Tortechnik -

Rechtzeitig auf CE-Kennzeichnung vorbereiten Brandschutznorm tritt erst Ende 2016 in Kraft

Die Produktnorm EN 16034 „Fenster, Türen und Tore – mit Feuer- und/oder Rauchschutzeigenschaften“ wird laut Mitteilung im Amtsblatt der Europäischen Union vom 13.11.2015 erst zum 1. September 2016 wirksam. Ab diesem Datum können Hersteller diese Produkte als CE-gekennzeichnete Feuer- und Rauchschutzabschlüsse europaweit vertreiben.

"Obwohl es nach Inkrafttreten die dreijährige Koexistenzphase gibt, müssen deutsche Fertigungsbetriebe sehr kurzfristig ihre Produkte und Produktfamilien für eine CE-Kennzeichnung fit machen", erklärt Reinhard Schröders von System Schröders. Es ist seiner Meinung nach zu erwarten, dass Industrieunternehmen, die Großserien fertigen, eher die Vorteile sehen, die sich durch ihre neuen vereinfachten Export-Chancen auf dem europäischen Markt eröffnen. Auf die kleineren Betriebe komme jedoch vor dem Hintergrund, dass auch andere Leistungseigenschaften, wie Einbruch-, Schallschutz oder Luftdichtigkeit, europäischen Normen unterliegen, ein sehr hoher Prüf- und Zertifizierungsaufwand zu.

Lizenzpartner profitieren

"Die Hürde der Anforderungen ist durch die EN 16034 ganz klar gewachsen, sagt der Brandschutzexperte.System Schröders entwickelt seit 40 Jahren Feuerschutzabschlüsse. Die Fertigung der Türen erfolgt über Lizenzpartner in Deutschland, im europäischen Ausland und in Asien. Als Lizenzgeber übernimmt das Unternehmen den mit Neuprüfungen verbundenen Aufwand vollständig und führt die gesamte Abwicklung und Kommunikation mit der ausgewählten zuständigen NPZ-Stelle. "Der Lizenznehmer schließt mit der NPZ-Stelle einen Zertifizierungsvertrag, der die Auditierung seiner Fertigung einschließt und hat ansonsten keinen weiteren Aufwand für Prüfungen und Zertifizierungen gemäß der Produktnorm", sagt Schröders.

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