Der Markt für vertikalen Sonnenschutz wuchs im Jahr 2025 wertmäßig um zwei Prozent – trotz Mengenrückgang. Wie entwickelten sich die einzelnen Produktgruppen und wie sind die Aussichten für die Zukunft? Außerdem: Welche neuen Produkte haben die Hersteller im Angebot und welche übergeordneten Schwerpunkte setzen sie in der Produktentwicklung? sicht & sonnenschutz hat nachgefragt bei Branchenradar.com, Alukon, Lakal, Reflexa und Roma.

Laut der Marktstudie Branchenradar Sonnenschutzsysteme in Deutschland 2026 wuchs der Markt für vertikalen Sonnenschutz im vergangenen Jahr um zwei Prozent im Wert, während die Menge um 1,3 Prozent zurückging. Aufgegliedert nach Produktgruppen zeigt sich folgendes Bild: Der Herstellerumsatz mit Jalousien und Raffstores stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent, während die Absatzmenge mit minus 0,1 Prozent nahezu stagnierte.
Bei Rollläden sank der Absatz um 2,6 Prozent, gleichzeitig erzielten die Hersteller ein Umsatzplus von 0,9 Prozent. Vertikalmarkisen einschließlich Zip-Screens entwickelten sich wertmäßig stabil (0,0 Prozent) bei einem leichten Mengenrückgang von 1,1 Prozent.
Rückgang im Neubau,Wachstum im Bestand
„Der leicht rückläufige Absatz im vergangenen Jahr ist im Wesentlichen auf die schwache Neubautätigkeit zurückzuführen“, erläutert Andreas Kreutzer, geschäftsführender Gesellschafter von Branchenradar.com Marktanalyse. Insgesamt sank der Bedarf im Neubau nach seinen Angaben um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei Mehrfamilienhäuser (minus fünf Prozent) und der Nichtwohnbau (minus 8,7 Prozent) besonders betroffen waren. Eine positive Ausnahme bildeten neu errichtete Ein- und Zweifamilienhäuser. „Hier legte der Absatz um 1,8 Prozent zu, nicht zuletzt aufgrund einer leicht steigenden Beschattungsquote“, sagt der Fachmann.
Stabiler entwickelte sich der Gebäudebestand. In diesem Segment wurden im Jahr 2025 zirka 1,8 Prozent mehr Sonnenschutzelemente installiert als im Jahr davor. „Wachstumsimpulse kamen aus allen Gebäudetypen, wobei mehr als die Hälfte des Zuwachses auf Ein- und Zweifamilienhäuser entfiel“, erläutert Kreutzer.
Durchschnittliche Verkaufspreise steigen
Generell auffällig ist nach seinen Angaben der Trend zu höherwertigen Ausführungen, wobei insbesondere im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser die Nachfrage nach motorisierten Systemen steige. „Diese Verschiebung wirkt sich direkt auf die Preisentwicklung aus“, sagt Kreutzer. „Die durchschnittlichen Verkaufspreise pro Sonnenschutzelement steigen derzeit deutlich. Noch 2024 waren diese um 3,8 Prozent gesunken – das Jahr 2025 markiert hier eine klare Trendwende.“
Und was bringt die Zukunft? Mit Blick auf den vertikalen Sonnenschutz prognostiziert die Branchenradar-Studie für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 3,8 Prozent bei einem Mengenzuwachs von 0,6 Prozent. Und für das Jahr 2027 erwarten die Marktforscher ein Plus von 4,1 Prozent im Wert und von 0,8 Prozent in der Menge. „Die Nachfrage zieht nur langsam an, die Verkaufspreise umso rascher“, lautet das Fazit von Kreutzer.
Alukon: Praxisnahe Weiterentwicklungen
Nach den Marktzahlen werfen wir nun einen Blick auf die neuesten Produkte sowie die Entwicklungsstrategien der Hersteller. Nachgefragt hat sicht & sonnenschutz bei Alukon, Lakal, Reflexa und Roma.
Alukon hat seine Systeme nach Angaben von Geschäftsführer Klaus Braun in den vergangenen Monaten gezielt dort weiterentwickelt, wo in der Praxis besonders hohe Anforderungen an Planungssicherheit, Montagefreundlichkeit und Flexibilität bestehen. Ein Beispiel ist die textile Sonnenschutzlösung Ziptex-F, die das Unternehmen speziell für den Einsatz in Pfosten-Riegel-Fassaden konzipiert hat. „Das System ist exakt auf die jeweiligen Vorgaben der Fassadenhersteller abgestimmt und lässt sich nahtlos in moderne Fassadenkonzepte integrieren“, sagt Braun. Für Verarbeiter bedeute dies eine geprüfte, systemsichere Lösung mit klar definierten Schnittstellen – ohne zusätzlichen Konstruktions- oder Abstimmungsaufwand.
Darüber hinaus hat Alukon den geschäumten Aufsatzkasten AK-Flex weiterentwickelt. Die neue Variante für Klinker-Wandaufbauten erweitert die Einsatzmöglichkeiten bei anspruchsvollen Baukonstruktionen. „Verarbeiter profitieren hier von höherer Flexibilität bei gleichbleibender Systemlogik sowie von einer wirtschaftlichen Umsetzung ohne Sonderlösungen“, sagt der Geschäftsführer.
Absturzsicherung um zusätzliche Varianten erweitert
Auch im Bereich Sicherheit hat der Hersteller sein Angebot ausgebaut. Die bereits bauaufsichtlich zugelassene absturzsichernde Verglasung, die für alle Sonnenschutzprodukte verfügbar ist, hat Alukon um zusätzliche Varianten mit Gitter- oder Blechfüllungen ergänzt. „Diese Lösungen schaffen neue Einsatzmöglichkeiten bei erhöhten Sicherheitsanforderungen und bieten den Vorteil geprüfter, serienfähiger Systemkomponenten“, sagt Braun.
Ergänzt wird das Portfolio durch Lösungen für den zweiten Rettungsweg sowie durch solarautark betriebene Rollladen-, Raffstore- und Sonnenschutzprodukte, die eine netzunabhängige Nutzung ermöglichen und insbesondere bei Sanierungsprojekten den Montageaufwand deutlich reduzieren.
Leitgedanke bei der Produktentwicklung: Montage und Fertigung vereinfachen
Wie Braun weiter ausführt, folgt die Produktentwicklung bei Alukon generell einem klaren Leitgedanken: Systemlösungen kontinuierlich einfacher in Montage und Fertigung zu machen. „Neue Entwicklungen und Weiterentwicklungen werden konsequent darauf ausgelegt, Prozesse bei Verarbeitern und Partnern zu vereinfachen und gleichzeitig ein hohes Maß an technischer Qualität und Systemsicherheit zu gewährleisten“, sagt der Geschäftsführer. Im Fokus stehen nach seinen Angaben konstruktiv durchdachte Lösungen mit hohem Vorfertigungsgrad, klar definierten Schnittstellen und reproduzierbaren Abläufen. „Das Ziel ist es, Komplexität zu reduzieren, Montagezeiten zu verkürzen und die Wirtschaftlichkeit sowohl in der Fertigung als auch auf der Baustelle zu verbessern.“
Neben der funktionalen Optimierung gewinnt laut Braun auch die zeitgemäße Farb- und Oberflächengestaltung zunehmend an Bedeutung. „Architektur und Design unterliegen einem stetigen Wandel, dem Alukon durch die regelmäßige Anpassung seines Farbstandardprogramms an aktuelle Markt- und Designtrends Rechnung trägt“, sagt der Geschäftsführer. Moderne Farbtöne und eine hohe gestalterische Flexibilität sollen eine harmonische Integration der Alukon-Systeme in unterschiedliche Fassadenkonzepte ermöglichen. Brauns Fazit: „Mit der Kombination aus effizienter Systemtechnik, hoher Montagefreundlichkeit und moderner Farbvielfalt unterstreicht Alukon seinen Anspruch, praxisnahe und marktrelevante Produkte zu entwickeln, die Planungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Funktion und Design miteinander verbinden.“
Lakal: Solarbetriebene Lösungen im Fokus
Bei Lakal steht in der aktuellen Produktentwicklung die Symbiose aus montagefreundlicher Technik und konsequenter Energieeffizienz im Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ausbau der solarbetriebenen Lösungen, zu denen zum Beispiel der Rollladen RS100 Solar io gehört. „Mit der Erfahrung von mittlerweile mehr als 400.000 installierten Produkten in dieser Kategorie bieten wir dem Markt Kontinuität und Zuverlässigkeit im Bereich der autarken Antriebe“, sagt Christian Lambert, Key Account DACH bei Lakal.
Ein entscheidender Faktor ist nach seinen Angaben die nahtlose Integration in moderne SmartHome-Systeme. Durch die Kombination aus autarker Solarenergie und smarter Funksteuerung entstehe ein System, das Sicherheit und Unabhängigkeit biete. „Für den Verarbeiter bietet dieser Ansatz einen enormen Mehrwert durch das Plug-and-Play-Prinzip. Die unkomplizierte Nutzung und die drastisch verkürzte Installationszeit ohne jegliche Elektroarbeiten erhöhen die Effizienz auf der Baustelle signifikant“, betont Lambert. Da die Systeme vollkommen autonom funktionieren und keine Kabeldurchbrüche durch die Gebäudehülle erfordern, bleibt nach seinen Angaben die thermische Integrität gewahrt. Dies vereinfache die Beratung im Bereich der energetischen Sanierung und garantiere dem Fachpartner eine sofortige, fehlerfreie Inbetriebnahme – was die Gesamtwertschöpfung direkt erhöhe.
Verbesserte Tuchführung bei Screen-Systemen
Darüber hinaus hat Lakal sein Portfolio im Bereich der textilen Beschattung deutlich ausgebaut. „Besonders im Segment der Screens haben wir Lösungen realisiert, die den Spagat zwischen filigraner Optik und extremer Widerstandsfähigkeit meistern“, sagt Lambert. Die neuesten Screen-Systeme des Herstellers zeichnen sich nach seinen Angaben durch eine verbesserte Tuchführung aus, die selbst bei großen Glasflächen eine „perfekte Tuchspannung und höchste Windstabilität“ garantiere.
Gemeinsam ist den Systemen dem Fachmann zufolge, dass sie die Sonne nicht mehr nur als Störfaktor betrachten, sondern sie aktiv nutzen. „Das Ziel ist es heute, die Sonnenenergie intelligent zu verwenden und gleichzeitig effektiv vor ihr zu schützen – für Komfort im Sommer wie im Winter.“
Energieeffiziente Lösungen für den Gebäudebestand
Von den konkreten Produktlösungen zur übergeordneten Entwicklungsstrategie des Unternehmens: Wie Geschäftsführer Yannick Gross erläutert, orientiert sich die Produktentwicklung bei Lakal verstärkt an den Herausforderungen im Bestand und der Notwendigkeit einer nachträglichen energetischen Optimierung. „Ein wesentlicher Trend ist der Fokus auf die Renovierung und Nachrüstung, bei der Systeme gefragt sind, die ohne massiven Eingriff in die Bausubstanz einen maximalen Effekt erzielen“, sagt Gross. „Hierbei spielt die Energieeffizienz die zentrale Rolle, da ein intelligent gesteuerter Sonnenschutz die thermische Performance der Fassade sowohl im Winter durch zusätzliche Isolationsschichten als auch im Sommer durch effektive Hitzestopp-Funktionen maßgeblich verbessert.“
Ergänzt werde diese Entwicklung durch eine zunehmende Resistenz der Produkte gegenüber klimatischen Veränderungen. „Angesichts extremer Wetterlagen fokussieren wir uns auf eine überdurchschnittliche Windstabilität sowie auf Schutzfunktionen, die den Nutzer zuverlässig vor Temperaturextremen bewahren“, sagt der Geschäftsführer. Konkret gehe es um Sicherheit durch Autonomie: „Unsere SmartHome-fähigen Systeme bieten ganzjährig einen signifikanten Komfortgewinn, indem sie das Gebäude passiv kühlen oder die Wärmeisolierung unterstützen.“ Ein entscheidender Faktor ist für Gross auch, dass die Nutzung und Anwendung der Systeme umkompliziert ist: „Durch das Plug-and-Play-Prinzip garantieren wir einen enormen Mehrwert bezüglich der Installationszeit sowie eine denkbar einfache Anwendung.“
Nahtlose Integration in die Fassade
Was die Gestaltung angeht, stehen bei Lakal ästhetische Vielfalt und Farbhomogenität im Vordergrund, um eine nahtlose Integration in bestehende Fassadenbilder zu ermöglichen. „Dieser ästhetische Anspruch wird bei Lakal durch ein tiefes Verständnis von Nachhaltigkeit vervollständigt, das über die reine Energieersparnis hinausgeht“, führt Gross aus. Für Lakal bedeute Nachhaltigkeit vor allem Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit. „Wir stellen sicher, dass sich unsere Produkte über lange Zeiträume hinweg instand setzen lassen, um Ressourcen zu schonen und dem Fachhandel sowie dem Endkunden eine zukunftssichere Lösung mit hoher Garantiequalität zu bieten.“ Darüber hinaus setze Lakal auf eine multifunktionale Gestaltung, die etwa Insektenschutzlösungen direkt integriere und so den Nutzwert der Produkte steigere.
Reflexa: Raffstores einfach und zeitsparend auf der Baustelle montieren
Bei Reflexa liegt ein wesentlicher Schwerpunkt der jüngsten Weiterentwicklungen auf der einfachen und zeitsparenden Montage. „Viele Systeme wurden konstruktiv überarbeitet, um Installationszeiten deutlich zu reduzieren und typische Montageschritte zu vereinfachen“, sagt Hans-Jörg Feistle, Leiter Produktmanagement. „Vormontierte Baugruppen, verbesserte Befestigungspunkte und klare Baubarkeiten sorgen für einen reibungslosen Ablauf auf der Baustelle – insbesondere im Sanierungs- und Renovierungsbereich, wo Zeit und Zugänglichkeit oft begrenzte Faktoren sind.“
Als Beispiel, wie sich der Fachpartner durch vormontierte Komponenten Zeit bei der Montage am Baukörper spart, nennt Feistle das SMS-Plus-System bei Raffstores, welches das Unternehmen – ähnlich wie einen Rollladen – montagefertig zu seinen Kunden liefere. „Es müssen nur noch die Führungsschienen aufgesteckt und diese dann am Baukörper verschraubt werden“, sagt der Leiter Produktmanagement. Ein zusätzliches Einhängen des Behangs sei nicht notwendig, dieser sei fertig verkabelt und vormontiert im Raffstorekasten verbaut. Als weitere montagefreundliche Komponente im Bereich Raffstore führt der Fachmann den Abstandhalter Typ X70 auf, der sich durch eine neuartige Technik schraublos mit der Führungsschiene verbinden lasse. Nicht sein einziger Vorteil: „Durch das voreingestellte Maß von 70 Millimeter bis Mitte Blende entfällt die zeitaufwändige Ausrichtung auf das richtige Maß“, betont Feistle.
Modulare Systeme: Standard- statt Sonderlösungen
Parallel zur Montagefreundlichkeit hat Reflexa sein Portfolio an die Anforderungen moderner Gebäudetypen angepasst. Große Glasflächen, bodentiefe Fenster, hybride Fassaden und energieeffiziente Neubauten erfordern laut Feistle flexible und systemkompatible Sonnenschutzlösungen, weshalb Reflexa sein Angebot gezielt ausgebaut hat: „Durch konstruktive Weiterentwicklungen und modulare Systemansätze lassen sich Raffstores, Rollläden, Zip-Screens und Zusatzlösungen heute einfacher an unterschiedliche bauliche Gegebenheiten anpassen – ohne individuelle Sonderlösungen planen zu müssen“, betont der Fachmann.
Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt liegt nach seinen Angaben in der Ausweitung der Bedien- und Antriebsmöglichkeiten. Neben klassischen Bedienformen sind zahlreiche Systeme heute serienmäßig für Funk-, SmartHome- oder Solarantriebe vorbereitet. „Gerade netzunabhängige Solarlösungen bieten dem Verarbeiter klare Vorteile, da sie sich ohne zusätzliche Elektroarbeiten installieren lassen und sich besonders für Nachrüstungen eignen“, sagt der Leiter Produktmanagement. „Unser Kunde kann sofort nach der Installation dem Endanwender funktionierenden Sonnenschutz übergeben.“
Roma: Zweiter Rettungsweg im Mittelpunkt
Ein zentrales Innovationsthema bei Roma ist aktuell die sichere Umsetzung des zweiten Rettungswegs für Rollladen-, Raffstore- und Textilscreen-Systeme. „Der zweite Rettungsweg stellt sehr hohe Anforderungen an Planung, Ausführung und Funktion von Sonnenschutzlösungen – insbesondere bei anspruchsvollen Wohn- und Objektbauprojekten“, sagt Marketingleiter Tobias Löhner. Im Mittelpunkt stehen nach seinen Angaben eine zuverlässige Freigabe im Gefahrenfall, eine sichere und intuitive Bedienbarkeit sowie die klare Einbindung in das jeweilige Brandschutz- und Nutzungskonzept des Gebäudes.
Roma unterstütze seine Fachpartner hier mit praxisbewährten, zuverlässigen Lösungen, die gezielt auf die besonderen Anforderungen des zweiten Rettungswegs ausgelegt sind. Neu zur Verfügung stehen eine drahtgebundene Akkupufferung sowie Nothandkurbelmotorlösungen, die auch bei Stromausfall das Herauffahren des Sonnenschutzes gewährleisten. Speziell für Raffstores bietet Roma unterschiedliche Notbedienungsvarianten: manuell über Lift&Go und Push&Go oder motorisiert über eine Schnellraffung, die im Ernstfall ein zügiges Öffnen ermöglichen.
Komplettsystem Uno: Ein Kasten, viele Möglichkeiten
Zu den neueren Produktlösungen von Roma gehört auch Uno – ein durchgängiges Sonnenschutz-Komplettsystem inklusive Fensterbank, das Planungs- und Ausführungsprozesse deutlich vereinfachen soll. „Während unterschiedliche Behangarten in klassischen Projekten meist verschiedene Kastengrößen und Details erfordern, reduziert Uno diese Komplexität konsequent durch eine einheitliche Kastengröße von 200 mal 170 Millimeter – für Rollladen, Raffstores und Textilscreens gleichermaßen“, sagt Löhner. Gleichzeitig bleibe das System flexibel: Ein späterer Behangwechsel sei immer noch möglich – ohne bauliche Eingriffe am Kasten. Damit unterstützt Uno nachhaltige und langfristig nutzbare Gebäudekonzepte.
Sicherheit durch reduzierte Komplexität
Ein besonderes Merkmal von Uno ist des Weiteren die farblich abgestimmte Fensterbank mit integriertem Entwässerungsmodul. „Der geprüfte, schlagregendichte Anschluss sorgt für zuverlässigen Witterungsschutz“, erläutert der Marketingleiter. Ergänzt wird das System durch einen modularen Führungsschienenbaukasten, der die Integration von Insektenschutz sowie einer Absturzsicherung ermöglicht – letztere ausgeführt aus Glas, Blech oder als Gitter. Außerdem erwähnenswert: Uno ist für alle gängigen Wandaufbauten geeignet – von Putzfassade über WDVS und Holzständerbau bis zur Klinkerfassade – und damit sowohl im Neubau als auch in der Modernisierung einsetzbar. Löhners Fazit: „Planer und Ausführende im R+S-Handwerk profitieren beim Uno-Komplettsystem von hoher Planungssicherheit, reduzierter Komplexität, eindeutigen Schnittstellen und effizienter Montage.“
Sicherheit und Ästhetik zusammendenken
Und in welche Richtung bewegt sich generell die Produktentwicklung bei Roma? „Unsere Produktentwicklung ist klar darauf ausgerichtet, Sicherheit und Ästhetik konsequent zusammenzudenken“, sagt Löhner. Denn Sonnenschutzsysteme übernehmen nach seinen Angaben heute weit mehr als nur eine funktionale Aufgabe: Sie prägen die Fassade, beeinflussen das Raumklima und müssen gleichzeitig hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen.
Vor diesem Hintergrund sind dem Marketingleiter zufolge Sonnenschutzlösungen gefragt, die sich gestalterisch flexibel einsetzen lassen – etwa durch neue Farben, Oberflächen und differenzierte Designvarianten: „Diese eröffnen Architekten und Planern eine klare architektonische Linienführung und ermöglichen eine individuelle Fassadengestaltung“, sagt Löhner. Gleichzeitig integriere Roma funktionale Aspekte wie Absturzsicherungs- und Rettungswegoptionen. Der ganzheitliche Ansatz stehe dabei im Vordergrund: Sonnenschutz, Sicherheit und Gestaltung werden als integriertes System gedacht. „Unsere Lösungen vereinen architektonische Zurückhaltung, hohe Funktionalität und langfristige Wertbeständigkeit – von der nahtlosen Fassadenintegration über perfekt abgestimmte Farben und Materialien bis hin zu zukunftssicheren Komfort- und Automatisierungskonzepten“, fasst Löhner zusammen.