Der Rollladengurtbandhersteller Carl Stahl und die TU Dresden haben ein gemeinsames Forschungsprojekt beantragt. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung hochfester Schmalgewebe, die u.a. für den Rollladenbau interessant sind.

Motiviert wird das Projekt durch den Bedarf an Schmalbandgeweben mit erhöhter Bruchlast und maximaler Zugfestigkeit, z.B. für Pack- und Sicherungsanwendungen. "Die Entwicklung hochfester Gurte ist prinzipiell auch für den Rollladenbau relevant", sagt Udo Meining, Leitung Vertrieb Non-automotive bei Carl Stahl. "Bei Rollläden jenseits der Normgrößen, z.B. für große und schwere Fensterformate, ist eine höhere Bruchlast der Gurtbänder von Vorteil, nicht nur wegen der absoluten Reißfestigkeit, sondern auch hinsichtlich einer längeren Einsatzfähigkeit." Bislang sind hochfeste Gewebe technologisch schwer zu fertigen und somit auf dem Markt kaum verfügbar. Mit dem neuen Forschungszusammenschluss nehmen die Projektpartner die Herausforderung einer Technologieentwicklung von hochdichten Schmalgeweben an.
Starke Nachfrage im Markt
Als assoziierter Partner ist der Schweizer Bandwebmaschinenhersteller Jakob Müller an dem Projekt beteiligt. Der Zusammenschluss wurde auf der Fachmesse Techtextil 2024 besiegelt, die vom 23. bis 26. April in Frankfurt stattfand. Beantragt wurde das Projekt im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms des Mittelstands (ZIM) des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWK).
"Die Forschungskooperation fügt sich in unser Leitbild, Innovationspartner für den Bedarf unserer Kunden zu sein. Zusammen mit der TU Dresden und unserem langjährigen Partner, der Jakob Müller Group, reagieren wir auf eine starke Nachfrage im Markt", sagt Dr. Werner Boysen, Geschäftsführer Carl Stahl.
Dr. Dominik Nuss ist mit dem Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik an der TU Dresden Projektleiter des Forschungsvorhabens: "Wir freuen uns auf das Forschungsprojekt zusammen mit Carl Stahl und Jakob Müller, die das Projekt mit ihrer praktischen Expertise unterstützen."
"Als innovativer Bandwebmaschinenhersteller sind wir grundsätzlich interessiert an vielversprechenden technischen Weiterentwicklungen. Wir stehen daher für dieses ambitionierte wissenschaftliche Vorhaben gerne als Maschinenbau-Partner zur Seite und sind gespannt auf die Forschungsergebnisse", sagt Bertram Wendisch, Chief Technology Officer der Jakob Müller AG.