Die Jury hat sich unter den Bewerbern für den diesjährigen Ausbildungspreis des Bundesverbandes Rollladen + Sonnenschutz (BVRS) für Peter Huber mit seiner Firma Jalousien Huber in Wasserburg entschieden. Wie der Betrieb den Fachkräftemangel angeht, lesen Sie hier.

Dass der Preis an Jalousien Huber geht, dafür war der Jury zufolge allein schon die zahlenmäßige Ausbildungsleistung der Firma im Verhältnis zur Betriebsgröße ein Entscheidungsgrund: Bei sieben Mitarbeitern (ohne Auszubildende) bildet Jalousien Huber durchschnittlich alle zwei Jahre zwei Auszubildende neu aus. Je nach Jahr sind zwei bis vier junge Menschen in der Ausbildung – die Hälfte davon ist weiblich. Neben Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/-innen werden auch Kaufleute für Büromanagement ausgebildet. Darüber hinaus hat das Unternehmen pro Jahr zwei bis drei Praktikanten.
Beeindruckende Ausbildungsquote
Überzeugt hat die Jury nach eigenen Angaben zudem das Ausbildungsmarketing: Seit 15 Jahren wirbt Peter Huber auf den Berufsinformationsveranstaltungen von mindestens sechs Schulen im Umkreis. Dabei setzt er einen eigens entwickelten Messestand mit Plakaten, Mustern, Miniobjekten, eigenen Broschüren und Filmen ein. Es bleibt aber nicht beim Verteilen von Informationen: Huber hält Vorträge über das Berufsbild des R+S-Mechatronikers vor den Schülern der achten und neunten Klassen. Dadurch setze er sich bei der Aquise neuer Auszubildender oft gegen Vertreter bekannterer Berufsbilder durch.
"Werbung um Auszubildende ist wie Werbung um Aufträge“
Ferner setzt sich Huber für den Berufsnachwuchs allgemein ein, vor allem im Rahmen seiner Mitarbeit im Vorstand der Innung Südbayern: Er begleitet Ausbildungsmessen, bei denen den Innung für das Berufsbild wirbt. Auch an der Berufsschule Wiesau kümmere er sich regelmäßig um den Branchennachwuchs und informiere Lehrlinge im Rahmen des Innungstags. Außerdem wirkt er an der Vorbereitung der Gesellenprüfungen mit.
Reize setzen bei den Auszubildenden
Für Huber sind außerdem finanzielle Anreize sehr wichtig: Das Ausbildungsgehalt liegt 100 Euro über dem Tarifvorschlag der Innung pro Monat. Lehrlinge, die pünktlich am Monatsende ihr Berichtsheft zur Kontrolle abgeben, erhalten einen Zuschlag zum Monatslohn.
Die vielfältigen Anstrengungen von Peter Huber lohnen sich: Stellvertretend für den Erfolg seiner Lehrlinge sei Moritz Reiser genannt, der mit seinem Gesellenstück Bestleistungen vollbrachte, sofort nach der Ausbildung die Meisterausbildung absolvierte und auch die Meisterprüfung mit Bravour bestand. In der sicht+sonnenschutz berichtet er in der Rubrik "Karriere im Handwerk" regelmäßig über seine Arbeit. Mittlerweile ist er Mitglied des Technischen Ausschusses des BVRS.