Sonnenschutztechnik -

Blitzinterview 4/2019 Dekorativer Aspekt beim Sonnenschutz

Unternehmer Hendrik Unland hat zur Heimtex die neue Cross Product-Kollektionen in den Segmenten Gardinen und Sonnenschutz vorgestellt.

sicht+sonnenschutz: Herr Unland, mit dem Anspruch Cross Product präsentieren Sie in Prospekten oder am Messestand Dekostoff und Sonnenschutz nebeneinander. Welcher Ansatz steht dahinter?

Unland: Der Sonnenschutz kommt seit Jahren als Problemlöser an die Fenster, uns ist aber der dekorative Aspekt zu wenig berücksichtigt. Die Kombination von zweckmäßigem Sonnenschutz mit dekorativer Abrundung war lange nur durch die Zusammenführung der Produkte unterschiedlicher Hersteller möglich. Wir bieten abgestimmte Produkte, Farben und Designs aus einer Hand – in der Kollektionierung erfordert das, die technischen Voraussetzungen für die Verwendung des textilen Produkts zu erfassen. Die Ansprüche an einen Dekostoff oder eine Gardine sind andere als an innen liegenden Sonnenschutz. Dafür sind Verfahren und Maschinen nötig, die wir als Produzent von Textilien im Haus haben und mit Sachverstand nutzen.

sicht+sonnenschutz: Ist Unland Stoffhersteller mit Sonnenschutz-Sortiment oder Allrounder für die Fensterdekoration?

Unland: Zunächst sind wir einer der wenigen verbliebenen deutschen Hersteller von Textilien für den Fensterbereich. Wir produzieren vollstufig vom Garn bis zum maßkonfektionierten Fensterkleid. Das macht uns seit Jahrzehnten zu einem Partner für wohnliche Fensterdekorationen. Wir haben neben Jalousie, Lamellen, Rollo und Flächenvorhang eine der größten Stoffkollektionen für das Plissee am Markt und fertigen daraus maßangefertigt Sonnenschutzanlagen für den Einzelhandel. Diese lassen sich zunehmend mit unseren Dekorationsstoffen kombinieren, wir sehen uns als Vollsortimenter für das Gestalten innen liegender Fensterlösungen. Seit zirka einem Jahr bieten wir unsere Kreativität großen Maßkonfektionsbetrieben in Form von Plissee- und Rollostoffen an.

sicht+sonnenschutz: Welche Lösungen erfordert die Cross Product-Strategie am PoS?

Unland: Dieses Produkt dem Endverbraucher zu verkaufen, bedeutet mehr Beratung, aber auch die Sicherheit, dass es nicht überall so zu bekommen ist. Unsere Kunden verstehen heute, dass nicht die einfachen Lösungen zum Geschäft führen, sondern der Facheinzelhandel gegen z.B. das Internet nur Bestand hat, wenn er einen Mehrwert bietet, der nicht überall über Preissuchmaschinen billiger zu finden ist. Außerdem erkennt der stationäre Fachhandel, dass hier eine höhere und mehrfache Wertschöpfung möglich ist, als nur ein austauschbares Standardprodukt anzubieten.

sicht+sonnenschutz: Was sagen Sie zur Zusammenführung von Dekostoffen und Sonnenschutz in Halle 8.0 auf der Heimtextil?

Unland: Ich war einer der Verfechter dieser Lösung – im DecoTeam eint uns das Ziel, die Produkte zusammen zu präsentieren, nicht nur auf Messen. Für den deutschen Fachhandel ist die Halle 8 der ideale Marktplatz, die innen liegenden Produkte für das Fenster zu beurteilen und die Entscheidung für die Zukunft zu treffen. Die Firma Unland, als Anbieter des gesamten Spektrums, ist darauf vorbereitet und kann die Kundenwünsche für beide Produktgruppen auch kombiniert erfüllen.

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