Der Verwaltungsneubau des E-Commerce-Unternehmens QoQa ist ein modernes Bürogebäude mit hohem Anspruch an Energieeffizienz und Ökologie. Zur Unterstützung des Klimakonzepts kommen Zip-Anlagen von Schenker zum Einsatz, die mit einem Spezialgewebe von Serge Ferrari ausgestattet sind.

Da die bisherigen Räumlichkeiten zu klein wurden, errichtete QoQa in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs von Bussigny im Schweizer Kanton Waadt ein neues Gebäude mit einer Fläche von 9.000 Quadratmeter. Die Fassadendämmung mit einem Gesamt-U-Wert von weniger als 0,75 W/m2K stellt einen Mehrwert für das Gesamtenergiekonzept dar und ermöglichte die Dimensionierung einer Niedrigleistungs-Wärmeerzeugung mit Erdwärmesonden und Wärmepumpen.
Zudem senken auf dem Dach installierte PV-Module die Stromkosten auf ein Minimum. Das Gebäude versteht sich als eine Art Blaupause aus dem Silicon Valley und ist als Ort des Austauschs mit hohem Wohlfühlcharakter für alle dort arbeitenden Personen konzipiert.
Gewebe bleibt in Spannung
Einen Beitrag zum Klimakonzept leisten die textilen Sonnenschutzanlagen, die den solaren Eintrag reduzieren – an den raumhohen Fensterflächen der Außenfassade genauso wie im Innenhof an der Pfosten-Riegel-Fassade. Die Anforderung bestand darin, einen effizienten Sonnenschutz sicherzustellen, der zugleich einen ungestörten Blick nach draußen zulässt.
Aus diesem Grund wurden die Zip-Anlagen des VSe Zip Systems von Schenker Storen mit dem Sonnenschutzgewebe Soltis Veozip von Serge Ferrari ausgestattet. Dessen Herstellung erfolgt mittels Smart-Yarn-Technologie, bei der hochfestes Polyestergarn einzeln mit PVC ummantelt und verwebt wird. Für Zip-Systeme eigne sich die Webstruktur deshalb, weil sie Flexibilität und Absorptionsreserven im Material ermögliche. Durch die Integration von Rohgarn verfügen die Screens über einen textilen Charakter mit weicher Textur.
Der Vorteil von Soltis Veozip liegt dem Hersteller zufolge darin, dass sich das Gewebe an die Systemumgebung anpasst und ungleichmäßige Krafteinwirkungen sowie Verformungen absorbiert, die bei wiederholtem Gebrauch entstehen. Das Gewebe bleibe in Spannung und vermeide Wellenbildung entlang der seitlichen Führungen oder Faltenbildung quer zur Laufrichtung.
Hohe Windstabilität
Da das Gebäude in Randlage in ansteigendem Gelände liegt, war ferner eine hohe Windstabilität gefordert. Durch die spezielle Webstruktur und das hochfeste Polyestergarn eigne sich Soltis Veozip auch für windexponierte Lagen. Das Gewebe unterstütze die Windfestigkeit des Zip-Systems und trage so den Anforderungen wie homogener Spannung, Absorption und Stabilität bei Windeinwirkung Rechnung. Ebenfalls vorteilhaft ist laut Serge Ferrari, dass die Screens die solaren Energieeinträge über das gesamte Farbspektrum reduzieren – auch bei hellen Farben.
Als Kontrast zu den zimtfarbenen Treppengeländern an der Außenfassade wählten die Verantwortlichen die milchig abgetönte Farbnuance Makadamia aus einer Kollektion von 15 Farben. Trotz des hellen Farbtons gewährleiste der Screen nach ISO 52022-3 (Verglasung Typ D – Methode 2) einen Gesamtenergiedurchlassgrad von drei Prozent.
Visueller Komfort und Brandschutz
Ein weiteres Kriterium für die Entscheidung zugunsten von Soltis Veozip war der visuelle Komfort für die Mitarbeiter. Bei heruntergefahrenen Behängen sollten keine beengten Raumsituationen entstehen, sondern eine nahezu uneingeschränkte Sicht in die Umgebung sowie ein hoher Lichtdurchlass beibehalten bleiben. Dies stelle das Gewebe durch seine Transparenz sicher. Gleichzeitig sorge es für den notwendigen Blendschutz, was gerade für die Bildschirmarbeitsplätze von Bedeutung ist.
Positiv bewerteten die Entscheider auch die Sicherheit und ökologischen Zertifikate von Soltis Veozip. Das Gewebe ist nach Herstellerangaben phthalatfrei und Greenguard-zertifiziert, so dass es für den Einsatz in sensiblen Bereichen wie Kindergärten, Krankenhäusern oder Seniorenheimen prädestiniert ist. Außerdem verfügt es über das Schweizer Eco-Bau Label sowie eine Brandschutzklassifizierung nach Euroklasse B-s2,d0.
Bautafel
- Bauherren: QoQa + SwissRoc
- Architekten: RSA Architectes – J.L. Richardet & H. Saini SA, Carouge
- Fassadenplanung/Sonnenschutzanlagen: Préface Sàrl
- Formate der Anlagen: 1.460 mal 1.480 Millimeter und 1.250 mal 3.990 Millimeter
- Gesamte Fläche: zirka 4.000 Quadratmeter
- Gewebe: Soltis Veozip