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sicht+sonnenschutz-Glosse Insektengitter mit Bienenklappe

Die neuen Ministerinnen für Landwirtschaft und Umwelt, Julia Klöckner (CDU) und Svenja Schulze (SPD), arbeiten in Sachen Insektenschutz zusammen. Bis Ende Juni 2018 wollen die Politikerinnen ein Konzept mit Maßnahmen gegen das Insektensterben entwickeln. Gerüchten zufolge soll es u.a. ein Bienen-Schutzprogramm beinhalten.

Grund dafür ist, dass Bienen etwa 80 Prozent aller Nutzpflanzen bestäuben. Klöckner bezeichnet das Insekt sogar als systemrelevant, wie einige Medien berichten. Ohne die schwarz-gelben Flugtiere verringert sich das Wachstum von Obst, Gemüse und Getreide. Der Mensch verliert somit wichtige Nahrungsquellen. Das Sterben dieser Art stellt somit eine der größten Bedrohungen für die Existenz der Menschheit dar. Als Gegenmaßnahme soll ein Bienenhotel für jeden Haushalt verpflichtend sein. Wer keinen Garten oder Balkon besitzt, muss das Hotel in den eigenen vier Wänden unterbringen. Ein Problem für Besitzer von Insektengittern an Fenstern und Türen. Denn diese schützen nicht nur vor ungeliebten Insekten wie Hornissen, Wespen, Mücken, Fliegen und Faltern, sie verhindern auch das Eindringen von Bienen. Hersteller von Insektengittern müssen schnell reagieren. Wie uns zu Ohren kam, arbeiten spitzfindige Unternehmen bereits auf Hochtouren an Möglichkeiten der Insektenidentifikation: Neue Technologien – verbunden mit herkömmlichen Smart -Home-Lösungen – unterscheiden Bienen von anderen Insekten anhand des Flügelschlags.

Künftig besitzen Insektengitter vielleicht kleine Klappen, die sich nur für Bienen öffnen. Es scheint der einzige Ausweg aus der Situation. Einige Insektenschützer fordern aber bereits jetzt eine Gleichberechtigung der Arten. Gleichstellungsbeauftragte nahmen sich der Sache an und sprechen sich für eine Insektenquote aus. Der Mensch dürfe einzelne Gruppen nicht ausschließen. Ein Albtraum für Menschen mit Insektenphobien und ein noch größeres Problem für Hersteller von Insektenschutzlösungen. Zum Glück waltet dennoch ein wenig Vernunft in den Köpfen der Politiker. Zunächst wollen sie insektengefährdende Pflanzenschutzmittel wie Neonikotinoide auf EU-Ebene verbieten.
Die Produzenten von Insektengittern dürfen also beruhigt sein – wenn nicht sogar hoffnungsvoll. Falls jene Maßnahmen den gewünschten Effekt erzielen, steigt die Insektenanzahl wieder – und der Schutz vor Insekten könnte wichtiger sein als je zuvor. Andrea Mateja

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