Glas Bau Creativ mit Sitz in Neumarkt an der Ybbs in Niederösterreich hat mit seinem Sonnenschutzzentrum Mostviertel eine regionale Anlaufstelle für Sonnenschutzprodukte geschaffen. In Richtung Verschattung verschob sich der Schwerpunkt erst in den vergangenen Jahren; nach der Gründung im Jahr 2000 stand, wie der Name erahnen lässt, der Glasbau im Vordergrund.

„Die Anfragen bezüglich Wintergärten sind weniger geworden. Wir haben uns dann neu aufgestellt und den Bereich Sonnenschutz forciert“, erläutert Inhaber und Geschäftsführer Helmut Hofer (51) im Gespräch mit sicht+sonnenschutz. Der gelernte Elektrotechniker ist seit 1983 in der Wintergartenbranche zu Hause, immer schon mit Fokus auf den Bereich Sonnenschutz. Mit der Neuausrichtung einher ging der Bau neuer Geschäftsräume. Im Jahr 2013 eröffnete das Unternehmen seinen Standort in Neumarkt an der Ybbs (Niederösterreich) – mit passendem Namen: das Sonnenschutzzentrum Mostviertel. Neben der guten Verkehrsanbindung an die Bundesstraße 1 hat Glas Bau Creativ hier die idealen Voraussetzungen geschaffen, um den Sonnenschutzmarkt in Angriff zu nehmen. Helfen sollen u.a. der 175 Quadratmeter große Schauraum (die Gesamtfläche beträgt 350 Quadratmeter) so wie die 200 Quadratmeter große Ausstellungsfläche im Außenbereich. „In der geballten Ladung, wie wir Sonnenschutzprodukte präsentieren, gibt es in der
Region nichts Vergleichbares“, betont Hofer.
Auch wenn sich die Ausstellung auf Sonnenschutzprodukte – vom kleinen Rollo bis zum Sonnensegel – konzentriert: Terrassenverglasungen sind nach wie vor das zweite Standbein des Unternehmens. „In den Wintermonaten verkaufen wir in erster Linie Verglasungen, von März bis September steht dann der Sonnenschutz im Fokus“, schildert Hofer das Angebot, das sich aus zwei Gewerken speist.
Zwei Standbeine
Dabei erzielt das Unternehmen 70 Prozent des Umsatzes mit Sonnenschutz und 30 Prozent mit Verglasungen. Im besten Fall kommen beide Gewerke bei einem Objekt zum Zug. So
wie bei einem mit mehreren Architekturpreisen ausgezeichneten Einfamilienhaus in Haselbach westlich von St. Pölten, bei dem Glas Bau Creativ sowohl die Verglasungen als auch den gesamten Sonnenschutz verantwortete. 95 Prozent der Aufträge kommen aus dem Privatkundengeschäft, der Rest entfällt auf das Objekt . Das soll sich, wenn es nach Hofer geht, alsbald ändern. „Wir starten in diesem Jahr Aktionen, um dieses Verhältnis etwas zurechtzurücken.“ Der Unternehmer will u.a. Informationstage veranstalten, zu denen Kommunalpolitiker, Planer und Bauträger eingeladen werden. So erhofft er sich, mehr Aufträge aus dem öffentlichen Bereich zu bekommen. Andere potenzielle Kunden können sich beispielsweise vom 23. bis zum 28. März auf der Hausmesse des Unternehmens informieren. Dort stellt Glas Bau Creativ u.a. den Markisenschirm Planet von Markilux vor.
Regionale Kunden im Fokus
Mit seinen sieben Mitarbeitern (in der Hochsaison sind es zehn) deckt Glas Bau Creativ das Mostviertel West mit seinen vier Bezirken ab. Der regionale Bezug – auch alle Mitarbeiter kommen aus der unmittelbaren Umgebung – ist für den Geschäftsführer sehr wichtig. „Durch kurze Anfahrtswege haben wir die Möglichkeit, rasch zu reagieren und sehr schnell beim Kunden zu sein“, sieht Hofer als Stärke seines Unternehmens. Weitere Vorteile im Vergleich zum Wettbewerb verspricht er sich durch sein gut geschultes Personal und den großen Leistungsumfang – von der Beratung über die Planung und Baueinreichung bis zur Fertigung und Montage. Um auch in personeller Hinsicht wettbewerbsfähig zu bleiben, bildet
Glas Bau Creativ ab diesem Jahr eigene Lehrlinge aus. „Vom Markt her ist es schwierig, einen fertig ausgebildeten Sonnenschutztechniker zu bekommen“, berichtet Hofer.
Um die Marktbearbeitung darüber hinaus erfolgreich zu gestalten, setzt das Unternehmen seit Anfang 2013 auf die Mitgliedschaft im Netzwerk Sonne-Licht-Schatten. „Ich kann das Wissen von allen Partnern in die Firma einbringen“, erläutert Hofer. „Dadurch bin ich fitter und kann Bewegungen auf dem Markt besser beobachten.“ Ein Zahlenvergleich innerhalb der 13 Mitglieder mache es möglich, Fehler zu erkennen und im Bedarfsfall nachzujustieren. Den günstigeren Einkaufspreis für die Produkte, den die Kooperation als Einkaufsgenossenschaft erzielt, kann Hofer zu dem direkt an seine Kunden weitergeben. Matthias Metzger