Am 20. März findet der bundesweite Rollladen- und Sonnenschutztag statt – diesmal unter dem Motto „Sonnenschutz ist Klimavorsorge“. Zum Auftakt informierte der Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz (BVRS) beim Bonner Fachbetrieb Specht, wie Rollläden und Sonnenschutz die Gebäudehülle wirksam vor Klimafolgen schützen.

Die Zahl heißer Tage mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke nimmt nach Daten des Deutschen Wetterdienstes im Trend deutlich zu. Das hat Folgen für Wohnkomfort, Gesundheit und Energieverbrauch. Eine Studie, die das Ingenieurbüro Hauser im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG) erstellte, verdeutlicht das Ausmaß: Simulationen für das Jahr 2045 zeigen dem BVRS zufolge, dass sich Innenräume ohne wirksamen Hitzeschutz auf bis zu zirka 38 Grad aufheizen könnten. Der bundesweite Rollladen- und Sonnenschutztag am 20. März 2026 greift diese Entwicklung auf und stellt sie unter das Motto Sonnenschutz ist Klimavorsorge.
Pressekonferenz bei Firma Specht in Bonn
Den Auftakt zum Aktionstag bildete eine Pressekonferenz am 10. März 2026 beim Bonner Fachbetrieb Specht. Als Gast begrüßte der BVRS die Bonner Bundestagsabgeordnete Katrin Uhlig, Mitglied sowohl des Haushaltsausschusses als auch des Ausschusses für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestags. Sprecht-Geschäftsführer Thomas Malberg führte die Teilnehmer durch seinen Betrieb.
Der Begriff Klimavorsorge beschreibt nach Angaben des BVRS einen vorausschauenden Umgang mit den Folgen des Klimawandels im Gebäudebereich. Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die ohne zusätzlichen Energieaufwand wirken und damit eine Alternative zu energieintensiver Klimatechnik darstellen. Raffstoren, Markisen, Rollläden und andere Produkte des R+S-Handwerks leisten diese Klimavorsorge bereits heute – denn am wirksamsten sei es, Hitze gar nicht erst ins Gebäude gelangen zu lassen.
"Klimavorsorge bedeutet, heute die richtigen Entscheidungen für morgen zu treffen", sagte Ingo Plück, Hauptgeschäftsführer des BVRS. "Außen liegender Sonnenschutz hat großes Potenzial, die Gebäudehülle wirksam vor Klimafolgen zu schützen und langfristig vorzusorgen." Das Konzept bündele Aspekte, die bislang oft getrennt betrachtet worden seien: Hitzeschutz, Energieeinsparung sowie Gesundheit und Wohlbefinden.
Nachrüstung auch im Bestand möglich
Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiekosten, zunehmender Hitzesommer und wachsender Anforderungen an Gebäude macht der Verband deutlich, dass Rollläden und Sonnenschutz kein Luxus seien. Sie stellten einen funktionalen und notwendigen Bestandteil moderner Architektur dar. Ein wesentlicher Vorteil: Außen liegender Sonnenschutz lasse sich auch im Gebäudebestand meist problemlos nachrüsten und biete damit eine nachhaltige Möglichkeit, Wohnumgebungen an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen.
Aktionstag als Impuls für Eigentümer und Bauherren
Rund um den kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März richten sich die Fachbetriebe des R+S-Handwerks an alle, die ihre Immobilien zukunftsfähig weiterentwickeln möchten. Sie informieren über individuelle Lösungen und zeigen auf, wie sich Klimavorsorge im Gebäudebereich praxisnah umsetzen lässt. Der BVRS unterstreicht damit die Rolle des Fachhandwerks als ersten Ansprechpartner für wirksame Maßnahmen an der Gebäudehülle. Qualifizierte Fachbetriebe finden Interessierte über die Fachbetriebssuche auf der Website des Verbands.
Das Rollladen- und Sonnenschutztechnikerhandwerk erwirtschaftet nach Verbandsangaben in Deutschland einen Umsatz von zirka drei Milliarden Euro. Der BVRS gliedert sich in 17 Innungen und Landesfachverbände; zirka 680 Handwerksbetriebe und zirka 100 Fördermitglieder aus der Industrie gehören ihm an.