Auf der Dachterrasse eines Mannheimer Premiumhotels hat die Roof Bar ihren Außenbereich mit einer maßgefertigten Sonnen- und Wetterschutzlösung ausgestattet. Kernstück ist eine vierteilige Reihenanlage des Lamellendachs Lamaxa L50 von Warema, ergänzt um versetzte Bestandsmarkisen. Das Konzept soll die Außengastronomie vom Frühjahr bis in die kalten Monate nutzbar machen.

Die Roof Bar in Mannheim gehört nach Angaben des Betreibers Ariva Hotel zu den etablierten Treffpunkten der Stadt. Der L-förmig geschnittene Außenbereich von 75 Quadratmeter umfasst großzügige Loungeflächen und geschütztere Bereiche. Ziel des Betreibers war es, die Aufenthaltsqualität weiter zu steigern und die Bewirtung auf der Terrasse über einen deutlich längeren Zeitraum im Jahr durchführen zu können – von den ersten After-Work-Partys im Frühjahr bis weit in die kälteren Monate hinein.
"Uns war wichtig, den offenen Charakter der Dachterrasse zu erhalten und gleichzeitig die Außenflächen vielseitiger und witterungsunabhängig verlässlicher nutzbar zu machen", sagt Mirko Mechler, Food & Beverage Manager der Roof Bar. Gefragt war daher eine Lösung, die sich in die bestehende Architektur einfügt und den Anforderungen der stark windbelasteten Dachlage gerecht wird.
Bestandsmarkisen ins neue Konzept integriert
Nach einer Beratung durch Wolfgang Weß, Geschäftsführer des Sonnenschutzfachbetriebs Weß mit Sitz in Mannheim, entschied sich der Bauherr für das Lamellendach Lamaxa von Warema. Besonders die Kombination aus Wetterschutz, Komfort, variabler Nutzung und hochwertigem Design habe die Verantwortlichen überzeugt.
Fachhändler Weß entwickelte gemeinsam mit Warema eine passgenaue Lösung für die Einbausituation. Eine besondere Herausforderung war die Integration der bereits bestehenden Pergola-Markisen Perea P40. Der Fachbetrieb demontierte diese, kürzte sie fachgerecht und montierte sie auf der schmaleren Terrassenseite wieder. So ließen sich die vorhandenen Anlagen nach Unternehmensangaben ressourcenschonend weiterverwenden und in das neue Terrassenkonzept einfügen.
Lamellendach mit Entwässerung, LED und Heizstrahlern
Im Hauptbereich kommt nun eine vierteilige Reihenanlage mit dem Lamaxa L50 zum Einsatz. Das Dachsystem verfügt über drehbare Lamellen, die eine bedarfsgerechte Steuerung von Licht und Verschattung erlauben und so ein angenehmes Klima im Außenbereich schaffen. Bei geschlossenem Lamellendach führt ein integriertes Entwässerungssystem den Regen kontrolliert ab, so dass die Außenfläche auch bei wechselhaftem Wetter nutzbar bleibt. Die Konstruktion ist nach Angaben des Herstellers zudem auf Windstabilität ausgelegt.
Seitliche Vorbau-Markisen vom Typ GranTex mit easyZip-Führung schützen zusätzlich bei tief stehender Sonne, Wind und Regen. Für die komfortable Nutzung am Abend und in kühleren Jahreszeiten sorgen eine in Lamellen und Traversen integrierte LED-Beleuchtung sowie acht dimmbare Heizstrahler.
Die Bedienung der Anlage läuft über das Funksystem WMS von Warema. Mit dem WMS Handsender comfort lassen sich Verschattung, Beleuchtung und Heizstrahler individuell steuern. Die WMS Wetterstation plus erfasst kontinuierlich Wetterdaten und fährt beispielsweise die seitliche Vorbau-Markise bei zu starker Windbelastung auf Basis definierter Grenzwerte automatisch ein.
Auch das Farbkonzept ist auf die bestehende Architektur abgestimmt: Lamellendächer und Heizstrahler erhielten eine hochwetterfeste Sonder-Pulverbeschichtung (C33) im Farbton Mittelbronze – passend zu den vorhandenen Fensterprofilen. Für die Vorbau-Markisen kam das Dessin-Tuch 3531 zum Einsatz.
Montage per Kran in den sechsten Stock
Bei der Montage waren besondere Anforderungen zu erfüllen. Die vier Lamaxa L50 befestigte der Fachbetrieb mit speziellen Sonderfußplatten auf den vorhandenen Stahlträgern der Dachterrasse. Transport und Logistik erforderten eine exakte Koordination, denn sämtliche Komponenten des Lamellendachs mussten per Kran in den sechsten Stock gelangen. Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 2023.
"Gerade bei anspruchsvollen Dachterrassen kommt es auf eine präzise abgestimmte Planung und Umsetzung an. Die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten war ein wichtiger Faktor für den reibungslosen Projektablauf", resümiert Wolfgang Weß.

