Sonnenschutztechnik -

Segment- und Rundbogenmarkise Keine Seile und Schienen zu sehen

Bei Segment- und Rundbogenmarkisen befindet sich das Zugseil üblicherweise in der Mitte der Anlage. Um den Gesamteindruck von Fassaden nicht zu stören, entwickelte Haking Sonnenschutz eine Konstruktion, bei der die Schienen und Seile im eingefahrenen Zustand der Markise unsichtbar sind.

"Wir sind kein Nullachtfünfzehn-Betrieb. Wir machen alles, was andere nicht können", sagt Hubertus Haking, Geschäftsführer von Haking Sonnenschutz in Ladbergen. Ein Beweis dafür ist die selbst entwickelte Segment- und Rundbogenmarkise des Betriebs. Für die Konstruktion erhielt Haking den u.a. von handwerk magazin, Holzmann Medien, vergebenen Seifriz-Preis 2018.

"Im eingefahrenen Zustand sind bei der Segment- und Rundbogenmarkise in der Mitte keine Seile und Schienen zu sehen", beschreibt Haking das Besondere an seinem Produkt. Dem Metallbauermeister gelang es zusammen mit Prof. Klaus Baalmann von der Fachhochschule Münster, die Seilführung in die äußeren Führungsschienen zu integrieren. Beim Ausfahren der Markise werden durch Seilreibung mehrere Gleitstücke mit nach oben gezogen, die das Seil führen. Beim Einfahren werden diese Gleitstücke wieder durch die entsprechende Seilreibung nach unten geleitet und an definierten Punkten durch Stopper gehalten. So wird das Seil in den äußeren Führungsschienen geführt.

Fassadenansicht bleibt unverändert

Diese Technik bot sonst keiner am Markt an, so dass Haking sie 2016 für Deutschland und Europa zum Patent anmeldete. Die Markise eignet sich für denkmalgeschützte Gebäude, da die spezielle Seilführungstechnik die Ansicht der Fassade und der Rundbogenfenster nicht verändert. "So verhunzt man sich außer dem nicht die Aussicht", sagt Haking. Die Idee für die Konstruktion erhielt er durch eine Kundenanfrage, bei der er an einem historischen Gebäude diese Anforderungen erfüllen musste. Die Markise eignet sich für alle Segment- und Rundbogenfenster im privaten, öffentlichen und gewerblichen Bereich.

"Wer sich für unsere Konstruktion interessiert, muss nur anrufen", sagt Haking. Er erstelle dann eine Skizze, mache ein Angebot und schicke gegebenenfalls einen Händler. Der Betrieb montiert seine Markisen im Umkreis von 50 Kilometer. Nicht zuletzt dank des bundesweit medial begleiteten Seifriz-Preises erhält Haking Sonnenschutz viele Anfragen. "Beim Absatz sieht es ganz gut aus", sagt der Geschäftsführer. Genaue Zahlen könne er noch nicht nennen. Das nächste Projekt habe er bereits im Blick, aber mehr verrät er vorerst nicht. Die Details sind also noch unsichtbar, ganz wie die Seilführung an der Markise.

Seifriz-Preis
In diesem Jahr veranstaltete das bei sicht+sonnenschutz-Herausgeber erscheinende handwerk magazin zusammen mit der Steinbeis-Stiftung und der Signal Iduna Gruppe (Versicherungen und Finanzen) den 30. Wettbewerb für den bundesweiten Transferpreis Handwerk +Wissenschaft des deutschen Handwerks (Seifriz-Preis). Er wird vom Verein Technologie trans fer Handwerk organisiert und vom Baden-Württembergischen Handwerkstag sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) unterstützt. Die drei Gewinner erhielten im Verlauf einer Feier in Stuttgart Pokale, Urkunden sowie ein Gesamtpreisgeld von 15.000 Euro.

© sicht-sonnenschutz.com 2018 - Alle Rechte vorbehalten