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Energieeffizient dank Sonnenschutz Die Sonne sinnvoll nutzen

Viele Gebäude nutzen ihr Energieeffizienzpotenzial nicht aus. Wie es besser geht, zeigt das Beispiel von Fenaco in Puidoux. Der Einsatz des Griesser Sonnenschutzsystems führte dort zu Energieeinsparungen von zirka 50 Prozent.

Bekannte Firmen in der Schweiz sind Volg, Agrola oder Prima. Sie sind Vertriebskanäle der landwirtschaftlichen Genossenschaft Fenaco, deren Sitz in der Westschweiz in Puidoux liegt. Dort fällt ein markantes, spitzes Gebäude auf, das wegen seiner Form auch Prisma genannt wird. Das Gebäude ist mehr als 30 Jahre alt und war bisher so ausgerichtet, dass es möglichst stark von der Sonneneinstrahlung profitierte. Die Gebäudehülle entsprach jedoch nicht mehr den Anforderungen von Fenaco bezüglich Energieeffizienz.

NEUE FASSADE FÜR DAS PRISMA

Das Gebäude reagierte sensibel auf Temperaturschwankungen, was für die Nutzer sowohl im Sommer als auch im Winter Unannehmlichkeiten bedeutete. Mitarbeiter von Fenaco erklärten, dass sie im Winter viel Heizenergie verbrauchten, trotzdem sei es in den Räumen ständig kalt. An heißen Sommertagen wiederum stieg die Temperatur in den Büros auf mehr als 30 Grad Celsius. Deshalb plante das Unternehmen ein umfassendes Fassaden-Sanierungsprojekt. Dafür zuständig war Denise Dyens als Projektleiterin bei Fenaco. Die Sanierung umfasste die Gebäudeisolation und die Fenster. Aufgrund der hohen Anzahl und der damit verbundenen Tageslichteinstrahlung wurde das Sonnenschutzsystem sorgfältig evaluiert.

RAUMTEMPERATUR NATÜRLICH REGULIERT

Fenaco verfolgt auch aufgrund des neuen Energiegesetzes die Strategie, in seinen Gebäuden ohne Klimaanlagen auszukommen. Die Projektleiterin schöpfte deshalb alle Möglichkeiten aus, um die Raumtemperatur auf natürliche Weise zu regulieren. „Wir wollten einen Sonnenschutz, der alle unsere Bedürfnisse abdeckt. Es sollte alle Gebäudeöffnungen effizient schützen“, erklärt Dyens. Die Entscheidung fiel auf Lamellenstores von Griesser als Ersatz für die bestehenden Textilstores. Mit den beweglichen Lamellen sind die Sonneneinstrahlung und der Wärmeeintrag so regulierbar, dass diese den Energieeffizienz-Zielen entsprechen. Auch die Helligkeit in den Räumen lässt sich, an den Nutzer angepasst, einstellen. Loris Santini, Projektleiter Automation Westschweiz bei Griesser, erklärt: „Unser Auftrag war es, so viel Tageslicht wie möglich hineinzulassen und gleichzeitig das Raumklima zu verbessern.“ Der Bauherr wünschte für die Stores eine Sonnenstandsnachführung, da eine Haupt fas sade auf der Süd- und die andere auf der Nordwestseite liegt. Sie ermöglicht, dass die Lamellen jederzeit ideal zur Sonne stehen. Nach der Sanierung der Fassade folgten wie derholte Tests im Sommer und Winter, in die auch die Bedürfnisse der Büronutzer einflossen. Im Winter stehen die Lamellen in einem Winkel von 45 Grad. Ihre besondere Form erlaubt es, jederzeit genügend Tageslicht hineinzulassen, ohne dass dieses am Computer arbeitende Personen blendet. Zusätzlich erwärmt die Sonneneinstrahlung die Räume – das senkt den Energieverbrauch deutlich. Im Sommer folgen die Stores automatisiert dem Sonnenstand und positionieren sich so, dass der Wärmeeintrag begrenzt wird. Dadurch benötigt das Gebäude weder eine Klimaanlage noch eine automatische Lüftung.

INTELLIGENTE AUTOMATISIERUNGSFUNKTIONEN

Als Steuersystem fiel die Wahl auf die Kommunikationslösung KNX – eine integrale Zentralsteuerung mit umfangreichen Funktionen für jede Gebäudegröße. Diese umfassen u.a. Sonnennachlauf und Horizontbegrenzung. Die Produkteinstellungen seien auf die Griesser Fassadenprodukte abgestimmt und gewährleisteten so stets einen exakten und optimalen Sonnenschutz. Zudem schützen Wind- und Wettersensoren die Stores. KNX ermöglicht es, zahlreiche andere Automatisierungsfunktionen in dieselbe Anlage einzubinden, darunter die automatische Nachtauskühlung durch die Öffnung der Oberlichter und der großen Glaswand. Die Installation von Zählern zur genaueren Analyse des Stromkonsums bietet weiteres Potenzial für Einsparungen.

LAUFENDE OPTIMIERUNG

Die auf dem Dach installierte Wetterstation erhebt seit zwei Jahren präzise Daten zur Sonneneinstrahlung auf das Gebäude. Dadurch war es möglich, die optimale Größe der im Sommer 2019 installierten Photovoltaikanlage zu ermitteln. Das Ziel war es, genügend Strom zu produzieren, um das Gebäude zu 85 Prozent zu versorgen. Dank der verbesserten Isolation, der neuen Funktion der Gebäudehülle und der cleveren Steuerung der Lamellenstores benötigt das Gebäude aktuell nur noch halb so viel Heizenergie.

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