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© Jan ThomaIm ostschweizerischen Gossau entstand innerhalb von rund zwei Jahren der neue Hauptsitz des Holzbauunternehmens Blumer Lehmann. Der nachhaltige Holzbau zeichnet sich durch offene Begegnungszonen und eine Lowtech-Klimatisierung aus, für die auch der durchdachte Sonnenschutz von Griesser eine zentrale Rolle spielt. -
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© Jan ThomaBeim Neubau wurden 112 automatisierte, seilgeführte Fassadenmarkisen Soloscreen eingesetzt. "Ein spezieller Metallwinkel ermöglichte im Brüstungsbereich die Befestigung des Metallgewebes und von oben die Einspannung der Seilführungen", sagt Johanna Deinet vom projektverantwortlichen Architekturbüro K&L Architekten. "Bei der Holzfassade mit vertikal versetzen Linsen war uns eine ruhige Hintergrundfläche wichtig. Zudem sollte auch im beschatteten Zustand eine gewissen Durchlässigkeit möglich sein." Die leichte Transparenz der Textilmarkise ermögliche beides. -
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© Severin JakobIntensive Vorabklärungen und Tests ermöglichten, die direkt an der Fassade verbauten Markisen nach vorne versetzt zu installieren. "Aufgrund der Windwiderstandsklasse wäre eine solche Verbauung nicht umsetzbar", erläutert Michael Helbling, Regionalleiter Projects Ostschweiz von Griesser. " -
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© Severin JakobTrotz technischer Vorbehalte wurde gemeinsam mit der Bauherrschaft bewusst auf eine filigrane, seilgeführte Lösung gesetzt. Windwächter sorgen für Sicherheit, indem sie die Markisen bei starkem Wind automatisch hochfahren. Nebst den Fassadenmarkisen wurden im Terrassenbereich zusätzlich drei G2000 Terrassenmarkisen eingesetzt. Abgestimmt auf die Soloscreen wurde auch für die funktionale Vertikalmarkise die dezente Farbgebung Charcoal gewählt und fügt sich damit ebenso harmonisch in die Fassade ein. -
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© Jan ThomaBei dem Bauprojekt kamen nachhaltige Lowtech-Lösungen zum Einsatz. Die offenen Büroflächen werden natürlich belüftet. Eine automatische Fensterlüftung in der Nacht kühlt das Gebäude im Sommer. Warme Luft kann über das Atrium entweichen und kalte Luft über automatisierte Fensterflügel nachströmen. Die vorgehängte Fassade verleiht dem Gebäude Tiefe und Schattenspiel. Umlaufende Balkone mit vertikalen Holzlisenen bilden eine mehrschichtige Sonnenschutzebene, die je nach Sonnenstand unterschiedlich wirkt. -
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© Jan ThomaHerzstück des modernen Holzbaus ist das Atrium mit der Free Form-Treppe, die dem Stammhaus seinen Namen gab. Sie durchdringt alle fünf Stockwerke des Gebäudes und ist vertikale Erschließungszone und identitätsstiftender Kommunikationsraum zugleich. Die gebogenen Atrium-Flächen ermöglichen Ein- und Ausblicke, bilden Sitznischen aus und Balkone, die das Atrium mit den umliegenden Geschossebenen zusammenbringen.