Die R+T 2027 in Stuttgart bietet einen Überblick über innovative Lösungen für die Gebäudehülle – von adaptiven Fassaden über intelligenten Sonnenschutz bis hin zu energieeffizienten Torsystemen. Darüber hinaus stehen zwei Architektur-Highlights im Fokus.

Die R+T öffnet vom 15. bis zum 19. Februar 2027 in Stuttgart ihre Tore. Neben dem Kernprogramm richtet die Messe Stuttgart den Fokus diesmal auch auf Fachleute aus Architektur und Planung. Zwei Formate stehen im Mittelpunkt: die Premiere des Future Skins Award und der Landeskongress für Architektur und Stadtentwicklung Archikon, der erstmals im neuen Dreijahresturnus parallel zur Messe stattfindet.
Premiere für Future Skins Award
Die Gebäudehülle entscheidet maßgeblich über Energieverbrauch, Raumkomfort und Nachhaltigkeit eines Bauwerks. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Innen und Außen, zwischen Architektur und Klima setzt der Future Skins Award an. Der Wettbewerb feiert auf der R+T 2027 Premiere und richtet sich an Studierende der Architektur, des Bauingenieurwesens und verwandter Disziplinen. Sie sollen visionäre Konzepte für klimapositive Gebäudehüllen entwickeln.
Die Messe Stuttgart lobt den Wettbewerb aus, unterstützt von Partnern wie der Architektenkammer Baden-Württemberg (AKBW), Nexture+ und der Hochschule für Technik Stuttgart (HfT). Eine interdisziplinär besetzte Jury vereint Fachleute aus Praxis, Forschung und Lehre. Zu den Jurymitgliedern zählen u.a. Prof. Dr.-Ing. Jan Cremers (HfT), Dipl.-Ing. Arch. Magdalena Weiss (gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner / Shanghai Academy of Fine Arts), Prof. Dipl.-Ing. Volkmar Bleicher (Transsolar / HfT), Mirjam Schnapper (Landesvorstand AKBW), Prof. Martin Haas (Haascookzemmrich Studio2050 / DGNB), Christian Schätz (Nexture+) sowie Wilhelm Hachtel (ES-SO).
"Architektur braucht heute eine Haltung, die weit über reine Gestaltungsfragen hinausgeht. Wir stehen vor Themen, die Ressourcen, Klimaresilienz, räumliche Qualität und Verantwortung betreffen", erläutert Mirjam Schnapper. Der Award gebe Studierenden die Möglichkeit, diese Themen im Rahmen ihrer Entwürfe neu zu denken und weiterzuentwickeln. Magdalena Weiss ergänzt: "Besonders spannend sind Konzepte, die energieerzeugende Technologien wie integrierte Photovoltaik oder steuerbare, adaptive Elemente mit passiven, materialbasierten Strategien kombinieren."
Entscheidend sei, dass diese Lösungen kontextbezogen entstehen – nur mit regional angepassten Bauweisen lasse sich angemessen auf lokale klimatische Bedingungen reagieren. Studierende reichen ihre Arbeiten bis zum 12. Januar 2027 ein. Die Preisverleihung findet während der R+T 2027 statt.
Archikon wechselt in den Dreijahresturnus
Parallel zur R+T 2027 findet im ICS Internationales Congresscenter Stuttgart zum sechsten Mal der Landeskongress Archikon statt. Eine Neuerung: Archikon wechselt vom bisherigen Zweijahresrhythmus in einen Dreijahresturnus und läuft künftig immer parallel zur R+T. Die Messe Stuttgart und AKBW versprechen sich davon nachhaltige Synergien zwischen Messe und Kongress.
"Die feste Verankerung im Drei-Jahres-Turnus parallel zur R+T ist strategisch klug: Archikon bietet so die Möglichkeit, dass Planung und Industrie gemeinsam an den Lösungen für eine nachhaltige Baukultur arbeiten", sagt Peter Reinhardt, Geschäftsführer des Instituts Fortbildung Bau (Ifbau) der AKBW. Ifbau veranstaltet Archikon in Kooperation mit Messe Stuttgart.
Projektrundgänge und gezielte Orientierung für Planer
Ein besonderes Format soll Theorie und Praxis verbinden: Am 18. Februar 2027 plant die AKBW kuratierte Projektrundgänge im Rahmen von Archikon. Interessierte Kongressteilnehmer besuchen ausgewählte Aussteller auf der R+T 2027. Architektinnen und Architekten stellen dort gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen realisierte Projekte unter dem Titel Besondere Fassadendetails vor. Im Fokus stehen planungsrelevante Lösungen, die sich in der Praxis bewährt haben.
Damit sich Architekten und Planer auf der Messe schnell zurechtfinden, kennzeichnen ausstellende Unternehmen ihre planungsrelevanten Produkte und Services mit dem Label Products for Architects. Wie schon zur R+T 2024 steht die Kennzeichnung als Filteroption in der Online-Ausstellersuche zur Verfügung. Zusätzlich weisen Hallenplan und Messestände das Label direkt aus.