Bildergalerie: Hafen Magdeburg: Rolltor in XXL-Größe

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    Der Magdeburger Hafen zählt mit einem jährlichen Umschlag von rund vier Millionen Tonnen zu den größten deutschen Binnenhäfen und ist durch den Anschluss an Straße und Schiene sowie an Elbe und Kanalnetz ein zentraler Warenumschlagplatz. Dort hat die Lingner Tor- und Türtechnik vor Kurzem ein Teckentrup Rolltor mit XXL-Abmessungen von zehn mal zehn Meter verbaut, um sehr große Bauteile von Windkraftanlagen in eine Halle transportieren zu können.
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    Das zuvor verbaute, kleinere Schiebetor wurde daher durch ein neues Rolltor ersetzt. Sowohl die außergewöhnliche Größe des Tors und das hohe Gewicht von rund zwei Tonnen als auch die exponierte Lage im Hafenareal mit großen Freiflächen und hoher Windlast verlangten zusätzliche Sicherungsmaßnahmen. Selbst im Binnenland kommen hier enorme Windkräfte zustande, entsprechend hoch liegen die Anforderungen an ein Tor.
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    Der ausführende Fachbetrieb entwickelte zusammen mit dem Torhersteller Teckentrup eine individuelle Lösung für diese anspruchsvollen Anforderungen. Um das Tor sicher montieren zu können, waren zunächst umfangreiche Vorarbeiten nötig: Die Hallenöffnung wurde so verändert, dass eine zehn mal zehn Meter große Öffnung entstand. Dann montierten die Handwerker seitliche Stahlträger gemäß den statischen Vorgaben, um das Tor daran befestigen zu können.
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    Selbst große Sektionaltore lassen sich mit relativ kleinen Antrieben betreiben, da bei diesen die Bewegungskraft zu einem wesentlichen Teil von den Federn geleistet wird. Beim Rolltor fehlt diese Federunterstützung. Der Antrieb muss also mehr leisten und das komplette Torgewicht hochziehen. Bis zu einem Gewicht von ca. 800 Kilogramm schaffen das direkt aufgesteckte Antriebe. Schwerere Tore – wie hier in Magdeburg – bekommen einen Antrieb mit Kettenübersetzung. So ist auch das Gewicht von 2.000 Kilogramm zu leisten.
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    Das Tor selbst weist mehrere Sicherungspunkte gegen die erhöhte Windlast auf: Sturmhaken sorgen für die seitliche Verankerung des Behangs in der Führungsschiene. Eine Andrückwelle unterhalb der Torwicklung sorgt dafür, dass der Behang zuverlässig an der Sturzdichtung anliegt und sicher in die Führungsschiene einläuft. Als Sonderanfertigung erhielt das Tor außerdem zusätzliche Bodenverankerungen, die am unteren Ende des Tors fixiert sind und in die eigens dafür gebohrten Ankeraufnahmen in der Bodenschwelle verlaufen, um so das Tor fest mit dem Bauwerk zu verbinden.
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    Auch die Montage war durch die Größe und das hohe Gewicht eine Herausforderung. Das Team der Lingner Tor- und Türtechnik nutzte dafür zwei Hebebühnen, die dieses Gewicht tragen und die nötige Höhe erreichen konnten. Die eher selten genutzte Kommunikation via Walkie-Talkies war nötig, damit die Monteure oben am Sturz mit dem Team am Boden im Austausch bleiben konnten, um die millimetergenaue Ausrichtung am Sturz zu koordinieren.
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    "Das war eine super Teamleistung. Von der individuellen Lösung der besonderen Anforderungen im Vorfeld über die maßgefertigte Produktion bis zum finalen Einbau", sagt Stefan Lingner, Geschäftsführer Lingner Tor- und Türtechnik. "Das Projekt war in vielen Aspekten ungewöhnlich. Für uns und für unseren Partner. Da zeigt sich wieder: Außergewöhnliche Aufgaben lassen sich nicht mit dem Standard erledigen, sondern mit Spezialisten, die individuell für den spezifischen Fall Lösungen suchen und entwickeln."