Nein, gewürfelt haben sie nicht, die Mitglieder der Jury bei der Vergabe des vom Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz ausgelobten Ausbildungs-Oscars 2015: Aber eng, so viel lässt sich sagen, war es auch dieses Jahr wieder.

Am Ende holte sich der Betrieb Jalousien Huber in Wasserburg am Inn die begehrte Trophäe und den – wohl eher symbolisch gemeinten – Gewinn in Höhe von 500 Euro. Dabei lässt sich eines vorwegnehmen: Die Wichtigkeit des Themas – Employer Branding, wie das Bestreben, sich als Arbeitgeber zur Marke zu machen, auf Neudeutsch heißt – scheint quer durch alle Betriebsgrößen im Bewusstsein der Branche angekommen. Diesen Schluss zumindest legt die Bandbreite an Bewerbungen für den Ausbildungs-Oscar 2015 des Bundesverbands Rollladen + Sonnenschutz (BVRS) nahe, die Betriebe zwischen sieben und 169 Beschäftigten einschloss.
Nicht alles ist eine Frage der Größe
Natürlich richtet sich das Arsenal für die Gewinnung geeigneter Fachleute ein Stück weit nach der zu Gebote stehenden Manpower, wenn man alleine an die Vielzahl der Beschäftigungsmöglichkeiten denkt, die bei entsprechend aufgestellten Unternehmen von der Lehre bis zu einem dualen Studiengang reicht; doch was Betriebe mit einer Handvoll Mitarbeiter bei ein wenig Fantasie und ehrlichem, vielleicht gar über die eigenen Belange hinausgehendem Interesse auf die Beine zu stellen vermögen, nötigt den Juroren Matthias Klenner, Chef von Klenner GmbH Rolladen und Fensterbau in Klostermansfeld und BVRS-Präsidiumsmitglied für die Berufsbildung, Maren Meyerling (rts-Magazin) und sicht+sonnenschutz-Chefredakteur Reinhold Kober bei der Entscheidungsfindung Ende September in Bonn Respekt ab.
Ein Stern am Ausbildungs-Himmel
Die Teilnehmer der Haupttagung des Rollladenverbands vom 24. bis zum 26. Oktober 2015 in Nürnberg hatten dabei wie bereits im Vorjahr das Privileg, hautnah dabei zu sein, als Verbandsgeschäftsführer Christoph Silber-Bonz und Präsident Georg Nüssgens Handwerksunternehmer Peter Huber für sein Ausbildungsengagement auszeichneten; dieses schließt nicht nur Hubers persönlichen Input in diversen Vorträgen vor Schülern am bayerischen Berufsbildungsstandort Wiesau, sondern ebenfalls eine freiwillig erbrachte Mehrleistung in Höhe von 100 Euro monatlich für die Azubis in seinem Haus ein. Er ist jedenfalls ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Ausbildungsarbeit im Rollladen- und Sonnenschutz-Gewerk.
sicht+sonnenschutz berichtete in seiner Oktoberausgabe über die Jurysitzung in Bonn und war selbstverständlich auch bei der Preisvergabe in Nürnberg für Sie vor Ort. Die komplette Berichterstattung zur Haupttagung inklusive des O-Tons von Preisträger Peter Huber veröffentlichen wir in der Doppelausgabe 11-12/15, die am 20. November erscheint.