das sind Themen, denen sich gerade auch ein CEO persönlich widmen muss. Reinhold Kober


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