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Produktneuheiten touren durch Deutschland Teba kreiert smarte Lounges in verschiedenen Städten

Zum zweiten Mal reist Teba mit seinen Produktneuheiten durch Deutschland und zeigt Fachhändlern, was sie 2019 erwartet. sicht+sonnenschutz war in München vor Ort, hat sich die neuen Produkte angeschaut, sich mit Kunden und mit Teba-Gesamtvertriebsleiter Guido Gizinski unterhalten.

26 Tage, 23 Locations, acht Stunden pro Tag – so sah der Teba Smart Lounge Tour-Plan aus. Der Konfektionär für Sicht- und Sonnenschutzprodukte tourte bereits zum zweiten Mal mit seinen Neuheiten durch Deutschland, im vergangenen Jahr jedoch mit dem Namen Homestory-Tour. „Bei der ersten Roadshow ging es darum, das Wohnzimmer zum Kunden zu bringen“, sagt Guido Gizinski, Teba-Gesamtvertriebsleiter. „Jetzt geht es darum, smarte Lösungen für das Zuhause zu zeigen.“

Das Motto hat sich geändert, aber was noch? „Wir haben Orte korrigiert, Locations verbessert und ein verbessertes Einladungsmanagement mit persönlicher Ansprache umgesetzt“, sagt Gizinski. Wenn die Roadshow Ende März abgeschlossen ist, setze man sich bei Teba wieder zusammen und bespreche, wie es weitergehen soll. „Vielleicht gibt es nächstes Jahr einen Truck? Wir versuchen, unsere Konzepte stetig zu verbessern, weiterzuentwickeln und an unsere Kunden anzupassen“, sagt Gizinski. In Zukunft könnte es auch wieder Messeauftritte geben, die Teba aktuell durch die Roadshow ersetzt. „Wir lassen uns das offen“, sagt Gizinski. Es gehe nicht darum, grundsätzlich zu einem Format ja oder nein zu sagen. „Ich glaube aber, dass Messen heutzutage als Medium ein Akzeptanzproblem haben."

MEHR ZEIT FÜR KUNDENGESPRÄCHE

Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Neukundenakquise auf Messen nicht mehr so lohnenswert sei wie in der Vergangenheit. Ein Messeauftritt sei mit einem teuren Kaffeeklatsch zu vergleichen. Eine Teilnahme sei nicht wirtschaftlich genug. Eine Produktpräsentation wie in München im Bayerischen Hof im edlen Ambiente lohne sich mehr. „Die Fachhändler bleiben meist ein bis zwei Stunden, wenn nicht sogar länger“, sagt Gizinski über die Roadshow. „Dadurch haben wir die Gelegenheit, mit ihnen intensivere Gespräche zu führen.“ Das komme gut an, und die Ausstellungen seien erneut gut frequentiert.

Beim Besuch von sicht+sonnenschutz in München verweilten gleich mehrere Kunden für mehr als zwei Stunden in dem Showroom – darunter auch Ute Müller aus Mindelheim, die im Einzelhandel tätig ist. Da sie bereits Teba-Kundin ist, nutzte sie die Gelegenheit, um sich ausführlicher mit den neuen Produkten zu beschäftigen. „Insbesondere die Neuheiten bei Plissees sind für mich interessant, da wir diese am meisten verkaufen“, sagt sie. Aus Augsburg reisten Raumausstattermeisterin Annette Amann und Schreiner Herbert Kaltenecker an, die zusammen den Betrieb Wohnen + Design Amann und Kaltenecker führen. „Wir finden es gut, dass die Teba-Roadshow in München und in einem kleineren Rahmen stattfindet“, sagen die Geschäftsleute. So sei mehr Zeit für intensive Gespräche. Die Location im Bayerischen Hof gefalle ihnen gut. „Da die Produkte von Teba im hochwertigen Bereich liegen, passt das gut zu den pompösen Gardinen im Hintergrund.“

FLÜSTERLEISE MOTOREN UND VR-BRILLEN

Beim Besuch der Roadshow stehen die Produkte im Fokus. Den Blickfang stellen die Duette-Wabenplissees dar. „Wir haben die ersten bedruckten Motive für Duette im Angebot“, sagt Gizinski. Die Dessins zeigen Federn, Polygone oder Wellenformen und sind in den Farben Grau, Beige und Blau/Türkis erhältlich. Eindrucksvoller als die Optik ist der kaum hörbare Motor, der die Plissees nach oben bewegt. Als Gizinski einen älteren Motor laufen lässt, klingt der im Vergleich fast schon wie ein Flugzeug.
Bei dem Antrieb handelt sich um das kabellose Motorkonzept WireFree von Somfy, das Teba für Jalousien, Rollos, Raffrollos, Plissees und Wabenplissees anbietet. „Der integrierte Akku ist über ein Kabel zu laden“, sagt Gizinski. „Das ist bei normaler Bedienung nur einmal im Jahr nötig.“ Die Funktechnologie ermöglicht eine drahtlose Bedienung ohne Anschluss an das Stromnetz. Der Antrieb ist in Verbindung mit der Tahoma-Box von Somfy per Smartphone, anderen Funk-Fernbedienungen oder gar Alexa von Amazon steuerbar.

Wem die Ausstellung nicht reichte, der nahm auch noch an einer virtuellen Führung mit VR-Brille teil. Während der Nutzer virtuell durch eine Wohnung wandert, begegnet er den neuen Teba-Systemen in einem realitätsnahen Umfeld. „Wir geben Besuchern hier die Möglichkeit, das Konzept auszuprobieren“, sagt Gizinski. „Und wer möchte, kann es dann ja auch mal bei sich im Geschäft in der Kundeberatung anwenden.“ Das Teba-Team gibt Interessierten VR-Brillen mit, die sie zusammen mit einem Smartphone nutzen können. „Mehr Menschen als erwartet setzen die Brille auf und probieren es aus“, freut sich der Gesamtvertriebsleiter.

Den Abschluss der virtuellen Führung bildet ein Video zum neuen Teba-Shop System. Es ist modularer aufgebaut und eignet sich für unterschiedliche Raumgrößen. Sieben Elemente sorgen für individuelle und optimale Flächennutzung ab fünf Quadratmeter. Alle Module seien nach Belieben miteinander kombinier- und erweiterbar.

INSEKTENSCHUTZ UND PRODUKTE MIT POTENZIAL

Nicht Teil der virtuellen Videoführung, dafür aber Teil der Roadshow ist Insektenschutz. „Der Markt wächst weiter“, sagt Gizinski über die neuen Teba-Produkte. Der Konfektionär zeigt eine Insektenschutz-Pendeltür mit Katzenklappe und Pet-Screen im unteren Bereich, das durch Tiere nicht so einfach zu beschädigen ist wie übliche Gewebearten. Ganz neu im Sortiment ist auch das Insektenschutz-Rollo IR1. Der Vorteil sei hier, dass das Gewebe sehr dicht in den Seitenführungsschienen liege und durch die Bürstendichtungen gehalten wird. Als dritte Neuerung stellt Teba ein Insektenschutz-Plissee vor, das gerade in schmalen Einbausituationen mit einer geringen Profiltiefe von nur 2,2 Zentimeter eine Alternative zu Schiebe- und Pendeltüren darstellt.

Präsent auf der Roadshow war auch die neueste Teba-Kollektion im Bereich Innenlaufsysteme und Vorhangstangen. Der Konfektionär setzte auf eine übersichtliche Gliederung anhand von Registern und Einzelgarniturdarstellungen und auf eine anschauliche Piktogramm-Führung. Neben tatsächlichen Neuheiten hat Teba Produkte mit Potenzial mitgebracht, über deren Einführung der Konfektionär nachdenkt. Da wären ein Rollo mit Kindersicherung und eine Jalousie, die von oben und unten geöffnet werden kann. Die Jalousie hat Teba bereits als Modell Lift im Programm, nur die Regelung der Jalousieöffnung verlagert das Unternehmen bei seiner potenziellen Neuentwicklung in den Griff. „Wir stellen die Produkte hier vor, um Kunden direkt zu fragen, ob sie das Produkt sinnvoll finden“, sagt Gizinski. Davon mache Teba es u.a. abhängig, ob eine Neuentwicklung es wirklich ins Programm schafft.

WAS 2019 NOCH KOMMT

Nicht auf der Roadshow, aber trotzdem neu: Teba bringt 2019 eine neue B2B-Bestell- und -Informationsplattform heraus. „Sie ist verständlicher aufgebaut, und Informationen werden einfacher aufbereitet“, sagt Gizinski. Damit reagiere Teba u.a. auch auf den zunehmenden Fachkräftemangel. Des Weiteren sollen Auftragsabwicklung, Bestellsituation und Statusabfrage komplett online einsehbar sein. „Ein weiterer Schritt in die Digitalisierung sind unsere neu gestalteten Kataloge, die es vorwiegend in digitaler Form gibt“, sagt Gizinski.

In den vergangenen Jahren habe Teba viel in Digitalisierung, neue Formate und Produktoptimierung investiert. Dass sich so viel getan hat, mag auch mit Rolf Thöne zusammenhängen. „Er kam 2016 als Geschäftsführer zu Teba und brachte grundlegende Veränderungen mit“, sagt Gizinski. Thöne habe aus privaten Gründen Anfang 2019 das Unternehmen verlassen. Aber der Konfektionär sei weiterhin gut aufgestellt und bringe zu Ende, was der ehemalige Geschäftsführer angestoßen habe. Reinhard Bühne hat nun die technische Geschäftsführung inne. Nach einem zweiten kaufmännischen Geschäftsführer suche Teba noch.

Aber nicht nur Thöne verließ Teba. Mit Jab Anstoetz verlor das Unternehmen 2018 einen großen, langjährigen Kunden. „Wir wussten schon länger von dieser Entscheidung, konnten sie einplanen und stehen auch weiterhin mit Jab in einem guten Verhältnis“, sagt Gizinski. Generell sei Teba gut ins Jahr 2019 gestartet. Der Gesamtvertriebsleiter rechnet mit einer Steigerung im Vergleich zum vergangenen Jahr. Dass es gut laufe, liege aber nicht daran, dass man Marktanteile mit günstigen Produkten erobere. „Wir wollen über Service und Qualität punkten. Wir sind kein Treiber einer günstigen Preisstrategie“, sagt Gizinski. Der Markt für innen liegenden Sonnenschutz sei hart umkämpft. Beispielsweise stiegen immer mehr Gardinenhersteller, die seit Jahren mit ihrem schwierigen Produkt zu kämpfen hätten, auf innen liegenden Sonnenschutz um. „Die Branche verzeichnet allgemein einen Rückgang, und gleichzeitig tummeln sich mehr Player auf dem Markt. Viele neue Anbieter versuchen den Einstieg über günstige Preise und Rabatte.“ Teba selbst biete seit 2017 zwar ebenfalls Rabatte an, habe damit aber lediglich nachgezogen, um mit den anderen Anbietern mitzuhalten. „Weil wir vorher keine Rabatte gegeben haben, entsteht der Eindruck, wir würden das Ganze antreiben“, sagt Gizinksi. „Dabei halten wir immer noch die höchsten Verkaufspreise.“ Andrea Mateja


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