Passiver Hitzeschutz statt Klimaanlage Lakal setzt auf solarbetriebene Sonnenschutzprodukte

Die Sommer in Europa werden nachweislich heißer, Hitzewellen länger und intensiver. Klimaanlagen greifen als Reflex zu kurz, treiben die Stromkosten in die Höhe und belasten die Netze. Lakal setzt auf solarbetriebene Rollladen, Raffstores und Screens als passive Alternative.

Lakal setzt konsequent auf kabellose Solar-Lösungen, die eine schnelle Nachrüstung ohne Eingriffe in die Bausubstanz ermöglichen.
Lakal setzt konsequent auf kabellose Solar-Lösungen, die eine schnelle Nachrüstung ohne Eingriffe in die Bausubstanz ermöglichen. - © Lakal

Meteorologische Auswertungen und Erhebungen wie das Wohnbarometer 2026 von Somfy belegen, dass Hitze Wohlbefinden und Lebensqualität von mehr als 70 Prozent der Menschen spürbar beeinträchtigt. Wohn- und Zweckgebäude sind historisch aber vor allem gegen Kälte gedämmt – nicht gegen extreme Sommerhitze. Lakal rückt daher nach eigenen Angaben das Prinzip des passiven Hitzeschutzes in den Mittelpunkt und positioniert autonom solarbetriebene Rollladen, Raffstores und Screens als ökologische und wirtschaftliche Alternative zur stromintensiven Klimaanlage.

Warum aktives Kühlen das Problem verschärft

Trotz steigender Energiekosten bleibt der Kauf einer Klimaanlage bei zahlreichen Haushalten die erste Reaktion auf Hitzewellen. Aktive Kühlsysteme treiben dem Unternehmen zufolge jedoch die Stromkosten in die Höhe, überlasten bei Hitzespitzen die Netze und heizen durch ihre Abwärme die städtischen Außenbereiche zusätzlich auf.

Hinzu komme, dass selbst gut gedämmte Gebäude ohne außen liegende Beschattung nicht vor Überhitzung schützen. Durch ungeschützte Fensterflächen dringen nach Angaben von Lakal bis zu 500 Watt Wärme pro Quadratmeter ein – bis zu 2.000 Watt pro Standardfenster. Das entspreche einem voll aufgedrehten Heizkörper im Hochsommer. Sei diese Hitze einmal im Gebäude, bleibe sie wie in einer Thermoskanne gefangen.

Außensonnenschutz: Erst schützen, dann kühlen

Experten fordern daher laut Lakal eine klare Handlungsreihenfolge: erst schützen, dann kühlen. Glasflächen wirken bei extremer Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas, klassische Innenbeschattungen greifen dort kaum. Außen liegende Sonnenschutzsysteme fangen die thermische Energie vor der Verglasung ab und halten einen Großteil der Sonneneinstrahlung fern.

Rollladen bieten dem Unternehmen zufolge Vollschutz gegen Sommerhitze, Wärmeverluste im Winter, Lärm und Einbruch. Raffstores ermöglichen eine feinfühlige Tageslichtsteuerung und optische Akzente an der Fassade bei gleichzeitig hoher thermischer Entlastung. Zunehmend an Bedeutung gewinnen moderne Screens, die Windstabilität, Blendschutz und Transparenz verbinden.

Außenscreens eignen sich auch für Terrassen und Pergolas.
Außenscreens eignen sich auch für Terrassen und Pergolas. - © Lakal

Praxisauswertungen unterstreichen nach Angaben von Lakal die hohe Schutzwirkung von Außenscreens: Innenräume bleiben dank des äußeren Hitzeschilds um bis zu 5,1 Grad Celsius kühler als ohne Außenschutz – ohne Klimatechnik. Selbst bei sommerlichen Spitzenwerten liege die Innentemperatur um mehr als zehn Grad Celsius unter der Außentemperatur. Im Vergleich zum Einsatz herkömmlicher Klimaanlagen lassen sich bei Zweck- und Gewerbebauten mehr als 300.000 Kilowattstunden Energie pro Jahr einsparen. Passiver Hitzeschutz mit Solar-Motorisierung arbeitet zudem ohne laufende Stromausgaben und schont durch den Wegfall von Energie- und Wartungskosten dauerhaft die Budgets.

Autonome Solarsteuerung ohne Kabelaufwand

Ein entscheidender Faktor für wirksamen Hitzeschutz ist laut dem Hersteller die Automatisierung: Nur wenn Systeme bei Sonneneinstrahlung selbstständig schließen, ist der Schutz auch bei Abwesenheit gewährleistet. Lakal setzt dabei nach eigenen Angaben konsequent auf kabellose Solar-Lösungen, die eine schnelle Nachrüstung ohne Eingriffe in die Bausubstanz ermöglichen.

Mit dem neuen Solar-Motor Altea von Somfy erweitert Lakal das Portfolio und treibt moderne Screen-Anlagen jetzt bis zu einer Breite von sechs Meter energieautark an. Dank integriertem Leistungsakku sei der Betrieb auch bei bewölktem Himmel lückenlos sichergestellt.

"Der Trend geht eindeutig zu kabellosen, energieautarken Lösungen. Bereits mehr als 50 Prozent unserer Motorbestellungen entfallen mittlerweile auf Solarantriebe", sagt Yannick Gross, Geschäftsführer von Lakal. "Monteure und Bauherren schätzen den minimalen Montageaufwand, während der Betrieb zu 100 Prozent emissionsfrei und kostenneutral bleibt."

Komfort für Wohn- und Zweckbauten

Neben Energie- und CO2-Einsparung stehe der Mensch im Mittelpunkt: Angenehme Raumtemperaturen und blendfreies Tageslicht schaffen Wohlbefinden im Eigenheim sowie gute Arbeits- und Lernbedingungen in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden. Lakal positioniert sein Portfolio damit nach eigenen Angaben als wirtschaftliche und zukunftssichere Alternative zu energieintensivem Kühlen – nachhaltig, smart und sofort einsatzbereit.