Der 47-jährige Andreas Kopetschny hat von Wilhelm Hachtel im Sommer 2015 das Ruder bei MHZ übernommen. Zuletzt verantwortete er sehr erfolgreich die Aktivitäten der Unternehmensgruppe in der Schweiz.

Die Fußstapfen seien groß, sagt der Neffe von Wilhelm Hachtel über seinen Vorgänger, den Bruder seiner Mutter. Entgegen kommt ihm, dass das Unternehmen, das nunmehr in dritter Generation in Besitz bzw. unter der Führung seiner Familie steht, für ihn alles andere als Neuland ist. Schon als Kind sammelte er erste Erfahrungen in der von seinem Vater aufgebauten MHZ-Niederlassung in der Schweiz, wo Kopetschny aufwuchs; später lernte er – auch infolge der Flugangst seiner Mutter, die weitere Urlaubsreisen schwierig machte – die Arbeitsschritte in Produktion und Montage kennen.
Von der Pike auf MHZ
Der studierte Betriebsökonom sagt, er habe sich die Abläufe bei MHZ "von der Pike auf angeeignet" – und habe dabei "alles von Wilhelm Hachtel gelernt". Der entgegnet mit einem Schmunzeln: "Ja, das Autofahren" – und spielt auf die ersten, nicht ganz legalen Fahrstunden an. Längst, so sagt es der als Coach für Selbstmanagement nebst seinem Engagement in zahllosen Verbänden auf nationaler und europäischer Ebene tätige Ex-Geschäftsführer, von seinem Neffen als "Branchen-Faktotum" bezeichnet, habe Kopetschny bewiesen, dass er für seine Nachfolge der richtige Mann ist.
Ein Vierteljahrhundert Vorlauf
Dabei habe sich der seit 25 Jahren im Unternehmen tätige Sohn seiner Schwester, der "in seinem Job in der Schweiz erfolgreicher war als ich hier in meinem", während der zurückliegenden Jahre mit Impulsen bis hin zur Neu-Kollektionierung längst ein hohes Maß an Respekt im Führungszirkel erworben. Beim Exklusivinterview mit sicht+sonnenschutz-Online Anfang März in Leinfelden-Echterdingen skizziert Kopetschny einen "Strukturwandel im Fachhandel" und den Umgang mit neuen Medienkanälen als wichtige Zukunftsthemen, mit denen er sich beschäftigen wolle.
sicht+sonnenschutz berichtet auf mehreren Seiten in seiner Aprilausgabe über den exklusiven Interviewtermin mit Andreas Kopetschny und Wilhelm Hachtel – unser Heft erschien am 22.4.16.