Der Familienbetrieb Alumag blickt auf sein 30-jähriges Bestehen zurück. Eine Konstante in der Firmengeschichte ist die Partnerschaft mit dem belgischen Aluminium-Systemhersteller Aliplast, die bereits seit der Gründung hält.

Lagler, Andrea und Fredy Kümin vor der Werkhalle in Pfäffikon. - © Aliplast
Mit einem Tag der offenen Tür hat Alumag mit Sitz in Pfäffikon (Schweiz) das 30-jährige Firmenjubiläum gefeiert. Fredy und Angelika Kümin gründeten das Unternehmen vor drei Jahrzehnten als Aluminium Metallbau AG. Seit zwei Jahren liegt die Führung in den Händen der nächsten Generation: Tochter Andrea Lagler und ihr Mann Reto Lagler leiten den Betrieb.
Alumag fertigt Wintergärten, Geländer, Türen und Fenster – nicht am Fließband, sondern als individuelle Auftragsarbeit. "Für das Jahr ist das Auftragsbuch voll", sagt Andrea Lagler. Auf den Werbematerialien steht Made by Alumag – ein Versprechen, das im Hause wörtlich gemeint sei.
30 Jahre Partnerschaft mit Aliplast
Eine Konstante in der Firmengeschichte ist die Zusammenarbeit mit dem belgischen Aluminium-Systemhersteller Aliplast. Alumag verarbeitet vor allem die Wintergartensysteme der Reihe VR2000 und die Schiebeanlage Ultraglide. Letztere ist auch im hauseigenen Wintergarten verbaut. "Damit überzeugen wir unsere Kunden", sagt Reto Lagler.
Dass Andrea Lagler einmal den elterlichen Betrieb übernehmen würde, war lange nicht absehbar. "Druck haben sie uns Töchtern nie gemacht", erinnert sie sich. Ursprünglich erlernte sie den Beruf der Bäckerin. Erst als der gelernte Metallbauer Reto Lagler in die Familie einheiratete, kam Bewegung in die Nachfolgefrage. Doch selbst dann reagierten die Eltern zunächst zurückhaltend. „Das Interesse ist ehrlich gekommen", sagt Andrea Lagler heute. Reto Lagler verfügt über den eidgenössischen Fachausweis als Metallbau-Werkstatt- und Montageleiter – die Voraussetzung, um den Betrieb zu führen und Lehrlinge auszubilden.
Beim Jubiläumsfest führte Andrea Lagler eine Besuchergruppe durch die Ausstellung im Obergeschoss über der Werkstatt. An den Wänden hängen Fotos aus drei Jahrzehnten Auftragsarbeit und die Qualifikationen des Teams. Im Zentrum der Schau: ein zweifarbiger Wintergarten, innen weiß, außen in hellem Grau – ein typisches Kundenprojekt.
Produkte fürs Leben
Mutter Angelika Kümin blickte am Festtag mit besonderem Stolz auf das Geschaffene: Kunden, die vor 20 Jahren einen Wintergarten gekauft hätten, seien zum Jubiläum wiedergekommen – und freuten sich nach wie vor über ihre Anschaffung. "Wir machen Produkte fürs Leben", sagt sie. Eine Geschichte sei ihr besonders in Erinnerung geblieben: Ein Vater habe für seinen behinderten Sohn einen Wintergarten in Auftrag gegeben, eigens dafür, dass der Junge immer in der Sonne sein könne. "Das hat mich sehr berührt", sagt Kümin.
Auch Lehrling Marco Tischhauser gehörte zu den Festgästen. Im dritten Lehrjahr angekommen, fehlt ihm noch ein Jahr bis zum Abschluss. "Es ist ein Familienbetrieb, nette Kollegen, nette Kunden — eine coole Arbeit", sagt er. Besonders freue er sich, wenn Kunden mit dem Ergebnis zufrieden seien. Sein eigentliches Berufsziel liegt allerdings woanders: Pilot möchte er werden – und dafür lernt er bereits.
Im Festzelt drängten sich die Gäste. Am Nachmittag spielte eine Schwyzerörgeli-Jungformation auf. "Die haben sich gefreut, bei uns zu sein", sagt Andrea Lagler – so zahlreiche Gelegenheiten, vor Publikum zu spielen, hätten die Jugendlichen sonst nicht. Am Abend übernahm die Formation Echo vom Druosbärg die Bühne.

