Sonnenschutztechnik -

Blitzinterview 10/2019 Der Austausch steht im Vordergrund

Heinrich Abletshauser ist geschäftsführender Gesellschafter des Fachbetriebs Jakob Rottler KG in Freiburg und seit der Tagung 2016 in Hamburg Präsident des Bundesverbands Rollladen + Sonnenschutz (BVRS).

sicht+sonnenschutz: Herr Abletshauser, warum lohnt sich für sicht+sonnenschutz-Leser die Teilnahme an der 59. BVRS-Haupttagung vom 25. bis zum 27. Oktober in Gar misch-Partenkirchen?

Abletshauser: Für viele meiner Kollegen steht der Austausch untereinander im Vordergrund, das ist ein Gewinn, ein Muss. Die Kollegen aus Südbayern und die Verbandsmitarbeiter/ -innen haben ein tolles Programm auf die Beine gestellt.

sicht+sonnenschutz: Inhaltlich beginnt der Kongress mit einem Vortrag über die Befestigungstechnik. Inwiefern ist das besonders aktuell, worauf freuen Sie sich persönlich am meisten?

Abletshauser: Bis zu 30 Zentimeter dicke WDVS-Systeme stellen uns vor Herausforderungen. Gefragt sind speziell abgestimmte Befestigungssysteme, die die erheblichen Kräfte, die z.B. durch Markisen einwirken, prozesssicher in den tragfähigen Untergrund einleiten und Wärmebrücken vermeiden. Die Montage ist aufwändig. Ich freue mich auf Gespräche mit meinen Kollegen aus der ganzen Republik und mit Vertretern der Industrie, um Anregungen für alle zu vermitteln und vielleicht umzusetzen.

sicht+sonnenschutz: Wie hat sich die Zusammenarbeit mit RA Ingo Plück als Hauptgeschäftsführer des BVRS entwickelt?

Abletshauser: Sie läuft geradezu beispielhaft. Vom ersten Tag an habe ich das Vertrauensverhältnis gespürt. Wir sind häufig in Kontakt, tauschen uns auf hohem Niveau aus. Wie schon bei Christoph Silber-Bonz sind die Entscheidungswege kurz und Entscheidungen schnell realisierbar.

sicht+sonnenschutz: Sie haben früh die schrittweise Übertragung der operativen Verantwortung im Betrieb auf Ihre Tochter Claudia kommuniziert – wie ist der Stand der Dinge und gilt Ihre Leidenschaft noch immer dem Konstruieren und Fertigen?

Abletshauser: Die Nachfolgeregelung hin zu meiner Tochter ist in vollem Gange. Mein Plan einer geordneten Übergabe ist in seinem Zeitfenster und kann zwischen meiner Tochter und mir sehr vertrauensvoll und transparent abgewickelt und erfüllt werden. Meine Leidenschaft für das Besondere ist ungebrochen. Ich bin froh, dass meine Mitarbeiter hier mitziehen und konstruktiv an gemeinsamen Lösungen mitarbeiten. Aktuell sind wir sehr stark in den Brandschutz und hier in Lösungen für den zweiten Rettungsweg involviert. Wenn vor der Angebotsphase die Klärung mit den Brandschutzbeauftragten erfolgt und alle Beteiligten im Boot sind, gelingen die Ausführung und die Einzelabnahme ohne Probleme oder Einsprüche. Aber die Anforderungen sind hoch. Reinhold Kober

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