Bei bauseits versetzten Sturzkästen zeigen sich beim Versuch der fachgerechten Fensterbefestigung nach oben hin vielfältige Probleme. Der sicht+sonnenschutz-Praxistipp erläutert, wie mit einem innovativen Dämmsystemelement die Montage von Fenster und Vorbauelement schnell und einfach gelingt.

Voro-Therm ist ein Dämmsystemelement für den Neubau, das Schlotterer rollcom.de für die Aufnahme von Vorbaurollladen- oder Vorbauraffstore-Kästen entwickelt hat. Das statisch belastbare System löst dabei die Herausforderung der RAL-konformen Fensterbefestigung nach oben hin. Das Fenster montiert der Fachhandwerker passgenau unter eine in das Dämmelement eingebrachte Befestigungsleiste. Mittels optional erhältlicher Statikkonsolen, die unsichtbar und thermisch isoliert in den Sturzblock integriert sind, lässt sich das Fenster gemäß den Anforderungen der RAL-Gütegemeinschaft kraftschlüssig nach oben hin verbinden. Der nachträglich verbaute Vorbaurollladen oder Vorbauraffstore ist laut Schlotterer in Verbindung mit Voro-Therm umseitig wärmegedämmt – Wärmebrücken seien ausgeschlossen. Die Revision erfolgt von außen über eine 120 Millimeter breite Revisionsöffnung. Durch die Verwendung von elektrischen Antrieben werde Voro-Therm den gestiegenen Anforderungen hinsichtlich der Luftdichtigkeit von Gebäuden gerecht.
Schnittstellen beachten
Da die Statikkonsolen von Voro-Therm fest in der Decke verankert werden, ist das Produkt bereits im Planungsstadium zu berücksichtigen. Der Architekt spielt dabei eine wichtige Rolle, da er den Überblick über die Schnittstellen zwischen den Gewerken hat – vom Rohbauer über den Fenster- und Rollladenbauer bis zum Maler und Stuckateur. Der Erste, der mit dem Produkt in Berührung kommt, ist der Rohbauer, der die Verbindung des Dämmelements und der Statikkonsole zur Wand und zur Decke herstellt (Schritt 1 bis 3). Wie Fachhandwerker Fenster und Vorbauelement im Dämmsystem befestigen, zeigen die sich daran anschließenden Schritte im sicht+sonnenschutz-Praxistipp.
Schritt für Schritt Anleitung
Schritt 1: Achten Sie darauf, dass der Sturzblock seitlich eine Mindestauflagebreite auf dem Mauerwerk von 115 Millimeter aufweist.
Schritt 2: Unterstützen Sie umgehend nach dem Einbau und vor der Montage der Betondecke den Sturzkasten und steifen Sie ihn fachgerecht aus – bis zum Abbinden des Betons.
Schritt 3: Bei der Ausführung mit V-förmiger Statikkonsole drehen Sie die Gewindeschrauben bis zum Anschlag in die entsprechenden Gewindebuchsen (Schnittbild).
Schritt 4: Montieren Sie das Fenster so, dass es zirka zwei bis drei Millimeter über die Kante der Sturzausklinkung hinausragt.
Schritt 5: Ist insgesamt eine Statikkonsole im Element eingebaut, befestigen Sie das Fenster mit je einer Verschraubung rechts und links der Elementmitte in den bezeichneten Anschraubzonen des Dämmelements.
Schritt 6: Für die Montage des Vorbauelements befestigen Sie optional eine verkürzte Rückseitenblende als Montagehilfe am Sturzblock. Verankern Sie den Kasten mit geeigneten Dübeln zusätzlich im Neopor.
Schritt 7: Schieben Sie das Vorbauelement über die Montagehilfe und haken Sie es nach unten ein (Schnittbild).