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Der Gestaltungstipp 2/2019 Duette-Plissees von Saum und Viebahn

Ihr privates Büro verschattet Meike Wallner-Kandt mit einem Vorhang und Plissees.

Dass Raumausstatter nicht nur bei Kunden im Einsatz sind, sondern auch ihre eigenen vier Wände gestalten, zeigt das Beispiel von Raumausstattermeisterin Meike Wallner-Kandt. In ihrem Büro zu Hause hat sie eine Kombination aus Duette-Plissees von Saum & Viebahn und einem raumhohen Vorhang aus 100 Prozent Leinen umgesetzt. „Es ist einfach schön, wenn gerade auch im Arbeitsbereich ein natürlicher und wohnlicher Charakter mitspielt“, sagt Wallner-Kandt. Es sei dann für die Psyche auch nicht so schlimm, wenn draußen das schönste Wetter ist und man selbst die Zeit im Büro verbringen muss. Die Fachfrau spricht aus eigener Erfahrung. Während ihrer zweijährigen Fortbildung zur geprüften Restauratorin im Raumausstatterhandwerk hatte sie dort viel Zeit mit Lernen verbracht. „Ein bisschen Natur ist dann ganz schön.“ Außerdem seien natürliche Materialien klimaausgleichend.

Der Vorhang ist aufliegend ausgeführt, da Leinen – gerade wenn der Stoff schwerer sei – Wallner-Kandt zufolge in der Länge ein gewisses Eigenleben hat. Selbst Änderungen in der Luftfeuchtigkeit beeinflussen demnach die Länge des Stoffes. „Hängt der Vorhang nur knapp über dem Boden, fallen Veränderungen in der Länge direkt auf“, erläutert die Expertin die Umsetzung. Damit der Stoff beim Waschen nicht einläuft, hat die Raumausstattermeisterin den Vorhang vorgewaschen und für alle Fälle den Bodensaum doppelt genäht. Der Vorhang ist frei beweglich. So lässt sich das Licht zusätzlich zu den Plissees immer nach der Sonne regulieren, damit es am PC-Bildschirm nicht blendet. „Es gibt viele Varianten, um das Licht zu regulieren, da Plissees und Vorhang in der Kombination viele Möglichkeiten bieten“, sagt Wallner-Kandt. „Dabei sieht es immer gemütlich aus, ohne dass es zu überladen wirkt.“ Der Look passe zu vielen Einric tungsstilen. Matthias Metzger

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