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Einsparmaßnahmen erforderlich Geiger schnallt den Gürtel enger

Geiger steht vor einer Neuausrichtung. Der Antriebshersteller will das Produktsortiment straffen und sich auf ertragsstarke Bereiche konzentrieren. Auch Stellen werden abgebaut.

Die Nachricht über die Neuausrichtung erreichte die Belegschaft am vergangenen Mittwochnachmittag, wie die Bietigheimer Zeitung berichtet. Demnach werde ein Teil der Stellen voraussichtlich abgebaut. Auch betriebsbedingte Kündigungen werden nicht ausgeschlossen. Entscheidungen hinsichtlich der einzelnen Maßnahmen erfolgten in den nächsten zwölf bis 24 Monaten und nach intensiver Beratung mit den Arbeitnehmervertretungen, teilte das Unternehmen der Zeitung mit. Das Ziel sei es, den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Derzeit arbeiten bei Geiger am einzigen Standort des Unternehmens in Bissingen 320 Mitarbeiter.

In Teilen nicht mehr wettbewerbsfähig

Geschäftsführer Roland Kraus, der das Unternehmen ab September als alleiniger Geschäftsführer leitet, sagte: "Der Erhalt der Firma Geiger als profitabler Industriebetrieb ist das oberste Ziel." Das funktioniert aber offensichtlich nicht mehr mit der derzeitigen Produktpalette. Vor allem die Herstellung der elektronischen Antriebe sei unter Druck geraten, sagt Markus Sautter, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Geiger. Als Ursache für die Schieflage nennt er u.a. die wachsende Konkurrenz aus Asien, vor allem China, die zu einem deutlichen Preisverfall im Markt führe. Aber auch die gestiegenen Material- und Lohnkosten machten die Angebote von Geiger in Teilen nicht mehr wettbewerbsfähig. Die defizitären Bereiche habe man lange Zeit etwa durch neue Fertigungsanlagen kompensieren können. Mittlerweile sei aber der Preisdruck so hoch, dass in einzelnen Bereichen nicht mehr wirtschaftlich produziert werden könne.

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