Garagen- und Torhersteller stärkt Standort NRW Zapf erweitert das Garagenwerk Dülmen

Bis zum Herbst dieses Jahres soll die Niederlassung der Firma Zapf in Dülmen zu einer der größten und modernsten Produktionsstätten für Betonfertiggaragen in Europa ausgebaut werden. Dafür investiert das Unternehmen mehrere Millionen Euro. Mit dem Spatenstich fiel nun der Startschuss für die Bau- und Modernisierungsarbeiten.

Zapf-Werksleiter Ewald Kausler, Zapf- Geschäftsführerin Katrin Grunert-Jäger, Zapf-Geschäftsführer Emmanuel Thomas und Bernd Tewes, der Geschäftsführer der Zabel Bau GmbH, (v. l. n. r.) beim Spatenstich im Garagenwerk Dülmen. - © Zapf

„Mit dem Ausbau reagieren wir auf die steigende Nachfrage und wollen Kapazitätsengpässe beseitigen“, sagt Zapf-Geschäftsführer Emmanuel Thomas, der bei der Grundsteinlegung gemeinsam mit der Geschäftsführerin Katrin Grunert-Jäger zum Spaten griff. Im Dülmener Werk, das die Firma ZAPF 2011 vom Garagenhersteller ESTELIT übernommen hat, werden derzeit zirka 2.400 Garagen pro Jahr gefertigt. Durch den Ausbau kann die Kapazität auf jährlich 4.400 Garagen im Zwei-Schicht-Betrieb und bis zu 6.000 Garagen im Drei-Schicht-Betrieb gesteigert werden.

Investitionen in Hallen, Anlagen und Fahrzeuge

In den zwei der bisher sechs Hallen werden in den kommenden Monaten hochmoderne Umlauf- und Trockenanlagen errichtet. Hinzu kommt eine neue Lagerhalle sowie der Neubau einer Produktionshalle mit sogenannten „Kippkolbenschalungen“, die eine nahezu doppelt so große Produktivität vorweisen als herkömmliche. Die Kosten für die Bau- und Modernisierungsarbeiten belaufen sich auf rund 4,6 Millionen Euro. „Die Kunden der ZAPF GmbH in Nordrhein-Westfalen werden dadurch von einer noch kürzeren Lieferzeit für ihre Fertiggarage profitieren, die von derzeit ca. zwölf auf acht Wochen sinken soll“, sagt Geschäftsführer Emmanuel Thomas.Um diese Kapazitäten und Lieferzeiten zu gewährleisten, hat das Unternehmen zusätzlich bereits knapp eine Million Euro in den Fuhrpark investiert. Dafür wurden drei KTM-Versetzfahrzeuge und drei Zubringerfahrzeuge gekauft. Auch die extra dafür ausgebildeten Fahrer wurden übernommen. „Eines der Versetzfahrzeuge ist ein Seitenquerlader, der von der Seite be- und entladen werden kann. Damit haben wir einen klaren Wettbewerbsvorteil, denn wir können bei der Garagenmontage auch in Baulücken fahren, in die normalerweise ein Kran die Garagen heben müsste“, erklärt Thomas. Eine Besonderheit weist auch eines der Zubringerfahrzeuge auf: Es kann Fertiggaragen mit bis zu neun Metern Länge oder eine Garage samt Anbau transportieren, was für die Kunden weniger Kosten bedeutet.