Bildergalerie: Bioklimatische Textilfassade für Sporthalle in Nîmes

  • Bild 1 von 6
    © Serge Ferrari/Camille Gharbi
    Die neue Sporthalle von Nîmes vereint eine expressive Architektur, Nachhaltigkeit und Funktionalität. Entworfen von den Ateliers A+, schafft das ambitionierte Projekt ein Zentrum des Sports und der Begegnung für 18 Sportvereine mit einer Gesamtkapazität von 2.500 Personen. Abgeleitet von der historischen Bedeutung von Nîmes als ehemaliges Zentrum der französischen Textilindustrie, wurde die Gebäudehülle in Form einer Textilfassade mit kunstvoll drapierten Bahnen um die kubisch geformten Sporthallen umgesetzt.
  • Bild 2 von 6
    © Serge Ferrari/Camille Gharbi
    Dachte man ursprünglich an eine Umsetzung mittels perforierter Aluminiumelemente, stieß man nach intensiver Recherche auf das Textilfassadengewebe Tenseo Frontside 381 von Serge Ferrari. Dieses erlaubte einerseits, die Drapierung des Fassadenentwurfs so naturgetreu wie möglich wiederzugeben und andererseits eine gewebte Optik zu erzielen. Mit dem flexiblen und damit frei formbaren Material können selbst komplexe 3D-Kurvaturen ausgebildet werden. So eröffnet sich für den Architekten und Fassadenplaner ein nahezu unendliches Feld an Möglichkeiten in Bezug auf Form und Kreativität.
  • Bild 3 von 6
    © Serge Ferrari/Camille Gharbi
    Ein wichtiger Aspekt für die Umsetzung der Bänder war das besondere Herstellungsverfahren des Textilfassadengewebes von Serge Ferrari namens Précontraint. Hierzu wird die Membran während des Beschichtungsvorgangs von allen Seiten vorgespannt, was ihm eine hohe Dimensionsstabilität verleiht. Im Zusammenspiel mit der nahezu frei formbaren Spannkonstruktion kommt es so trotz der teilweise asymmetrisch auftretenden Kräfte zu keiner Verformung und Ausbeulung des Materials. Damit bleibt die Spannung auf lange Zeit erhalten.
  • Bild 4 von 6
    © Serge Ferrari/Camille Gharbi
    Eine weitere Gestaltungsoption von Tenseo Frontside 381 ist die Bedruckbarkeit, was die Architekten auf die Idee brachte, dem Sportpark durch ein auf die Drapierung abgestimmtes Kunstwerk eine Identität́ zu verleihen. Hierzu wurde ein grafisches Design geschaffen, das sich über alle Fassaden erstreckt. Damit sollte Nîmes eine visuelle Signatur erhalten, die für alle wiedererkennbar ist. Umgesetzt wurde es vom regionalen Künstler Alain Clément, über den A+ Architectes erklären: "Alain weiß, wie er Werke schaffen kann, deren Linienführung unsere Volumen treffend unterstreichen."
  • Bild 5 von 6
    © Serge Ferrari/Camille Gharbi
    Den Planern war bei der Entwicklung der Sporthalle auch eine hohe Energieeffizienz und sensible Auswahl der eingesetzten Baustoffe wichtig. Die Gebäudehülle aus einer Textilmembran unterstützt diesen Denkansatz: Sie weist im Vergleich zu anderen Werkstoffen wie den ursprünglich vorgesehenen Aluminiumelementen den geringsten C02-Fussabdruck auf. Analog zum geringen Gewicht ermöglicht sie auch eine schlanke Unterkonstruktion und Tragwerk.
  • Bild 6 von 6
    © Serge Ferrari/Camille Gharbi
    Je nach Tageszeit und Lichteinfall erscheinen die Textilfassadenbänder mal als homogene Fläche und mal als luftig leichte, transparente Hülle. Ein Effekt, den man auch für die Lichtinszenierung nutzt: Bei Einbruch der Dunkelheit wird die Halle zu einem Lichtschiff, das durch die Nacht gleitet. Dabei wird ihr skulptureller Charakter unterstrichen, der auf dem Lichterkranz der beleuchteten Glasfassade im Basement schwebt.