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Erhebliches Invest für höhere Flexibilität sowie Qualität Selve schafft zusätzliche Kapazitäten

Selve investiert weiterhin kräftig am Standort Lüdenscheid – und das in doppelter Hinsicht. Neben den ohnehin geplanten Investitionen für 2021 hat das Unternehmen bereits geplante Investitionen in Höhe von mehr als 1,2 Millionen Euro aus 2022 vorgezogen. Selve baut damit die Produktionstechnik für den starren Wellenverbinder SecuFix signifikant aus und vergrößert den Maschinenpark.

„Bereits Ende 2020 haben wir in unseren Strategiezielen festgehalten, dass wir aufgrund unseres Wachstumskurses die Kapazitäten in der Fertigung deutlich erhöhen und uns dadurch noch flexibler aufstellen“, sagt Andreas Böck, Selve-Geschäftsführer. Denn nicht nur beim Erfolgsprodukt SecuFix steige die Nachfrage rasant.

Um noch schneller neue Antriebslösungen in hoher Qualität auf den Markt bringen zu können, habe das Unternehmen auch die Prüfkapazitäten erheblich erweitert. Weitere Investitionen sollen folgen.

Menge, Flexibilität, Qualität

Mit dem aktuellen Invest von Selve gehen gleich mehrere Neuerungen in verschiedenen Bereichen einher. Sie alle eine das Ziel, der positiven Geschäftsentwicklung des Unternehmens Rechnung zu tragen – und Anforderungen der Kunden bezüglich Menge, Flexibilität sowie Qualität zu erfüllen. „Auch oder vielmehr gerade in Zeiten von Corona stellen wir uns schlagkräftig für die Zukunft auf“, betont Böck. Weil der Lüdenscheider Komplettanbieter im vergangenen Jahr „gut gewachsen“ sei, habe Selve im Hinblick auf zu erwartende Zuwächse erheblich investiert und den Maschinenpark nochmals ausgebaut.

„Die Bedarfe sind da, um noch größere Stückzahlen von unserem Erfolgsprodukt SecuFix zu produzieren“, berichtet der Geschäftsführer: „Zudem haben wir neue Märkte im Visier, die einiges an Menge abfordern.“ Bei starren Wellenverbindern und auch Hochschiebesicherungen schnellten Nachfrage sowie Produktionsvolumen „steil nach oben“. Bestandteil ihrer automatisierten Fertigung sei eine 100-prozentige Qualitätskontrolle. Auch sonst steht dieses Thema verstärkt im Fokus. „Nachdem wir unseren Qualitätsbereich in den vergangenen fünf Jahren komplett neu aufgestellt haben, legen wir abermals das Level höher und haben unsere Prüfkapazitäten für Antriebe um knapp 70 Prozent erhöht“, berichtet Böck. Mit dem zusätzlichen Prüfstand sowie verschärften Testszenarien untermauere Selve seinen hohen Qualitätsanspruch. Erste Kunden haben die Anlage bereits gesehen und waren begeistert, sagt der Geschäftsführer.

Neuer Roboter, neue Montageanlage

Mit Kapazitäten von nunmehr bis zu 15.000 Stück am Tag werde Selve den stark wachsenden Verkaufszahlen von SecuFix gerecht. Neben einer zusätzlichen neuen Automatisierungsanlage für die Montage des festen Wellenverbinders ist seit August in der eigenen Kunststoffspritzerei auch eine komplett neue technogische Einheit in Betrieb. Diese besteht aus einer neuen Spritzgießmaschine, einem neuen Werkzeug und einem innovativen Industrieroboter nebst Verdrück-Vorrichtung. Nach der Herstellung der Kunststoffteile platziert der Roboter automatisch die einzelnen Ketten des SecuFix, die danach verpresst werden. Aus mindestens zwei bis maximal sechs Teilen besteht der starre Wellenverbinder, der sich durch seine verschiedenen Ausführungen mit bis zu vier Zwischengliedern passend für jede Einbausituation zeigt.

„In einer Taktzeit von unter 30 Sekunden ist der neue Roboter in der Lage, Teile für zwei SecuFix-Ketten aus dem Werkzeug zu entnehmen und direkt in die entsprechende Zusammendrückvorrichtung zu legen“, erläutert Produktionsleiter Bernd Vinken. Durch diese neue Einheit sowie den neuen Montageautomaten verdoppeln sich seinen Angaben zufolge die bisherigen Fertigungskapazitäten in diesem Bereich . „Wir können im Drei-Schichtbetrieb über drei Millionen feste Wellenverbinder im Jahr produzieren“, sagt Vinken. Was jetzt für mehr Flexibilität und höhere Mengen sorge, sei zuvor unter Vollauslastung im laufenden Betrieb realisiert worden – alles genaustens durchgeplant und durchgetaktet. „Das hat in Selve-Teamwork hervorragend geklappt“, berichtet der Produktionsleiter. Weitere Schritte seien schon in Planung.

Selve betreibt jetzt insgesamt drei Automatisierungsanlagen für den SecuFix sowie die millionenfach bewährte Hochschiebesicherung SecuBlock. Auch diese beiden Produkte sind 100-prozentig „Made in Germany“. Selve hat einen klaren Kurs, um die Fertigung in Deutschland mit gewohnt hoher Lieferperformance zu halten – und auch international mit attraktiven Preisen wettbewerbsfähig zu bleiben: „Wir produzieren äußerst effizient, halten die Montagezeiten so gering wie möglich und sichern dabei zusätzlich noch unseren hohen Qualitätsstandard ab“, sagt Vinken. Im neuen Montageautomaten seien verschiedene Funktionsprüfungen des SecuFix-Drehverschlusses integriert.

Neues Prüffeld für Antriebe

Apropos Qualität: Auch hier hat Selve jüngst für den stark prosperierenden Antriebsbereich investiert. Die Summe dafür liegt laut Jörg Altenberg, Leiter der Qualitätssicherung (QS), im sechsstelligen Bereich. Ein neues Prüffeld für Antriebe ist mit 24 normgerechten Testständen seit September im (Dauer-)Einsatz, dafür hat das Unternehmen eigens eine Freifläche im Lagerbereich geschaffen. Es ergänzt die bislang „voll ausgelasteten“ 36 Testanlagen.

Ob der vielen Produktneuheiten und Qualitätsverbesserungen gerade in den vergangenen Jahren hat Selve zusätzliche Kapazitäten geschaffen. „Die neue Anlage versetzt uns in die Lage, noch schneller Neuentwicklungen zu testen, sie auf ihre Dauerhaltbarkeit zu überprüfen und in Top-Qualität am Markt einzuführen“, berichtet Altenberg. Zusätzlich finden hier noch andere Aufgaben, wie etwa Normtest und CE-Abnahmen, aber auch Funktionstests bei speziellen Produktmodifikationen für Kunden statt. „Für unser neues Prüffeld haben wir von Fachkunden schon großes Lob kassiert“, sagt der QS-Leiter. Künftig werde nochmals aufgestockt: Es gesellen sich weitere Prüfelemente sowie separate Rollladentestanlagen hinzu.

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