Smartes Upgrade Funkgesteuerte Warema Raffstoren für Frankfurter Bürokomplex

Der Bürokomplex Phoenix-Haus in Frankfurt wurde 2025 umfangreich modernisiert. Ein zentrales Element ist der Austausch der zuvor manuell bedienbaren Raffstoren im laufenden Betrieb. Die automatisierte Sonnenschutzlösung von Warema ist ausgestattet mit dem WMS Funksystem.

Der Bürokomplex Phoenix-Haus in Frankfurt erhielt neue Raffstoren mit WMS Funksteuerung von Warema.
Der Bürokomplex Phoenix-Haus in Frankfurt erhielt neue Raffstoren mit WMS Funksteuerung von Warema. - © Warema

Das fünfgeschossige Phoenix-Haus an der Berner Straße 119 im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach stammt aus dem Jahr 1997. Im Zuge einer umfassenden Modernisierung in drei von fünf Etagen hat der Eigentümer neben Haustechnik und Raumaufteilung auch den außen liegenden Sonnenschutz erneuern lassen. Auf Initiative des neuen Hauptmieters ersetzte das mit der Planung und Realisierung beauftragte Unternehmen Objektausstattungen Walter G. Angermeier mit Sitz in Dieburg die knapp 30 Jahre alten, per Kurbel bedienbaren Raffstoren durch motorisierte Basis-Raffstoren von Warema mit Flachlamelle und Seilführung. Die Steuerung übernimmt das WMS Funksystem.

Funksteuerung statt aufwendiger Verkabelung

Eine zentrale Anforderung an das Projekt: "Der neue Sonnenschutz sollte zu Nutzerkomfort und sommerlichem Wärmeschutz beitragen und sich zugleich wirtschaftlich im laufenden Betrieb installieren lassen. Ein Eingriff in die bestehende Fassadenstruktur war nicht gewünscht und eine zentrale Sonnenschutzsteuerung nicht erforderlich", erläutert Matthias Angermeier von Objektausstattungen Walter G. Angermeier.

Die Lösung: Eine komplett funkbasierte Steuerung der Raffstoren, die aufwendige Verkabelungen an der Fassade und in den Büroräumen überflüssig macht. Sogenannte WMS-Zwischenstecker fungieren als Funkempfänger und sind mit den jeweiligen Motoren verbunden. Über ein Mesh-Netzwerk kommunizieren sie mit den WMS-Wandsendern, die nach Herstellerangaben optisch unauffällig in den Räumen montiert sind. Darüber hinaus lasse sich das System künftig um mobile Handsender oder eine individuelle Szenensteuerung ergänzen – ein Vorteil bei veränderten Raumaufteilungen oder Mieterwechseln.

Für die Stromversorgung der Motoren und der wettergeschützten Zwischenstecker nutzte das Projektteam bestehende Installationskanäle an der Fassade. "So entfielen Bohrungen oder bauliche Eingriffe in den Bestand", erläutert Angermeier. Den Anschluss an die Stromversorgung übernahm ein Elektrofachbetrieb, die Inbetriebnahme und das Einlernen des Funksystems führte der technische Service von Warema in Abstimmung mit Angermeier aus.

Die motorisierten Warema Basis-Raffstoren mit Flachlamellen und Seilführung ersetzen die bisher manuell bedienten Anlagen und schaffen die Voraussetzung für eine automatisierte Sonnenschutzsteuerung.
Die motorisierten Warema Basis-Raffstoren mit Flachlamellen und Seilführung ersetzen die bisher manuell bedienten Anlagen und schaffen die Voraussetzung für eine automatisierte Sonnenschutzsteuerung. - © Warema
Wind- und Sonnensensoren an allen Fassadenseiten des Gebäudes erfassen Daten und ermöglichen so eine wetter- und bedarfsgerechte Steuerung. Zudem unterstützen sie den Schutz der Anlage.
Wind- und Sonnensensoren an allen Fassadenseiten des Gebäudes erfassen Daten und ermöglichen so eine wetter- und bedarfsgerechte Steuerung. Zudem unterstützen sie den Schutz der Anlage. - © Warema

Automatischer Wärmeschutz und Wetterüberwachung

Das WMS Funksystem ermöglicht laut Warema die Umsetzung intelligenter Automatik-Funktionen. Die integrierte Sonnenautomatik positioniert die Raffstoren je nach Sonnenstand und Lichtintensität selbsttätig und reduziert so den Wärmeeintrag in die Innenräume. An allen Fassadenseiten erfassen zusätzlich installierte WMS-Wetterstationen Plus Daten wie Windgeschwindigkeit und Sonneneinstrahlung. Die Sensoren übermitteln ihre Messwerte regelmäßig über das Mesh-Netzwerk an die Funkempfänger. Bei kritischen Windgeschwindigkeiten fahren die Raffstoren automatisch hoch – das schütze sowohl die Anlagen als auch die Fassade.

"Gerade bei einer Bestandssanierung wie dem Phoenix-Haus bietet das WMS-Funksystem enorme Vorteile: keine Eingriffe in frisch renovierte Innenräume, Flexibilität bei künftigen Nutzungsänderungen und ein spürbarer Komfortgewinn für die Nutzer", fasst Angermeier zusammen. "Die intelligente Automatik übernimmt die Sonnenschutzsteuerung selbstständig und unterstützt so das Energiemanagement des Gebäudes, ohne dass der Nutzer manuell eingreifen muss."

Modulares System ermöglicht schrittweise Nachrüstung

Bislang umfasst die Modernisierung das Erdgeschoss sowie das erste und vierte Obergeschoss. Eine Ausweitung auf die weiteren Etagen ist nach Unternehmensangaben bereits angedacht. Die modulare Systemstruktur des WMS-Funksystems mache eine schrittweise Nachrüstung ohne größeren Aufwand möglich – ein Aspekt, der das Konzept auch für andere Bestandssanierungen interessant macht.