sicht & sonnenschutz hat ein spannendes Bauprojekt in Wasserburg begleitet: Moritz Reiser, Geschäftsführer des Fachbetriebs RSR, und sein Team haben das Terrassendach Avantgarde von Terrasign in einer Premiumausführung aufgebaut – und zwar in Reisers privatem Garten.

Als der sicht & sonnenschutz-Reporter zuletzt bei Moritz Reiser zu Hause war, spannte sich noch das rollbare Twister-Segel Shadeone von Shadesign als Sonnenschutz über die Terrasse. Davon ist an diesem Morgen Anfang Juli nichts mehr zu sehen. Stattdessen ist die Terrasse eine Baustelle. Fundamente sind vorbereitet und an der Fassade ist bereits ein tragender Wandanschluss mit drei Pfosten zu sehen. Es sind die Vorarbeiten, auf deren Basis Reiser, Stefan Misthilger, sein Co-Geschäftsführer beim Wasserburger Fachbetrieb RSR, sowie die Monteure Robert Hopf und Patrick Unterhaslberger an diesem Tag das Terrassendach Avantgarde von Terrasign aufbauen werden. "Das wird das Next Level Upgrade", sagt Reiser zu dem Bauvorhaben. Er habe schon immer ein Glasdach gewollt, es sich in der Vergangenheit aber nicht leisten können und wollen.
Nach fast zehn Jahren Selbstständigkeit sieht heute nicht nur die finanzielle Situation anders aus, auch privat macht die Investition für Reiser jetzt Sinn: Ende des vergangenen Jahres ist er Vater eines Sohnes geworden. "Ich finde es wichtig, dass er auch draußen Zeit verbringen kann, wenn das Wetter schlecht ist", führt Reiser als ein Argument für den Umbau auf.
Premiumpaket: Voll ausgestattete Musteranlage für Endkunden
Außer für den privaten Nutzen soll das Terrassendach als Musteranlage für Endkunden dienen, wie zuvor bereits das Segel. Zu sehen haben werden diese einiges. Denn Reiser gönnt sich die Vollausstattung: Das Glasschiebesystem Glide verschließt die Überdachung rundum, zwei Aufglasmarkisen Optima sorgen für Schatten, zudem sind als Beleuchtung die LED-Lichtschienen Lightfixx in den Sparren integriert. "Mit Blick auf das, was Terrasign im Programm hat, geht nicht mehr", sagt Reiser. Hinzu kommen zwei elektrische Dachschiebefenster Airslide von Extremeline sowie ein Heizstrahler des Unternehmens.
Wie Reiser anmerkt, entscheiden sich seine Kunden beim Kauf eines Daches nur selten für eine solche Vollausstattung. Vielmehr würden sie das Grunddach mit Markise kaufen – und dann, je nach Bedarf und den finanziellen Möglichkeiten, Stück für Stück aufrüsten. Apropos: Mit Blick auf das Terrasign Dach empfiehlt Reiser, für einen geringen Aufpreis gleich sog. T-Stücke mitzubestellen – das sind Dreifach-Steckverteiler, die in die Sparren eingesetzt werden und eine einfache Verkabelung des Lichtsystems ermöglichen. "Sind die Sparren so vorgerüstet, lassen sich LED-Schienen später unkompliziert nachrüsten", sagt der Fachmann.
Wegen König Fußball: Kein Pfosten in der Mitte gewünscht
Für den Aufbau des Avantgarde Daches sind Reiser und sein Team an diesem Morgen früh ans Werk gegangen. Es ist erst kurz nach 8 Uhr, als sie sich daranmachen, Pfosten und Pfette gegenüber dem Wandanschluss zu montieren. "Die maximale Spannweite zwischen den Pfosten beträgt aufgrund der Schneelastvorgaben und bei in der Pfette eingesetzter Stahlverstärkung 5,60 Meter", erläutert Reiser, warum neben den beiden äußeren Pfosten zirka einen Meter nach innen versetzt auf jeder Seite ein weiterer Pfosten steht. Tatsächlich ist nicht nur die Ausstattung von Reisers Dach beeindruckend, sondern auch dessen Maße: vier Meter tief und mehr als 7,5 Meter breit. Und warum hat sich Reiser nicht für nur einen weiteren Pfosten entschieden, der die Pfette in der Mitte teilt? "Ich wollte eine große Öffnung und freie Sicht haben. Denn im Sommer schauen wir oft gemeinsam Fußball und werfen die Spiele per Beamer auf eine Leinwand an der Garage."
Ich wollte eine große Öffnung und freie Sicht haben."
Moritz Reiser, RSR
Es ist jetzt kurz nach 9 Uhr. Ein Lkw von Bayernglas liefert die Scheiben für die Dacheindeckung an. Für 11 Uhr ist ein weiterer Mitarbeiter des Unternehmens angekündigt, der diese mithilfe eines Minikrans auf das Dach hebt. Bis dahin gilt es u.a. die zwei Aufglasmarkisen mitsamt Führungsschienen und Markifixx Haltern zu montieren, die Sparren und die Querriegel einzusetzen, das Fallrohr für die Entwässerung anzubringen und das LED-System zu verkabeln. Wenig Zeit für viel Arbeit.
Montagehilfe: Markisen perfekt positioniert
Da ist es gut, dass jetzt auch Torsten Solberg vor Ort ist und das Team bei der Montage unterstützt. Der Profi aus dem Terrasign-Vertrieb begleitet regelmäßig Erstinstallationen und Mustermontagen – und gibt den Monteuren wertvollen Input. "Ich verhindere Frust bei den Monteuren, wenn sie das erste Mal mit einem Produkt konfrontiert sind, und gebe ihnen Tipps aus der Praxis", sagt Solberg. Gleichzeitig nehme er immer auch Anregungen mit zurück in die Firma, um die Produkte und den Montageablauf zu verbessern.
Ich verhindere Frust bei den Monteuren, wenn sie das erste Mal mit einem Produkt konfrontiert sind, und gebe ihnen Tipps aus der Praxis."
Torsten Solberg, Terrasign
Interessant zu beobachten ist an diesem Tag vor allem die Markisenmontage. Mit einem Markisenlift von KSF befördern die Monteure die Anlagen auf das Dach, um sie dort dann in zwei der Montagehilfen einzulegen, die Terrasign eigens für seine Optima-Anlagen entwickelt hat. Dabei handelt es sich um Schaum-Formstücke, die mithilfe einer Art Schlitten am Sparren fixiert werden. "Die Markisenkassette schmiegt sich in die gewölbte Form ein und ist dann exakt so positioniert, dass die Führungsschienen einfach aufgesteckt und das Tuch sauber in die Zip-Führung eingefädelt werden können“, erläutert Solberg. Für Reiser eine klare Arbeitserleichterung: "Das Einfädeln ist immer eine heikle Angelegenheit. Da ist es gut, wenn man sich voll darauf konzentrieren kann", sagt der R+S-Profi. Übrigens: Bei dem Markisentuch, das Reiser in einem hellen Farbton gewählt hat, sind die einzelnen Stoffbahnen Stoß an Stoß miteinander verklebt – mithilfe des Ultraseam-Verfahrens. "Das Wickelverhalten ist besser, es bilden sich deutlich weniger Falten", erläutert Solberg die Vorteile des Verfahrens, mit welchem Terrasign die von Sattler angelieferten Stoffe standardmäßig verarbeitet. Reiser hingegen war lange Zeit ein Skeptiker von Ultraseam, ist nun aber überzeugt – auch weil er Terrasign-Geschäftsführer Ingo Kneer persönlich kennengelernt hat. "Ingo Kneer ist so ein Perfektionist. Er würde Ultraseam nicht verwenden, wenn er nicht voll dahinterstehen würde."
Verglasung: Der Mann mit dem Minikran ist da
Pünktlich um 11 Uhr fährt der Bayernglas-Mitarbeiter vor. Mit seinem Jekko SPX532 Minikran und dem Glassauger Grip Glass-Maxx CX5-L hebt er Scheibe für Scheibe auf das Dach, wo Reisers Mitarbeiter Hopf und Unterhaslberger sie behutsam in Empfang nehmen und zwischen den Sparren einlegen. In der jeweils zweiten Sparrenbahn von außen sind eine kürzere Scheibe und eine Quersprosse montiert, zum Wandanschluss hin klafft eine Lücke. Hier sollen zu einem späteren Zeitpunkt die Airslide Dachschiebefenster von Extremeline eingesetzt werden. "Ich werde einen Grill unter das Dach stellen. Die Fenster dienen dann als Rauchabzug", nennt Reiser einen Anwendungszweck.
Nachdem mithilfe des Profilsystems Glasfixx auch jeweils eine Scheibe in die stumpf zulaufende Öffnung zwischen Querriegel und Außensparren – das Dach hat eine Neigung von 4,5 Grad – eingesetzt ist, schließen Reiser und sein Team die Verglasungsarbeiten ab: Sie setzen die Glasleisten und die Dichtungsgummis ein. Auch hier hat sich Terrasign etwas für die Monteure einfallen lassen. "Die Glasleistendichtungen sind werkseits bereits auf die benötigte Länge zugeschnitten. Die Stauchung, die beim Einbau erfolgt, ist dabei berücksichtigt", sagt Solberg.
Rundum verschlossen: Glasschiebewände einbauen
Nach der Mittagspause und nachdem die per Somfy-Funkmotor angetriebenen Markisen angeschlossen und eingefahren sind, steht der restliche Arbeitstag im Zeichen des Glasschiebesystems Glide. Die Monteure bringen an allen drei offenen Seiten die Decken-, Boden- und Seitenschienen an und setzen anschließend die Glasschiebeelemente ein – eines nach dem anderen und in der Reihenfolge umgekehrt zur fertigen, geschlossenen Position. Kurz vor Feierabend ist das letzte Element montiert. "Insgesamt ist es gut gelaufen", fasst Reiser den Tag zusammen. Bei nächster Gelegenheit wollen er und sein Team dann noch die Extremline Produkte montieren, Sensoren von Somfy anschließen und den Elektroanschluss fertigstellen. Bei den Somfy Sensoren handelt es sich um den Regensensor Ondeis io und den Windsensor Eolis io, die über spezielle Halterungen von Terrasign formschön an das Dach angebaut werden. Der dritte Sensor ist Sunteis io, der Helligkeits- und Temperaturmessung in einem Produkt kombiniert und sich über die SmartHome-Zentrale Tahoma konfigurieren lässt.
Bei dem Dach ist viel vorgebohrt und vorgeschnitten – und die Maßgenauigkeit ist auf Maschinenbau-Niveau. Das macht die Montage einfach."
Moritz Reiser, RSR
Neben der sensorbasierten Steuerung wird Reiser den Funkhandsender Ysia Patio io als Fernbedienung für Markisen, Licht & Co. nutzen. „Bis zu 16 Antriebe und Empfänger lassen sich damit steuern“, betont Reiser.
Unerreichte Perfektion: Wo Terrasign punktet
Und wie bewertet der R+S-Profi abschließend das Terrasign Dach? Insbesondere hebt Reiser die Montagefreundlichkeit und den hohen Vorfertigungsgrad hervor. "Es ist viel vorgebohrt und vorgeschnitten – und die Maßgenauigkeit ist auf Maschinenbau-Niveau. Das macht die Montage einfach", sagt Reiser. Zugleich lobt er den hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens. "Terrasign liefert eine Perfektion, die andere nicht liefern, und setzt alles auf den Punkt um." Dafür gilt es Reiser zufolge allerdings auch, alles sorgfältig zu planen und auszuarbeiten. "Wenn man sich beim Konfigurieren und Bestellen des Produkts Zeit nimmt und das gut macht, bekommt man auch eine Lösung, die perfekt ist." Solberg nimmt das Kompliment gerne an. "Wir können das Rad nicht neu erfinden, aber uns durch Zuverlässigkeit, Lieferperformance und kleinere Verbesserungen vom Markt abheben."
Bleibt nur noch die Frage offen, was eigentlich mit dem Shadesign Segel passiert ist. "Das hängt jetzt bei einem Freund in Salzburg", sagt Reiser. "Der hat das gut gebrauchen können."
Update: Montage der Airslide Dachschiebefenster
Die Airslide Dachschiebefenster von Extremeline sind mittlerweile ebenfalls montiert. Details zeigt die nachfolgende Bildergalerie. Das eingebundene Video links zeigt den Öffnungsvorgang.
Und hier noch Bilder von den montierten Somfy Sensoren Ondeis io und Eolis io sowie dem Heizstrahler von Extremeline.








