Moderne Outdoor Living-Lösungen Nova Hüppe: Wohnen unter freiem Himmel – neu definiert

Ein Besuch bei Nova Hüppe am Firmensitz im niedersächsischen Oldenburg zeigt: Das Unternehmen setzt auf zukunftsweisende Outdoor Living-Konzepte – und auf gewachsene Partnerschaften mit dem Fachhandel als tragende Säulen seines Erfolgs.

Mit hochwertigen Schattenspendern hat sich Nova Hüppe längst als feste Größe im Outdoor Living-Markt etabliert. Besonders gefragt bei Kunden sind Modelle wie die Gelenkarmmarkise Novetta oder die Prima als Einstiegsvariante. „Terrassenmarkisen sind unsere DNA“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Normen Strecker. Ebenfalls zum Sortiment gehören Glasbaubeschattungen, z.B. die Trend Unterdach- und Wintergartenmarkise oder die Solaroll Fenstermarkise. „Das ist mittlerweile der größte Geschäftsbereich“, so der Firmenchef. Als drittes Standbein ergänzen textile Pergolasysteme wie die Q.bus und das Lamellendach clima Q.bus das Angebot.

Die Nachfolge bei Nova Hüppe ist bereits geregelt: Seit 2015 ist Jan Niklas Strecker (li.), Sohn des geschäftsführenden Gesellschafters Normen Strecker (re.), mit an Bord des Unternehmens. - © Friedrichs

Mit dem kontinuierlichen Ausbau des Programms positioniert sich Nova Hüppe zugleich als Innovationstreiber. Neu sind z.B. die Pergolamarkise NovaTop, die Senkrechtmarkise Solaroll SZ15 für Breiten bis sechs Meter oder die Holzschiebeelemente Lunetta für den Q.bus und den clima.Q.bus. "Uns ist es schon früh gelungen, die Zip-Technologie in die Horizontale zu bringen", nennt er ein Alleinstellungsmerkmal. "So lässt sich z.B. ein Markisenbehang in einen textilen Wintergarten verwandeln."

"Uns ist es schon früh gelungen, die Zip-Technologie in die Horizontale zu bringen."

Normen Strecker, geschäftsführende Gesellschafter Nova Hüppe

Ob LED-Spots, Lichtbänder, Volant-rollos oder Infrarotheizstrahler: Auch den modernen Zusatzausstattungen sind kaum Grenzen gesetzt. Aber nicht nur das: "Wir befassen uns bereits seit Längerem mit Technologien wie Photovoltaik", bekräftigt Strecker. So wurde 2023 mit NovaSolar ein solarbetriebener Antrieb auf den Markt gebracht. Ausgestattet mit Somfy-Funkmotor lassen sich damit die Trend Volantrollos und die Solaroll Senkrechtmarkisen steuern. Eine weitere Produktneuheit steht bereits in den Startlöchern.

Tradition reicht bis 1889 zurück

Nova Hüppe blickt auf eine lange, aber wechselvolle Geschichte zurück. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1889 zurück, als Justin Hüppe im niedersächsischen Oldenburg eine Sattlereigroßhandlung gründete. Der Einstieg in den Sonnenschutzbereich erfolgte 1925 mit der Produktion von Springrollos, später folgten Verdunklungsrollos, Außenjalousien und Gelenkarmmarkisen. Im Laufe der Zeit gelang es, neue Märkte zu erschließen, sodass sich der Name Hüppe zur norddeutschen Marke für Sonnenschutz, Raumtrennsysteme sowie Duschabtrennungen entwickelte. Ab 1987 ging man neue Wege und teilte das Unternehmen in zwei eigenständige Firmen, wobei sich die Hüppe Form GmbH fortan auf Sonnenschutz- und Raumtrennsysteme konzentrierte. Im Jahr 2000 wurde ein Markisenwerk am Standort in Oldenburg-Tweelbäke, dem heutigen Firmensitz, eröffnet.

Nur fünf Jahre später wagten Normen Strecker und seine Schwester den Schritt in die Selbstständigkeit. Nach mehreren Jahren in leitender Position bei Hüppe Form gründeten sie 2005 die Hüppe Markisen GmbH, die drei Jahre später in Nova Hüppe GmbH umfirmierte. Das hieß: weg von Konzernstrukturen, hin zu einer mittelständischen Ausprägung. "Wir haben mit 40 Mitarbeitern begonnen", erinnert sich Strecker.

Auf Wachstumskurs

Seitdem ist der Hersteller auf Wachstumskurs: 2011 betrug die Produktionsfläche bereits rund 6.000 Quadratmeter – heute sind es etwa 15.000 Quadratmeter, verteilt auf vier Standorte. "Wir hatten das Glück, mehrmals Nachbargrundstücke erwerben zu können", sagt er. Zudem hat Nova Hüppe 2016 die Mehrheit am Pulverbeschichtungsspezialisten Alfons Hannig im niedersächsischen Rehburg-Loccum übernommen. "So sind wir in der Lage, den Großteil unserer Profile selbst zu beschichten", ergänzt er. Aktuell beschäftigt Nova Hüppe inklusive Tochterunternehmen etwa 250 Mitarbeitende und ist mit einem Netzwerk von rund 400 Fachhändlern bestens aufgestellt – nicht nur im Heimatmarkt Deutschland, sondern auch in Ländern wie Österreich, der Schweiz und den Beneluxstaaten.

"Durch das schnelle Wachstums haben wir großen Nachholbedarf, was Schulungen angeht."

Normen Strecker, geschäftsführende Gesellschafter Nova Hüppe

Ein weiterer Meilenstein war 2024 die Eröffnung des Nova Hüppe Campus. In dem Schulungscenter stehen Produkt- und Partnerseminare für Fachhändler rund um Steuerungs- und Befestigungstechnik sowie Sonnenschutzgewebe mit Somfy, Tox-Dübel und Sattler auf dem Programm. Auch eigene Mitarbeitende werden dort geschult. "Das Angebot wird sehr gut angenommen", freut sich Strecker. "Durch das schnelle Wachstums haben wir großen Nachholbedarf, was Schulungen angeht." Auch neue Veranstaltungsformate seien bereits in Planung.

Ein USP: Papierlose Fertigung

Nova Hüppe setzt seit vielen Jahren auf ein ERP-System, das sämtliche Geschäftsprozesse – von Produktion und Logistik über Einkauf, Buchhaltung und Personalwesen bis hin zum Vertrieb und Kundendienst miteinander verzahnt. So sorgt z.B. die Erfassung aller Produkte über Stücklisten bis hin zur Schraube dafür, dass Materialbestände und Lagerbewegungen stets unter Kontrolle sind. "Das ermöglicht uns eine lückenlose Transparenz über sämtliche Aufträge und Ressourcen", beschreibt Strecker die Vorteile. Zugleich sind mit dem ERP-System digitale Arbeitsanleitungen verknüpft, auf die Mitarbeitende über Bildschirme an den Fertigungsstationen Zugriff haben, um Aufträge reibungslos und fehlerfrei bearbeiten zu können.

"Dank durchgängiger Digitalisierung arbeiten wir heute komplett papierlos."

Normen Strecker, geschäftsführende Gesellschafter Nova Hüppe

Ein Erfolg der durchgängigen Digitalisierung sei eine Liefergenauigkeit von mehr als 99 Prozent. "Zugleich sind wir so perfekt gerüstet für die Hochsaison, wenn rund 200 Einheiten am Tag unsere Werkshallen verlassen", unterstreicht der CEO. Das sei ein gigantisches Projekt gewesen – sowohl finanziell als auch hinsichtlich der Implementierung. "Aber der Aufwand hat sich gelohnt – heute arbeiten wir komplett papierlos", fasst Strecker zusammen. Durch intensive Kommunikation und regelmäßige Schulungen sei es gelungen, eine breite Akzeptanz bei den Mitarbeitenden zu schaffen.

Sein Fazit: "Mit Fachkräften aus 22 Nationen und den geringen digitalen Berührungsängsten bewegen wir uns souverän in der digitalen Welt." Als Nächstes bereite man sich auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Fertigung vor, um Qualitätskontrolle und Rentabilität weiter zu verbessern.

Mit flachen Hierarchien zum Erfolg

Darüber hinaus setzt Nova Hüppe auf eine hohe Fertigungstiefe: So werden in der Konstruktionsabteilung eigene Komponenten entwickelt. Ein Beispiel: An neuralgischen Stellen der Markisen setzt das Unternehmen stranggepresste Bauteile ein, deren Festigkeit und Stabilität mittels Gesenkschmieden nochmals erhöht wird, damit sie den enormen Belastungen viele Jahre standhalten. "Die Novetta Plus F hat einteilig mit drei Gelenkarmen Maximalabmessungen bis zu acht Meter Breite und einen Ausfall von vier Meter. Da sind unkaputtbare Bauteile unerlässlich", betont Strecker. Und was macht das Erfolgskonzept von Nova Hüppe aus? Wichtige Faktoren sind laut dem CEO neben der mittelständischen Ausprägung auch eine inhabergeführte Unternehmenskultur, die schnelle Entscheidungen und flache Hierarchien ermöglicht.

"Trotz der schwierigen Situation haben wir uns von der aktuellen Marktentwicklung abgekoppelt und in den letzten zwei Jahren ein stabiles Wachstum gehalten", sagt Strecker. Das gelinge einerseits mit innovativen Produkten sowie andererseits mit einem starken Vertrieb, aktiver Neukundengewinnung und dem soliden Fundament an Bestandskunden. Diese Ausgangslage lasse auch für das Jahr 2025 einen optimistischen Ausblick zu. "Mit vielen Fachpartnern sind wir über die Jahre hinweg gemeinsam gewachsen", hebt er hervor. "Uns verbinden persönliche Beziehungen." Zur Unterstützung bietet das Unternehmen eine Vielzahl attraktiver Services – von Verkaufsförderungspaketen und Point of Sale-Systemen über Stoffmuster und Mustermarkisen bis zu Prospektmaterialien aus der hauseigenen Marketingabteilung. Nächster Meilenstein wird eine digitale Webshoplösung sein, über die Fachpartner rund um die Uhr ihre Bestellungen aufgeben können.

"Trotz der schwierigen Situation haben wir uns von der aktuellen Marktentwicklung abgekoppelt und in den letzten zwei Jahren ein stabiles Wachstum gehalten."

Normen Strecker, geschäftsführende Gesellschafter Nova Hüppe

Im Wettbewerb um Fachkräfte muss sich das Unternehmen behaupten – und das sei bisher erfolgreich gelungen. "Wir verfügen über ein starkes Recruiting und profitieren von den Netzwerken unserer Mitarbeitenden", sagt er. Zudem habe man aus der Historie heraus eine starke Arbeitgebermarke entwickelt – mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeitende. "Jede und jeder bekommt bei uns die Chance, sich durch externe Qualifikationen weiterzubilden", betont er. Heute profitiert das Team von einer Mischung aus jungen, dynamischen Kräften und erfahrenen Mitarbeitenden.

Nachfolge ist gesichert

Seit 2015 ist mit Jan Niklas Strecker auch die zweite Generation im Unternehmen aktiv. Nach einer Ausbildung im Marketing und einem BWL-Studium sammelte er zunächst Erfahrungen im Außendienst und im Export – seit Anfang 2025 leitet er nunmehr die Marketingabteilung. "Das waren wertvolle Stationen", resümiert er. Schritt für Schritt wird der Juniorchef nun auf seine künftige Führungsrolle vorbereitet. Parallel dazu hat Normen Strecker seine Arbeitszeit auf vier Tage reduziert, um sich ganz auf seine Rolle als Visionär zu konzentrieren: Er entwickelt neue Ideen und Produkte, die das Unternehmen weiter voranbringen sollen. Auf die Frage nach den Zukunftsplänen antwortet er vielsagend: "Wir haben noch viel vor."

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    Im neuen Nova Hüppe Campus stehen Produkt- und Partnerseminare für Fachhändler auf dem Programm.
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    In unmittelbarer Nähe zum Stammwerk hat Nova Hüppe 2021 eine neue Logistik- und Lagerhalle errichtet.
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    Die Logistik- und Lagerhalle ist fast 2.800 Quadratmeter groß. Sie ermöglichte eine Neustrukturierung der logistischen Prozesse.
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